Albula und Zügenlinie (1963)

  • Hallo Thomas,


    super Umbaubericht.....und vor allem eine wunderbare Ausführung!

    Bei deinen Umbauten sind immer so schöne und vor allem detaillierte Recherchen dabei wo ich so viel über den Einfallsreichtum der RhB-Mitarbeiter bzw. Firmenleitung erfahre und ich immer wieder aufs Neue erstaunt bin:thumbsup::thumbsup:

    Auch dein Materialmix, vom Paketklebeetikett, Karton und Holz zeigt immer wieder, dass nicht alles mit komplizierten Lösungen versehen werden muss! Gratulation und Respekt,



    Gruaß, Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Hi Thomas,


    nur mal ne blöde Frage: nachdem ja das Messingschild für den Kran geliefert wurde, hat dich da nicht das Material überzeugt? Also wenn du schon an dem teuern MetalDingsda rumsägst, wäre es nicht angebracht die Erweiterung auch in Messing zu machen? Also die paar Streifen kann man ja gut mit einer Schere abschneiden von einer Platte oder ätzen (lassen)? Die Fenster auch. Dann kann das angelötet werden. Also, ich denke schon man würde das sehen.


    Also wenn schon Perfektionismus, dann richtig :)


    Gruß

    Jean-Michel

  • Also:


    Natriumpersulfat ist das Zeug, welches Metall aufzulösen vermag. Kostenpunkt: gering, erhältlich: conrad, reichelt (z.B. https://www.reichelt.de/aetzmi…p23423.html?&trstct=pos_0), ... keine Ahnung was es da an Händlern in der Schweiz gibt: Jetzt stellt sich die Frage wie man es anstellt, das das Metall nur an der Stelle aufgelöst wird, wo man das will. Da gibt es Photoempfindlichen Lack, den müsstest du Belichten und dann im Entwicklerbad die Sachen abtragen lassen die dann geätzt werden sollen.


    Als Idee für den Küchentisch: das Messing an den gewünschten Stellen anritzen oder abkleben und dazwischen einfach Emaille Farbe streichen. Dann in warmen Wasser mit dem Natriumpersulfat das Metall dazwischen auflösen. Vielleicht innen (also innerhalb des Fensters) noch Farbe aufbringen, dann löst sich nicht so viel Metall und die Lösung bleibt länger aggressiv. Etwas schwieriger aber besser wird es, wenn das von beiden Seiten des Bleches gleichzeitig passiert. Muss man sich halt was überlegen, um das deckungsgleich zu bekommen. Kein Hexenwerk das alles.


    Nachtrag: noch eine Idee: du benutzt den Karton, der beim Lasergeschnittenen Fenster übrigbleibt als Schablone um die Farbe auf zu tragen.


    Gruß

    Jean-Michel

  • Lieber Jaen-Michel,


    wenn Du schon Fotolack erwähnst, meine ersten Ätzversuche waren für den FO-Traktor 4921...

    Handwerklich den Fotolack gleichmäßig dick aufzutragen ist eine Kunst und bedarf seeehr viel Übung.

    Wenn schon, dann gleich fertig beschichtetes Messingblech verwenden, das war damals noch nicht zu haben.

    Das Entwickeln der belichteten Bleche und das Ätzen geht, aber die Preise der professionellen Ätzer

    sind inzwischen bezahlbar und man hat die "Sauerei" aus dem Haus.

  • Lieber Walter,


    die Tore für die Remise Landquart habe ich mit diesem Fotolack und den erwähnten Chemikalien hergestellt, die Sauerei hielt sich in Grenzen, bin noch verheiratet. Natürlich kann man alles machen lassen. Es gibt ja auch Firmen die einem eine ganze Modellbahn hin bauen, kann man ja machen. Warum wird denn immer torpediert, sobald Basics "verraten" werden? Jugendarbeit?


