Zurück in die Zukunft

  • Hallo Andreas,


    Wahnsinnig wie du das alles vorbereitet hast, so wird's wie ein Baukasten.

    Und das alles ohne grossen Staubbelastung im Anlagenraum!


    Zitat

    Dank Vorbereitung am Rechner wurde das Material optimal genutzt :P


    Ja, bei diesen Ausmassen würde das sonst pure Materialverschwendung........:S


    Weiter so, liesst sich wie ein spannendes Buch.....



    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet

  • Ja, bei diesen Ausmassen würde das sonst pure Materialverschwendung........:S

    Hallo Michiel,


    Ja es werden 15m2 normaler Kork und 20m2 Gummikork am Ende verarbeitet - hätte ich nicht erwartet...:/


    Beim Holz waren es bisher 46m2 Pappelsperrholz 12mm und 20m2 Multiplex Birke 18mm - wenn ich das alles mit der Stichsäge im Keller geschnitten hätte würde ich jetzt Knöcheltief im Sägestaub stehen :wacko:


    Danke für eure Kommentare - motiviert !


    Viele Grüße Andreas

  • Hallo Andreas,


    wahnsinnig was du da alles gezeichnet hast, Respekt!

    Auch deine speziellen Lösungen mit den Verbindungsstegen bei dem zweigleisigen Streckenabschnitt lassen erahnen was du dir alles überlegt hast...:thumbsup:


    Damit machst du deiner Berufsgruppe der Architekten alle Ehre, einfach an alles denken, so soll es sein!

    Wünsch dir weiterhin ein ganz entspanntes Basteln und lass dir nach Feierabend deine 4cl erdig gebrannte Köstlichkeit munden!

    Ein virtuelles Slàinte Mhath,


    Gruß, Peter

    Gruass, Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Hallo Zusammen,


    Danke für eure Kommentare !


    ich bin froh das ich jetzt beim Bauen bin, die ganze Planerei hat den Nachteil, das man leicht dabei hängen bleiben kann und sich immer mehr in seinem Plan vertieft...die Brücke in die Realität zu bekommen ist daher für mich sehr befreiend. Alles Durchdenken kann man eh nicht, selbst wenn man in 3D zeichnen würde, Proportionen und Abstände muß man einfach im Realen austesten und das macht ja auch viel mehr Spaß. Die gründlich Planung mit allen Stellproben und Mockups hat sich aber schon gelohnt, wenn man den Aufwand und die Kosten beim Bauen betrachtet, da will man ungern was zweimal umbauen.

    Ich hoffe das ich bald mit der Geländemodellierung beginnen kann. Aber zuerst noch weitere Bilder zum hoffentlichen später soliden Trassenbau:


    Anbei der jetzt fertig ausgelegte Kreuzungsbahnhof mit einem Weichenvorfeld das auch parallele Ein- und Ausfahrten zulässt und trotzdem recht kompakt ist. Die 3 Gleise werden über eine moderne Betonbrücke im Stile der Brücke am Carerratobel in der Rheinschlucht über den Fluß geführt. Die "alte" Strecke eingleisig nach unten mit einem alten Tunnelportal und die neue Doppelspurstrecke Bergwärts mit einem modernen Betonportal.




    hier die andere Seite wo die alte Strecke am Fluß entlang auf einem Damm zu einer Stahllkastenbrücke ähnlich "Isla bella" in einem langen Bogen hochläuft und die neue Strecke schon direkt nach dem Bahnhof den Fluß kreuzt. Die Doppelspur hat hier schon ordentlich Höhe erreicht und windet sich um den Bergvorsprung.




    ...ein kleines Detail, der Trainsafe Adapter ist 2mm zu hoch um die Gleise Plan einlaufen zu lassen, daher wurde er auch entsprechend eingefräst und....es passt :thumbsup:




    Viele Grüße Andreas

  • Hallo Andreas!


    Zitat

    Ich hab noch ca. 300 Loks vor mir die Digitalisiert werden müssen, da drunter auch einige seltene Messing Geschichten an die ich mich gar nicht rantraue.


