Rollmaterialbau RhB um 1913

  • Hallo zämme


    Danke für die Kommentare und Komplimente.

    @ Benjamin: Jetzt wo du das erwähnst, kann ich noch was über die Lackierung sagen. Nun ich lackiere schon über 20 Jahre Modelle und muss immer wieder auch was ausprobieren. Das schlimme ist, ich mache manchmal auch wieder Fehler, die ich eigentlich wissen müsste. Neu verwendete ich das erste Mal Vallejo Farben für Messingwagen. Doch grundiert habe ich die Modelle mit Humbrol 1 verdünnt mit mit Nitro. (Humbrol 1 ist eine Grundierung) . Darauf hielt die Vallejofarbe sehr gut. Der erst Auftrag mit Vallejo war die grüne Grundierung Surfase Primer und dann wurde mit hellerem und dunkleren grünen Farben experimentiert. Seit ich die Messingwagen auch noch zuvor Sandstrahlte, hält die Grundierung viel besser. Aber Sandstrahlen mit geringem Druck, sonst verbiegt sich das Blech.


    Raststaetter03.jpg


    Beim A 23 von Bemo entfernte ich die alte Beschriftung mit DLE 90 Druck und Lackentferner von Lux Modellbau. Danach wird aber die Oberfläche glänzend. Es kann beim abreiben der Schrift vorkommen, dass auch noch der Lack des Wagens dabei entfernt wird. Nach der gründlichen Reinigung lackierte ich die Wagen mit Vallejo Farben neu. Als erster Auftrag nahm ich den dunkelgrünen Surfase Primer. Tags darauf wurde mit den anderen grünen Farben gearbeitet.

    So konnte ich mich langsam an dies Farben anpassen.

    @ Alain- Diesmal arbeitete ich mit Dunkel, Hell und Moosgrün, wie oben auf dem Bild mit dem frisch lackierten Bemowagen zu sehen ist. Dann wurde am Schluss noch Vallejo Wash leicht darüber gespritzt. Diese Prozedur geht ja länger und mit Acrylfarben ist dies besser als mit Kunstharz. Mit Kunstharzfarben gibt es gerne einen Samteffekt.

    @ Peter- Ja ist fein gebrusht. Ich wollte es stärker haben, die Beleuchtung beim brushen zeigt mir die Verwitterung stärker an. Je nach Licht sieht man es kaum noch.


    a24holzsitze.jpg


    @ Andreas & Georg: Es ist nicht nur das Gewicht, sondern auch die Radlager. Gestern Nacht hatte ich die Inneneinrichtung gewogen, die ist 60 Gramm schwer. Die Sitze alleine haben 48 Gramm auf die Waage gebracht. 3 D Druck wäre sicher eine sehr gute Idee. Doch ich fand noch eine Polstersitzreihe aus Lindenholz, das ich vor Jahren als gefrästes Profil gekauft hatte. Die Sitze mussten nur in der richtigen Länge abgesägt und lackiert werden. Somit sparte ich 40 Gramm Gewicht. Nun mit diesen Polstersitzen( siehe Bild), kann er auch auf meiner Anlage fahren.


    Griessli Tomi

  • Hallo Tomi


    Wunderbar sind deine Wagen wieder geworden.

    Eine Frage zum Lackieren rsp. zum Abkleben habe ich. Wie bist du da vorgegangen und was hast du zum akleben verwendet? Ich baue im Moment grad eine Serie M7070 in IIm, die ich am Lackieren bin. Da musste ich auch einiges abkleben. Da war ich lange am ausprobieren, zum Ende habe ich die Kanten dann mit Markierband von Tamyia abgeklebt und den restlichen Wagen mit breitem Abdeckband. Aber zu 100% glücklich bin ich damit noch nicht. Die Haftung des Abdeckbandes war meist da zu schwach, wo es hätte halten müssen und da zu stark, wo es nicht hätte haften müssen =)


    Gruss

    Stefan

  • Hoi Stefan


    a24abdeckung.jpg


    So klebte ich den Wagenkasten ab. Ich nehme immer Tamyia Klebeband. Mit diesem bin ich sehr zu frieden. Wie es sich in 2m Grösse verhält, kann ich nicht sagen. Wenn ich z.B. das Dach lackiere. Nehme ich um den Wagen Papier und klebe das Band genau ans Dach und aufs Papier. So ist die Gefahr kleiner, dass einmal Farbe am Klebeband hält. Das habe ich aber ganz selten mit diesen Bändern erlebt .