    Das fertig beschichtete Messingblech altert. Und ist ggf. genauso beschissen, weil man als Kleinverbraucher die Endstücke bekommt ...


    Gruß

    Jean-Michel

  • Hallo Jean-Michel

    Du hast recht mit dem Messing, ich habe nach dem Aufkleben der Papiere erfahren, dass bei Hassler sehr feine Messingstreifen bestellt werden können. Mit der Schere und dem Cutter versuchte ich vorher 0.2mm Messingblech in feine Streifen zu schneiden, aber die welten sich spiralförmig und waren kaum zu bändigen.

    Es kann gut sein, dass ich nun die Streifen noch ersetzte durch Messing. Das Spritzen der Lok durch Pirovino wird erst im Februar möglich sein zusammen mit einigen anderen grünen Selbstbau-Fahrzeugen.

    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo ! Bin ich der Einzige der beim Vergleich der beiden Bilder, Vorbild und Modell, das gefuehlt hat Bemo hat mit diesem Modell etwas "gepfuscht" ? Das Modell erscheint mir viel zu "eckig", das Vorbild schaut viel "runder" aus. Taeuscht das nur ?

    Papier oder Messing fuer die Streifen und Fensterrahmen ? Wenn man nach dem Lackieren keinen Unterschied mehr erkennen kann wuerde ich es so belassen. An einem Spur N Modell musste ich eine nachtraeglich angebrachte, sehr duenne Metall Platte imitieren. Styrene ist zu dick. Was nehmen ? Da kam mir deine idee mit den Papieretiketten in den Sinn. Habe aber ein Stueck Kapton Tape zurecht geschnitten, aufgeklebt, drueber lackiert, perfekt. Danke fuer die Inspiration. ;)

    jmf Du hast die Tueren selber wie beschrieben auf dem Kuechentisch hergestellt ? Hut ab. Very impressive ! :respekt:

    Gruss aus NZ
    steve :S

  • Lieber Walter,


    ..... Warum wird denn immer torpediert....

    Da wurde ich wohl falsch verstanden.


    Nur hab ich eben beim gleichmäßigen Beschichten von Blechen erhebliche Probleme gehabt. Ungleichmäßiges Beschichten ergibt ungleichmäßiges Belichtungsergebnis und damit auch ein schlecht geätzes Teil. Wenn schon viel Zeit in die Zeichnung gesteckt wird, soll doch auch das Ergebnis stimmen. Auch die Profi-Ätzer sind da nicht alle gleich....

  • Hallo Steve

    Ich habe mir nochmals alle Originalbilder angeschaut, die ich von dem 9914 habe, ich finde tatsächlich auch, dass das Original runder ist als das Modell. Aber da werde ich nichts verändern, dieser Aufwand ist mir zu gross und die Gehäusewand hat zuwenig Wandstärke, um die Rundung entsprechend zu vergrössern.

    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Steve

    Das Thema mit der Rundung an den Fronten des Xm 9914 hat mich schon nochmals beschäftigt. Also habe ich mal genau recherchiert.... und siehe da:

    Der Rundungsradius im Original ist 300mm, im Modell somit 3,4mm. Leider hat Bemo einen Radius von 1,9mm genommen. Klar ist das auf hohem Niveau gejammert, aber es ist genau das, was halt das Front-Bild der Lok schon verändert.... nun bin ich am überlegen wie weiter...:kaffee: und vielen Dank für Dein gutes Beobachten, Steve.

    Ich habe eine Lehre (schwarz) angefertigt mit einem Radius von 3,4mm und siehe da, der Unterschied ist optisch doch ziemlich.....

    37035831md.jpg


    Leider habe ich die ganze Lok schon fertig bestückt zum Spritzen. Für die Schleifarbeiten müsste alles nochmals weg... und ob dann dann die Lok nicht in vier Teile zerfällt ist auch noch unsicher, da die Lok in den Ecken zusammengeklebt ist, wie gut geklebt ist schwierig zu beurteilen. Fortsetzung folgt.