    Ich bin ja gerade an der Entscheidung zum Digitalsystem dran und nach langen Gesprächen mit den Fichtelbahnern und auch deinen Hinweisen im anderen Thread wollte ich ja Bidib einbauen. Andererseits hab ich mir auf der letzten Bauma auch mal "Dinamo" genauer angeschaut. Das kann zwar kein Railcom und ist recht simpel aufgebaut, fährt aber über Blöcke sowohl Analoge als auch digitale Loks auf der selben Anlage und hat ein gutes Kurzschlußmanagement.


    Allein die Kosten der Digitalisierung aller Loks sprechen eigentlich für eine Entscheidung pro "Dinamo" zumindest bis ich dann in 10 Jahren evt. alle Loks mal umgerüstet habe. Evt. Bau ich das System mit 2 Zentralen auf und Schalte schon über "Bidib" fahre und melde aber mit "DINAMO".


    Jeder soll sein System sich nach seinen Wünschen aussuchen, aber aus eigener Erfahrung kann ich vor Multisystemen und solchen, auf denen auch analoge Loks fahren können nur abraten. Die Erfahrung zeigt, dass es am stressfreiesten ist, sich für ein Digitalsystem zu entscheiden und dieses dann auf das Gleis zu geben. Dort kann man sich schon nicht sicher sein, das alles Reibungslos funktioniert. Das Thema Railcom ist so ein Beispiel, wo einige Decoder ordentlich Probleme verursachen oder sich nicht an Timings halten, etc.. Wenn jetzt noch andere Systeme dazu kommen, wird es richtig spannend. Also Finger weg und für eine Systemart entscheiden.

    Zu der Möglichkeit Analog fahren zu können: Wie soll das gehen? Ein Digitaldecoder braucht sein codiertes Digitalsignal und eine analoge Lok ihren Gleichstrom. Selbst wenn das jetzt abwechselnd geschaltet wird, geht der "Digitalstrom" zu gewissen Zeiten durch die analoge Lok. Das ging mit meiner ersten Zentrale, eine Uhlenbrock Daisy auch. Gesund klingt das bei analogen Loks nicht. Der Motor macht Geräusche und bei Faulhaber-Motoren wurde sogar explizit davon abgeraten.

    Kurzum, ich würde die Finger davon lassen. Das digitalisieren ist nicht schwer und heute ist mit den kleinen Decodern auch so gut wie jedes Messingmodell umrüstbar. Und wenn Du ehrlich bist, dann ist Deine Anlage zwar groß, aber 300 Loks wirst Du da nicht zeitgleich drauf fahren lassen. Wenn also erst einmal 20-30 Loks umgerüstet sind, hast Du trotzdem noch riesengroßen Fahrspaß. Die weiteren Loks folgen dann Stück für Stück.

    Und überhaupt kommst Du mit Deiner Anlage schnell an die Grenze, wo Du das noch manuell fahren lassen kannst und benötigst Hilfe vom Computer. Da ist es fast unumgänglich, komplett auf digital umzustellen.


    Soweit meine persönliche Meinung dazu und nun wünsche ich Dir weiterhin ganz viel Spaß bei Deiner tollen Anlage!


    Grüße,

    Marco

  • Hallo Andreas,


    schön zu sehen wie es bei dir voran geht und ganz großen Respekt für deine präzise Planung der Aufwand hat sich gelohnt. Das ganze bei mir viel stärker ein trial&error Verfahren.

    Ich wünsch dir gutes Vorankommen beim Holzbau damit du bald an die Landschaft kommst.


    Viele Grüße

    Jona

  • Hallo Andreas


    Bezüglich des Digitalsystems hat Marco eigentlich praktisch alles bereits erwähnt. Ich stand bei unserer H0 Anlage vor dem selben Problem -> Neuaufbau -> Digital und um die 280 Loks zu Digitalisieren. Heute rund 4 Jahre später bin ich froh, keine Mischung gemacht zu haben.


