Beiträge von pizlinard72

    Der Aufnahmepunkt ist vom ehemaligen Haus von Ernst Ludwig Kirchner (Maler) aus. Da liegt oberhalb der Kiesgrube Oberrauch.

    Aufnahmen sind alle zwischen Davos- Glaris und Frauenkirch gemacht. Das war die Jubiläumsparade aus der stilechte Zugskompositionen aus allen Epochen gezeigt wurden. Ist heute so nicht mehr möglich.

    Mir gefällt der Salonzug in der alten Farbgebung besonders gut.

    Guten Morgen

    Ich denke der zweite Triebwagen ist der, den wir schon auf den anderen Bildern gesehen haben. Er wird als zweiter Triebwagen überführt und dann via Bernina Linie so abgedreht, dass er mit den Steuerwagen BDt 1721-23 gekoppelt werden kann. Die anderen Bilder dieser Serie würden diese Version bestätigen.

    Beste Grüsse

    Christian

    Guten Morgen Zusammen


    Heute möchte ich diese Serie Bild des Tages abschliessen. Leider ist mein Plan gestern nicht ganz so aufgegangen wie gedacht.

    Diesen Zug habe ich im Laret um 30 Sekunden verpasst. Hier das Bild aus Davos Dorf.


    Fast jede halbe Stunde fährt ein Zug von Landquart nach Davos. Zwei Kompositionen umfassen 70 Plätze 1. Klasse und 258 Plätze 2. Klasse (geflügelt ab Landquart bis Klosters sogar das Doppelte).

    Das Bild aus Davos-Laret von gestern Nachmittag.



    Und zum Schluss nochmals das Bild von 1890.

    Es zeigt, welche Riesenschritte die RhB in diesen 132 Jahren gemacht hat. Von 4 Verbindungen täglich mit total 120 Plätzen und einer Fahrzeit von über 3 Stunden zum Halbstundentakt in knapp einer Stunde.

    Beeindruckend ist aber, dass genügend Rollmaterial erhalten ist, um den Zug von 1890 auch heute noch nachzustellen. Tradition und Moderne: Danke RhB und Club 1889!

    Vielen Dank für Eure Kommentare und Hinweise. Ich wünsche Euch eine gute Zeit und geniesst die Zeit beim Hobby oder Original.


    A liaba Gruaz


    Christian

    Guten Morgen Zusammen


    Wir sind in Filisur 1995, Mittags zur vollen Stunde. Auch heute noch ist der Ablauf derselbe. Der Regionalzug von Davos fährt als erster ein. Dann kreuzen sich die zwei Schnellzüge von und nach dem Engadin und schliesslich fährt der Regionalzug wieder zurück nach Davos. Die zwei Ge 4/4III, 643 Vals und 645 Tujetsch sind erst seit etwas mehr als einem Jahr in Betrieb. Die grossen Seitenwände sind noch rot, bald schon beginnt deren Nutzung als Werbefläche.

    Der Schnellzug aus dem Engadin ist mit verschiedenen Verstärkungswagen ergänzt. Zu dieser Zeit ist die Standard Schnellzugskomposition D, 2 B, 2 A. Gegenüber den 80iger Jahren also um ein A ergänzt. Erkennbar sind ein B aus der Serie B 2251-2260 von 19 und B der Serie 2321-2333 von , dann folgt ein A aus der Serie EW IV von 1993. Am Schluss, hinter dem D, ist ein Postwagen angehängt.

    Morgen schliessen wir die Serie mit einem Vergleichsfoto ab.


    En schöna Tag


    Christian

    Guten Morgen

    Zum Bild Disentis: Der Zug mit der 627 ist gerade erst eingefahren und wird nun abgekuppelt. Die Strecke von und nach Chur kommt von hinten links in den Bahnhof. Der Rangierer wird dann die Weiche von Hand stellen.

    Vielleicht wird in den nächsten Minuten noch ein Zug der FO erwartet, der auf Gleis 2 einfahren wird. Erst dann wird die Weiche vorne rechts umgelegt.