    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Thomas,


    die Rundung des Kastens scheint tatsächlich eher dem 9915 zu gleichen. Dies fiel mir beim Betrachten deiner Bilder aber auch nach dem Input von Steve nicht so negativ auf.


    Eventuell könnte man ja über die Fuge auf der Innenseite der Ecke einen Messingstreifen als Verstärkung anbringen, damit der Kasten beim Rundschleifen nicht zerfällt.


    Liebe Grüsse und gutes Gelingen,


    Alain

  • Hallo Thomas,


    der Wagenkasten ist doch aus Weißmetall, oder? Das kann man auch löten! Vorsicht - das schmilzt ähnlich schnell wie Lötzinn. Ich habe bei meiner Weinert-Dampflok das Gehäuse an ein paar Punkten „verschweißt“. Vielleicht wäre das auch eine Idee. Aber bitte, bitte sei vorsichtig!


    Grüße

    Marco

  • Hoi Thomas


    Deine Idee die ältere Variante daraus zu machen, finde ich toll. Wie du es machst spielt keine Rolle.

    Weissmetall abschleifen geht gut mit den Wegwerf-Nagelfeilen die auf Karton sind. Normale Feilen füllt es dir sehr schnell, so dass sie nicht mehr schleifen und die zu reinigen ist recht aufwendig. Gegen den Schluss dann immer mit feinerem Schleifpapier fertig schleifen.

    Jetzt zum Löten von Weissmetall. Regelbahre Station auf ca. 160-190 Grad einstellen. Es gibt spezielles Lot und Flussmittel dafür. Aber dann müsstest du innen mit Lot, Blei geht auch, die Ecken füllen und das Risiko auf dich nehmen ein Loch ins Gehäuse ein zu brennen, wie Marco erwähnt hat.

    Ich meinerseits würde mich damit nicht Fix und Foxi machen lassen und würde die Frontrundung belassen. Dieser Umbau wird zu kompliziert und das Dach müsste auch abgeändert werden.


    Griessli Tomi

  • Sali Thomas


    Eine Möglichkeit wäre auch ein passendes MS-Rohr zu zerschneiden und anstelle von Löten zu Kleben und Spachteln.

    Denn Materialstärke ist genügend vorhanden.

    Nachtrag: Ein grösseres Problem wird dann aber das Dach bereiten


    En herzliche Gruess

    Georg

  • Hallo zusammen

    Es ist geschafft, die erste von vier Rundungen ist nun korrigiert und das Gehäuse hält noch zusammen.... das Dach ist ebenfalls schon angepasst, aber das war sehr einfach. Am Dach hatte ich eh schon grosse Anpassungen wegen den Schiebetoren und der Trennlinie machen müssen.

    Mit meinem Schlüsselfeilensatz und feinen Hartmetallfräsen , schlussendlich dann mit 500er Schleifppier und Gummipolieren klappte alles ganz gut.


    Hier die Kontrolle mit meiner angefertigeten Metalllehre mit einem Radius von 3,4mm: Das Lokgehäuse passt !

    37042725cr.jpg



    Die erste Rundung des Xm 9914 mit angepasstem Dach. Hier auch sichtbar, die aus Papier gefalteten und angeleimten Dachrinnen, sowie weiter hinten sichtbar die Führungsschiene aus Messing für das Schiebetor oben:

    37042956wu.jpg


    Jetzt sollte es mit der Fertigstellung klappen. Ich habe mich nicht zuletzt desshalb entschieden, die Rundungen zu machen, weil ich schon einiges an Zeit in das Modell investiert hatte und mit dem Wissen, trotzdem Aufwand kein originalgetreues Modell zu haben, wäre die ganze vorangegangene Arbeit für mich irgendwie doch schade gewesen....


    liebe Gruess

    Thomas