    - Ein Vorteil, der mir das Lenz System bietet ist das fahren einer analogen Lok via Adresse "0", dies ruft dann den von Marco angesprochenen speziellen Ton hervor. Wir hatten früher im H0 Bereich eine Führerstandsandeutung, mit de wichtigsten Funktionen, da wurde das ganze ebenfalls elektronisch geregelt, insbesondere wenn der Zug mit der Luftbremse gebremst wurde, dies erzeugte dann auch Halbwellen auf dem Gleis. Obwohl auch dort wie bei Lenz auch von den Glockenankermotoren gewarnt wird hatten wir mit selbigen nie Probleme. Aber ganz klar die sauberste Lösung ist das eine oder das andere, ich benütze die Adresse 0 meist für kurze Probefahrten mit analogen Loks.

    - Letztens an einer Ausstellung habe ich noch eine Interessante Kombination aus Digital/Analog gesehen, die Komplette Anlage wurde mit TrainController gesteuert, sobald eine Weichenstrasse geschaltet wurde, bzw. eine Zugfahrt gestartet wurde, wusste TC ob es sich um eine Digitale oder Analoge Lok handelt, je nach dem wurde via Bahnwärter das Relais für den besagten Abschnitt umgeschaltet von Digital zu Analog. Im Analogbereich wurde dann wiederum via Bahnwärter ein Relais geschaltet, welches die Freigabe zur Steuerung gab, sobald dies geschah fuhr die Lok ab. Um die Lok anzuhalten wurde mit Reed-Kontakten gearbeitet, Freigabe vorhanden, Reedkontakt ohne Funktion, Freigabe nicht vorhanden, Reed-Kontakt mit Funktion, Bremskurve in der Elektronik wurde gestartet.

    Das ganze sah interessant aus, funktionierte auch einwandfrei, da Analog und Digital strickte voneinander getrennt ist, ob sich der Aufwand jedoch lohnt bezweifle ich.

  • Hallo Andreas


    Habe mich grad durch Deinen Thread gelesen - sehr spannend wie Du Dein berufliches Wissen im Anlagenbau auslebst.

    Vielen Dank für Deine Dokumentation im Forum. Ich wünsche Dir gutes Gelingen und freue mich auf weitere Berichte.


    Liebe Grüsse, Beppe

  • Hallo,


    danke noch für eure Anregungen zum Digitalsystem, ich teste gerade 2 Möglichkeiten gegeneinander.


    Jetzt bin ich erstmal am Gleisbau und arbeite mich da gerade rein. Es ist das erste mal das ich 2 Leiter Gleis verlege - ganz schön fummelig, aber es macht Spaß :P


    Ich habe im Schattenbereich wo ich Kork verlegt habe Plots aufgelegt, die ich suksezzive entferne je weiter ich Baue. Dadurch brauche ich die Gleislage und Weichen nicht übertragen und habe einen genaueren Plan.

    Die Gleise fixiere ich mit Schrauben und Unterlegscheiben und fahre dann solange Probe bis alles passt. Wobei zugerüstete GEX Wagen im Schubbetrieb echt die Hölle sind :rolleyes: da sind selbst 50cm Radius noch nicht genug scheint mir. Da werde ich aber eher was an den Kupplungen umbauen, denn der Rest läuft da Super durch.

    Dann ziehe ich seitlich an den Schwellen eine Naht mit Heißkleber um die Gleise zu fixieren. Hat sich schon bewährt, da ich 1-2x nachkorrigieren mußte und die Naht mit Heißluft wieder lösen konnte.

    Gleisübergänge schiebe ich immer 4 Schwellen versetzt ein, damit sich Bögen usw. sauberer ziehen.

    An Trennstellen für Halteblöcke und Modulübergängen usw. nutze ich die kleinen Platinen hier aus dem Forum und verlöte die Gleise dort, bei den Plastikschienenverbindern hätte ich Angst, das die sich in der Kurve auf Dauer ausdrücken und nicht mehr halten.