    Griessli Tomi

  • Tomi mit wieviel bar spruehst Du die Vallejo Air ? Normalerweise verwende ich die "normalen" Vallejo farben und verduenne sie entsprechend um sie mit dem Luftpinsel aufzuspruehen. Die Vallejo Air ist mir irgendwie zu duennfluessig und alles was ich damit erreiche sind farblaeufe oder pigmentansammlungen entlang von Kanten.

    Dein Resultat sieht super aus deshalb meine Frage.

    Kann Tamiya Abdeckband auch empfehlen. Wenn ich eine scharfe Farbabtrennung erreichen will, klebe ich das Abdeckband zuerst auf ein stueck Glas (zBsp. Spiegel) und schneide die Abdeckband Kante mit einem Lineal und einem scharfen Messer nach befor ich es auf das Modell klebe.

  • Hallo Steve


    Randverläufe heisst du gibst zu viel Farbe durch deinen Luftpinsel. Um das ganze Modell zu lackieren nehme ich die 0.4 Düse. Für die Feinarbeiten dann die 0.2. Bei Vallejo Air kann man mehr Abstand zum Modell haben. Wie du es machst geht auch, denn es ist im Prinzip das gleiche, wenn du die Farbe selber verdünnst. Ich kann sogar noch die Air Farbe verdünnen und es geht auch. Wichtig ist noch: die Farbe muss schon durch die Düse fliessen bevor du aufs Modell kommst. Den Luftdruck stelle ich je nach Arbeit ein, wie ich es für gut empfinde. Zwischen 0.8-1.5 Baar. Lackieren ist so was Spezielles. Jeder macht es anders. Wichtig ist einfach ein einheitlicher Verlauf hin zu bekommen. Kunstharzfarben sind wieder anders zum Lackieren als Acrylfarben. So kannst du mit Acrylfarben gut nach jedem kurzem trocknen ein paar Mal darüber lackieren bis die Farbe deckt. Mir sagte einmal ein alter Luftpinselhase. Du musst probieren probieren…….Tipp: ich habe ein altes Gehäuse, das immer wieder zum testen herhalten muss.


    @Stefan beim abkleben muss man sich immer überlegen, was besser ist zum abkleben. Ist es vielleicht einfacher die schmale Kante am Schluss zu lackieren und das drumherum abdecken. Das Klebeband auf einem Glas zuschneiden ist für dein Massstab eine gute Idee. Ich nahm ein Blatt Papier.

    Lackieren mache ich ehrlich gesagt nicht so gerne, aber es gehört nun mal zum Modellbau.


    Griessli Tomi

  • Tomi , danke, werde den Vallejo Air nochmals ne chance geben und probieren probieren ;) Ja ich lackiere nur noch mit Acrylfarben, die stinken nicht und der Luftpinsel laesst sich einfach reinigen ohne sauerei. Hab viel mit PollyScale lackiert aber die gibt es ja leider nicht mehr und nun ist auch Testors daran gegangen ihr Acrylfarben sortiment zu schrumpfen und sich nur noch auf Lackfarben zu konzentrieren :( So bleiben noch Tamiya und Vallejo und die gewuenschten Farbtoene selber mischen...

  • Hallo Zusammen


    Vielen Dank für die interessanten Beiträge. An dieser Stelle die Frage, wie ihr die typischen RhB Farben mischt. Wie kommt e.g. das Grün, Braun, ursprüngliche Rot der ABe 4/4 501-504 zustande? In Om gibt es ja das Braun von Ferro Suisse und das von Model Rail. Bei Grün und Rot gibt es auch Unterschiede. Welchen Gelbton hat die Beschriftung?

    Wie geht ihr das an? Wie mischt Ihr?


    Gruss

    Christian

  • Hallo Christian,


    zu den unterschiedlichen Brauntönen gab es mal im Bahnforum.ch eine Story von Bernhard Studer, die Walter Völklein (Weichen Walter) auf seiner Seite wiedergegeben hat:


    https://www.voelklein-bodensee.de/kurios.htm


    Die Unterschiede in den Farbtönen liegen wohl darin, dass jeder Hersteller versucht, das Vorbild so genau als möglich zu treffen.

    Es ist ja so, dass Farben auf kleineren Flächen dunkler wirken als auf größeren Flächen, und da ist dann eine Aufhellung des Farbtons sicherlich nicht verkehrt.