    Lieber Gruss

    Christian

    Guten Morgen Zusammen



    Es ist Sommer 1989 und wir befinden uns in Disentis am frühen Nachmittag. Die RhB ist unterdessen komplett rot. Die Bahnhofsanlage ist seit Jahrzehnten unverändert. Sogar die Hörnerschalter am Schaltposten auf der rechten Seite, die aus der Zeit der Elektrifizierung von 1922 stammen, sind noch in Gebrauch. Auf dem Perron sehen wir blaue Kisten. Das sind die Kühlboxen für die Minibar, die hier ausgeladen und in den Glacier-Express nach St.Moritz wieder eingeladen werden.

    Im Untergeschoss des Güterschuppens in Chur befand sich lange Zeit das Depot der SSG (Schweizerischen Speisewagen Gesellschaft). Vor dort aus wurden nicht nur die Minibar sondern auch die Speisewagen mit Nachschub versorgt. Für die RhB gab es speziell schmale Wägelchen, die die Schnellzüge von Chur nach Samedan, den Bernina- und Glacier-Express bedienten. Im Winter gab es nicht nur in den regulären Schnellzügen sondern auch in den Extrazügen Minibars. Der Steward musste gemäss Plan zweimal zwischen Chur und Samedan den ganzen Zug abgehen. Im Winter war das ein Ding der Unmöglichkeit. Die Reisenden wollten sich stärken und das Geschäft lief wie geschmiert. Manchmal wurde bis zur Mitte des Albulatunnels verkauft. Dann musste man pressieren, da nur noch wenig Zeit bis Samedan blieb, wo alles ausgeladen werden musste. Das Geschäftsmodell der Minibar wurde durch den Ausbau der Bahnhöfe und dem erweiterten Angebot an Essen und Trinken obsolet. Heute gibt es keine mehr.


    En schöna Tag


    Christian

    Lieber Willy

    Schwer vorstellbar, dass du nicht mehr dabei sein wirst. Vielen Dank für die tollen Erlebnisse, die wir auf den Dampf- und historischen Fahrten zusammen hatten. Danke für die Bilder, die über die Jahre den Alltag wie auch den Wandel der RhB dokumentiert haben.

    Von Herzen alles Gute!

    Christian

    Guten Morgen Zusammen


    Es ist Frühling 1984. Noch liegt viel Schnee auf den Bergen aber die Sonne geht ihm grosser Kraft an den Kragen. Wir befinden uns in Landquart wo ein junger Willy Hartmann (WHM58) auf ein Signal des Rangierdienstes wartet. Auf Gleis 8 steht eine Schnellzugskomposition mit D, 2 B und A für die Fahrt nach Davos. Die EWII sind nun fester Bestandteil der Personenwagenflotte. Hinter der Lok fährt ein D 4219-4226 und auf der rechten Seite des Bildes sieht man einen Erstklasswagen der Serie A 1263-1270. Dazwischen werden zwei B EWI mitgeführt. Alle Wagen haben unterdessen das moderne Signet erhalten. Zu dieser Zeit ist aber Entscheid auf rote Farbgebung umzustellen bereits gefallen und erste Wagen verlassen ab April die HW im neuen roten Gewand.

    Im Hintergrund sieht man das alte Hotel Landquart, das seit der Eröffnung der Linie nach Davos besteht. Es wird im gleichen Jahr abgebrochen. Das „neue“ Bahnhofsbuffet ist bereits in Betrieb (auch dieses gibt es seit dem letzten grossen Umbau des Bahnhofs nicht mehr).

    Die 411 trägt noch Dachwiderstände. Diese werden aber 1995 wieder entfernt. Heute steht sie im Deutschen Museum in München.



    En schöna Tag


    Christian


    P.S. Korrektur zum Bild mit der 355 vom 3.1.2023. Es handelt sich bei dem Zug um eine Extrafahrt und nicht um den Rhein-Rhone Express. Danke Gian.

    Guten Morgen Zusammen


    Heute (ca. 1979) sind wir in Campocologno an der Schweizer Grenze zu Italien. Ein Triebwagen der Serie ABe 4/4 II 41-46 (Motrice Quaranta) macht sich bereit einen Tankwagen der Serie Uah 8131-8140 Richtung Poschiavo zu führen. Diese Kesselwagen waren ursprünglich mit Schwingachsdrehgestellen ausgerüstet, die sich aber in der Folge nicht bewährten und zwischen 1982 und 1988 durch konventionelle JMR77 Drehgestellen ersetzt wurden.