    Viele Grüße Andreas



  • Hallo Andreas,


    da bist du aber auch schön fleißig :thumbsup:

    Sieht schon sehr sauber aus, :respekt:, aber durch deine durchdachte Planung erspart du dir sehr viele Handgriffe!


    Weiterhin ganz gutes gelingen!


    Gruaß, Peter

    Gruass, Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Liebes Forum,


    es gibt wieder etwas zu zeigen, 60% der Schienen und 80% der Weichen sind verlegt, 300m Kabel gelötet, mein Etappenziel dieses Jahr noch auf der unteren Ebene zu fahren geschafft. Gestern habe ich die ersten Kreise gedreht und mit Freude festgestellt das ich fast keine Macken in der Gleislage habe. 1-2 Stellen muß ich noch nachbessern und die Gleisüberhöhung wird noch ein Gefummel. Was fehlt sind noch rund 60 Weichenmotoren und die Digitalsteuerung. Diese Teste ich in den nächsten Wochen und dann wird unterm Tisch weitergebaut ;-)


    Hier jetzt mein nach provisorischem Auslegen der Gleise nochmals umgeplanter Kreuzungsbahnhof im Tal am Fluß. Die Zuglängen für zukünftige Allegras mit einem vollen ALVRA passten in der Praxis noch nicht gut, die Perrons waren zu schmal geplant und auf meiner letzten Schweizreise habe ich noch Dinge gesehen die ich gerne einbauen wollte.


    Die Doppelspur die unten links den Berg hochgeht, ist jetzt parallel in den Bahnhof durchgelegt, so daß Zugkreuzungen schon im Bahnhof passieren können. Es gibt eine zweiten Hosenträger um unabhängig von der Doppelspur die Nebenlinie die unten rechts über den Fluß geht bedienen zu können. Das mittlere Gleis dient Durchfahrungen oder zum Abstellen von Zugteilen. Das Gleis ganz rechts ist der Museumsperron mit der alten Drehschreibe um die Loks zu wenden und Bereitszustellen. Die Radreinigungsanlage habe ich etwas weiter von der Kante weg gerückt und in eine eigenes Gleis gepackt, damit ich nur im Reinigungsfall drüber fahren muß. Diese werde ich als Tankwagen Umfüllplatz "tarnen". Dann gibt es noch ein Gleis im Perron wie in Pontresina und einige Abstellgleise zum Zwischenparken der Güterwagen die zwischen den Linien und Zügen rangiert werden sollen. Ganz rechts ist der Trainsafe Anschluß, die Röhren werden an der vorderen Anlagenkante abgelegt.

    Vor dem Festschrauben der Platten habe ich noch die Styrodurteile damit als Schablone ausgeschnitten, so kann man auch schon ganz gut den Flußlauf erkennen. Das Bahnhofsgebäude ist nur ein Platzhalter, hier werde ich mir noch was schönes ausdenken.




    ein übles gefummel und geschiebe bis die Kreuzungslinien alle absolut gerade und parallel liegen, manche Füllgleise hab ich bestimmt 3x angepasst.




    Hier die andere Seite des Kreuzungsbahnhofs, eine Strecke läuft über eine flache Gitterbrücke direkt in den Kurztunnel und am rechten Flußufer entlang. Durch den Kurztunnel sieht man auf die lange Gerade des Bahnhofs.

    Die andere Strecke wurde aufgrund der neuen Zuglängen in die Steigung und Kurve hineinverlängert und zieht sich am linken Flußufer entlang bis zu einer Gitterkastenbrücke die hinter dem Felsvorsprung des Kurztunnels verschwindet.








    Der Schattenbahnhof ist jetzt auch komplett verlegt, es fehlt noch der Kopfschattenbahnhof mit 12 Gleisen, aber der kommt später...hier sieht man gut das linke Gleis zum Bereitstellen der nächsten Züge während rechts der einfahrende Zug einsortiert wird.








    Ich versuche mal ein Video einzustellen und zu verlinken...will ja schließlich zeigen das es auch fährt :thumbsup:


    Liebe Grüße und schöne Festtage euch allen


    Andreas