    Das Thema geisterte vor Jahren/Jahrzehnten schon in der H0 Scene in Deutschland rum im Hinblick auf die Lackierung der grünen Personenwagen.

  • Vielen Dank für die Hinweise. Wie sind den die Erfahrungen mit den Farben? Müssen die zum Spritzen verdünnt werden?

    Wer hat schon Vallejo Farben gemischt? Hier ein Bild, das meine gewünschten Farbtöne aufweist.

    album-72157623712431627

    Grüntöne 1


    album-72157623712431627

    Grüntöne 2


    Habt Ihr schon mit "Filtern" gearbeitet, die einen Farbton abbleichen? Das machen die Plastikmodellbauer auch. Weiss aber nicht, wie das bei unseren Modellen umgesetzt werden könnte.

    album-72157623712431627

    Plattformwagen gebleicht

    Alle Bilder A. Gavillet. Verlinkung durch ihn erlaubt.


    Danke und en schöna Abed


    Christian

  • Hallo zämme


    @ Christian: Ich mische meine Farben selber. Aus meiner Epoche gibt es keine Farbbilder. Vallejo hat inzwischen viele grüne Farben. Auf das Grün der Fotos kann man sich auch nicht ganz verlassen. Je nach Film und Licht sieht es anders aus. Will du auch noch die Modelle leicht verwittern, kannst du eh mit verschiedenen grün arbeiten. Auch noch ein bisschen abgeschossene Farbe nachmachen. Wieso nicht?



    Hier lackierte ich den C 2060 neu mit hellerem grün dazwischen um die abgeschossene Farbe zu imitieren. Patinieren finde ich auch nicht einfach, aber vielleicht könnte man da einen eigenen Thread darüber machen. :)


    Griessli Tomi

  • Danke Tomi

    Du hast sicher recht. So nah wie möglich mischen und dann verwittern. Ich übe im Moment mit Bemo Wagen. Bevor ich mich an einen Personenwagen in 0m heranwage muss ich noch ein bisschen Selbstvertrauen aufbauen...

    Lieber Gruss

    Christian

  • pizlinard72

    Hallo Christian,

    ausser Modellbahn, bin ich ja auch in verschieden "Plastikmodellbau" Maßstäben unterwegs.

    Es ist wie du ja selbst schon geschrieben hast im Plastikmodellbau üblich die Farben abzumildern oder "einzublenden" dafür gibt es zwei Möglichkeiten zum einen mit punktuell Aufbringen von Ölfarben oder mit für den entsprechend dem Farbton fertigen Filtern.

    Ich verwende bei den fertigen Filtern die alten MIG Filter oder aus dem Künstlerbedarf für die Ölfarben Filter die etwas hochwertigeren Ölfarben von Schminke.

    Desweitern noch ein Tipp für die Tamiya Acrylfarben, ich verwende zum verdünnen den Tamiya Laquer Thinner den mit der gelben Verschlußkappe, der Laquer Thinner ergibt ein wesentlich besseren Oberflächen Verlauf als der X20 Thinner von Tamiya. Nach dem Lackieren sprühe ich nochmals den Tamiya Laquer Thinner pur über die ganze lackierte Fläche und die Lackoberfläche verliert dadurch vollständig falls noch vorhanden ihre rauhe Oberflächenstruktur. Diesen quasi Zusatztipp habe ich von einem professionellen englischen Modellbauer auf einem Workshop bekommen den ich besucht habe.

    Und wie so oft gilt üben, üben oder Versuch macht klug, ich habe wie du dafür immer ein Teststück und wenn es schief geht wird das Teil in einen entsprechenden Gefrierbeutel gesteckt und mit handelsüblichem Backofenspray wieder entlack und von vorne gestartet bis es mir gefällt oder gut umsetzen kann am orginal Modell.

    Hoffe die Tipps helfen weiter, ich fahre mit dieser Methode seit Jahren ganz gut.


    Gruß Manne

  • Hallo zusammen,


    hier mal ein Interessantes Video zum Thema Altern eines grünen Fahrzeugs. Ja, das ist vielleicht deutlich zu viel, aber ich finde die Arbeitsschritte dann doch sehr interessant und man kann sich eine Menge abschauen. Jeder muß selbst seinen Grade an Verschmutzung finden. Ich persönlich finde zu viel, dann auch wieder genauso kitschig, wie ein Modell aus der Verpackung. Aber schaut einfach mal selbst:


    Zum Video - klick...


    Grüße, Marco