    Den für die Fahrt benötigten Strom erhält der Triebwagen von den Kraftwerken Brusio (heute RE Power), die eine grosse Kraftwerkszentrale in Campocologno betreiben. Fast jeder Meter in Richtung Italienische Grenze wird genutzt, damit der Höhenunterschied zwischen der Wasserfassung und den Hochdruckturbinen noch grösser wird. Die Kraftwerke Brusio (KWB) wurden 1904 gegründet. Der Lago di Poschiavo dient als Speicher und die Zentrale in Campocologno leistete ursprünglich 30’000 kW. Der produzierte Strom wird zuerst meist exportiert, dann, ab 1908, liefert die KWB den Strom zur Elektrifizierung der privaten Bernina Bahn und später auch der Rhätischen Bahn. Der grösste Teil des Stroms geht nun Richtung Norden.

    Im Hintergrund erkennt man den D4057 und einen der beiden den Z2 11-12.



    En schöna Tag


    Christian

    Guten Morgen Zusammen


    Gegen Ende der 1970iger Jahre wurde für Eisenbahnfans eine spezielle Verbindung zwischen Brig und Chur angeboten. Es handelt sich um den Rhein-Rhone Express, der nur mit altem „historischem“ Rollmaterial durchgeführt wurde. Hier sehen wir den Zug in der Vorderrheinschlucht. Die Ge4/6 355 von 1914 hat den Zug in Disentis übernommen und führt diesen nach Chur. Zwei FO Wagen (AB der Serie 4121-22 und B 4221-29) reichen für heute.

    Anscheinend wird hier ein Fotohalt durchgeführt. Der Lokomotivführer schaut nach hinten, um die Handzeichen des Zugführers zu sehen. Einige Fotografen stehen wie immer in solchen Situationen im Bild.

    Nach Einstellung der Furka-Bergstrecke wurde diese Verbindung wieder eingestellt. Die 355 ist ursprünglich als historische Lok vorgesehen. Allerdings ereignet sich 1984 ein Transformatorschaden worauf die Lok im August 1984 abgebrochen wird. Die 353 wird somit der Nachwelt erhalten.

    En schöna Tag



    Christian

    Guten Abend


    Alle Bilder wurden Mitte 1980iger Jahre in Pontresina (1-3) und Celerina Staz (4-8) gemacht. Die Triebwagenüberfuhr eines Stammnetz ABe 4/4 der Serie 501-504 von St. Moritz nach Pontresina ist in der Tat interessant. Vielleicht musste der Triebwagen gedreht werden, damit er mit den neuen Steuerwagen (BDt 1721-1723 von 1982) gekoppelt werden kann. Die ABe hatten nur auf der Seite der ersten Klasse einen Faltenbalg. Die 503 und 504 wurden 1982 umgebaut, der 502 1983 und der 501 1984.

    Vielleicht hilft das zur Eingrenzung.

    Guten Morgen Zusammen


    Vielen Dank für die guten Wünsche. Es macht Spass, einige Aspekte aus der Geschichte der RhB zu teilen. Ich habe noch bis Ende Woche jeweils etwas Zeit, dann muss ich die Serie abschliessen. Hier das heutige Bild.

    Es hat in Davos frisch geschneit als die Ge 6/6II CURIA mit einem Schnellzug in der Endstation Davos-Platz auf Gleis 3 einfährt. Das Bild entstand gegen Ende der 1960iger Jahre. Man sieht, dass auch diese Loks (701 und 702) zuerst mit Düsengittern ausgerüstet wurden. Das Verschliessen der Stirnwandtüren kam erst später. Hinter der Lok befindet sich ein D der Serie 4204-4208 von 1948/49. Danach folgen in einer Schnellzugskomposition typischerweise zwei B, dann ein A und am Schluss die Verstärkungswagen. Neben dem Güterschuppen erkennt man die Hotelbusse, die auf die Gäste warten. Die Berge im Hintergrund sind das Schiahorn (links) und Salezerhorn (über dem vorderem Stromabnehmer), dazwischen geht es hoch zum Parsenn Skigebiet. Davos erlebt zu dieser Zeit eine zweite Blüte. Die Gäste kommen in Scharen in die Berge und bleiben auch längere Zeit. In der Hochsaison gehören zu dieser Zeit bekannte Musiker wie Ball, Barber & Bilk sowie Pepe Lienhard und sein Orchester zu regelmässigen Acts im Pöstli Club.

    En schöna Tag


    Christian

    Guten Morgen und alles Gute im neuen Jahr!


    Heute gehen wir zurück auf den Berninapass. Das Bild stammt aus der Don Ross Collection:


    https://donsdepot.donrossgroup.net/dr2833.htm


    Don war ein Pastor, der Bilder von Eisenbahnen aus der ganzen Welt gesammelt und diese via seiner Homepage mit Eisenbahnfans auf der ganzen Welt teilen wollte. Leider ist er letztes Jahr verstorben.


    Wir sehen im Herbst 1952 den Triebwagen BCe 4/4 36 noch in grün / creme und mit einem Lyrabügel an der Fahrleitung. Am Haken hat er einen gemischten Zug mit einem zweiachsigen BC oder C , vielleicht die Nummer C2086, sonst ein BC der Serien 1411-1412, 1414-1416 oder 1418-1419. Dann folgt ein Gepäckwagen und zwei gedeckte Güterwagen, um die Maximallast auszunützen. Ein anderer Triebwagen der 30iger Serie hat Ospizio Richtung Pontresina verlassen. Auch er nutzt noch einen Lyrabügel.


    Nachdem die RhB die drei Gleichstromlinien in Graubünden übernommen hatte, begann eine erste Modernisierung des Fahrzeugparks. Der BCe 4/4 14 wurde im November 1950 umgebaut und erhielt neue elektrische Ausrüstung. Er blieb bis Ende 1997 in Betrieb und wurde dann zum Xe 4/4 9924 hergerichtet. Abgebrochen wurde er im September 2012.


    Seit der Erweiterung der Bahnanlagen für die Dampfschneeschleuder 1910 ff. und der Vergrösserung des Bahnhofgebäudes ist nicht viel passiert. Die warme Herbstsonne beleuchtet die ganze Anlage. Bald kommt der Winter und das Bahnpersonal kämpft mit der Natur um die Strecke offen zu halten.



    Ich wünsche Euch im 2023 viel Glück, gute Gesundheit und viele schöne Stunden mit unserem Hobby.


    Viele Grüsse


    Christian

    Guten Morgen Zusammen


    An diesem letzten Tag des Jahres geht’s wieder nach Klosters. Diesmal allerdings zum neuen Bahnhof. Das Bild stammt von 1949 und zeigt einen typischen gemischten Zug auf der Davoser-Linie. Krokodillok, zwei vierachsige Personenwagen, je ein zweiachsiger Gepäck- und Postwagen gefolgt von zahlreichen Güterwagen. Die Kirchenuhr zeigt halb zwölf Uhr an. Das ist also der Regionalzug, der bis in die 1990iger Jahre um 11 Uhr in Davos abfuhr.

    Bemerkenswert sind die grossen Holzmengen, die auf diversen Lagerplätzen für den Verlad bereit stehen. Auf der linken Seite sieht man sehr gut die alte Bahnbrücke über die Landquart. Die Bauchträger wurden erst mit der Ablieferung der schweren G4/5 Dampfloks angebracht.

    Noch gibt es die Gotschnabahn nicht. Die Talstation kommt direkt neben das kleine Haus südlich des Bahnhofs zu liegen. Dieses Haus steht heute übrigens noch. Die Bunkerähnliche Baute unterhalb des Hauses ist Teil der Wasserfassung für die Druckleitung der Bündner Kraftwerke. Das Wasser wird hier in einem Stollen in das Becken «Pläviggin» geleitet, von wo aus es ins Kraftwerk Küblis hinunterstürzt und mehrere Turbinen antreibt. Dieser Strom wird auch für die RhB verwendet.

    Klosters hatte bis Anfangs der 1980iger Jahre übrigens eine Drehscheibe für die Dampfschneeschleudern. Diese wurden hier für die Räumung des Wolfgangpasses abgedreht.


    Bild Compeer


    Ich wünsche Euch allen einen guten Jahresabschluss und einen guten Rutsch ins neue Jahr


    Christian

    Ergänzungen zu den bisherigen Bildern:

    Ich habe von einigen Personen Rückmeldungen und Fragen zu den Bildern erhalten.

    Bild des Tages Abstellanlage Chur zur Dampfzeit:

    1. Die RhB Lok ist keine Mogullok sondern eine Malletlok.

    "Aufgrund der vierachsigen Personenwagen und der Malletlokomotive im Vordergrund kann der Aufnahmezeitpunkt sehr genau festgelegt werden, nämlich Mitte 1911. Bei der Malletlokomotive kann es sich nur um die 21 handeln, da die 22 bereits im Jahre 1910 umgebaut wurde. Die ehemaligen Maffai-Maschinen waren die einzigen mit ovalen Stirnfenstern." Gian Brüngger

    2. Wie ist das mit dem Warentausch ab Mitte 19. Jahrhundert bis 1914 zu verstehen?

    Diese Periode war im Bereich internationale Beziehungen sehr offen. Es gab wenig Zölle und England war zu dieser Zeit die dominante internationale Macht. Ihr Interesse war vor allem den Handel zu öffnen. Die Offenheit zeigt sich auch, wo das Rollmaterial der RhB zu dieser Zeit gebaut wurde (Belgien, Frankreich, Deutschland, Schweiz). Ohne offene Grenzen wäre das so nicht möglich gewesen.

    3. Ich meine ab 1914 hat der Warentausch auch noch stattgefunden, halt eher mit Kriegsmaterial

    Die Schweiz hat im ersten Weltkrieg genau das gleiche erlebt, was Deutschland heute mit Gas und Erdöl aus Russland erlebt. Die Schweiz hatte keine eigenen Rohstoffe (Kohle) und musste seine Energie zu einem hohen Preis einkaufen. Das hat zum energischen Umbau zu Strom geführt. Gerade die RhB musste ja eine gewisse Zeit sogar mit Holz feuern, da keine Kohle verfügbar war. Zum Glück hatte man schon erste Erfahrungen mit der Unterengadiner Linie. Das hat die Direktion dazu bewogen, das ganze Netz auf elektrische Traktion umzubauen. Wasser gab es genug.

    4. Sicher ist, dass der private Personenverkehr eingebrochen ist.

    Das ist richtig. Im ersten Weltkrieg wurde der Betrieb dem Militär unterstellt. Es gab einen Kriegsfahrplan mit nur wenigen Verbindungen. Der Personenverkehr ist praktisch komplett zusammen gebrochen. Es gab vor allem Güterzüge zur Versorgung der Bevölkerung und des Grenzschutzes.


    Bild mit der 604

    Das Bild wurde in Chur auf Gleis 6 gemacht.

    Hallo Ralf,

    Die Namen wurden 1953/54 angebracht. Die 2. Serie, 605-610, hatte die Namen schon im Ablieferungszustand (1953). Die 601-604 sind später dazu gekommen.

    Christian

    Hallo Manuel.

    Ja die Aufnahmen sind aus meinem Archiv. Ich hatte das Glück, eine ganze Sammlung übernehmen zu können. Dann sind über die Jahre weitere Dinge dazugekommen.

    Christian

    Guten Morgen


    Jeder kennt sie, die BoBoI. Hier sehen wir die No 604, später CALANDA getauft, auf einem Werksbild der Firma Brown Boveri (BBC) in Chur auf Gleis 6. Datum wahrscheinlich Ende August 1947 da die Inbetriebnahme offiziell am 23.8.1947 stattgefunden hat. Über die Zeit wurden einige, äusserlich sichtbare, Anpassungen gemacht:

    1. Versetzen der Sandbehälter vom Drehgestell in den Lokkasten. Das wurde relative rasch umgesetzt. Im Regen, Schnee und Eis kann der Sand nicht trocken gehalten werden. Die Folgeserie 605-610, die sechs Jahre später abgeliefert wurde, hatten die Sandbehälter bereits im Kasten
    2. Düsengitter: Die Kombination aus Fenster und Lüftungsgitter bewährte sich nicht. Ab 1962 werden Düsengitter eingebaut. Diese bewähren sich und führen zu einem besser durchlüfteten und saubereren Lokinnenraum.
    3. Verschluss Stirnwandtüren: Ab 1965 werden die Stirnwandtüren verschlossen und die Übergänge abgebaut. Das wird nicht immer in Kombination mit dem Einbau von Düsengittern gemacht. So haben einige Loks schon Düsengitter aber immer noch die alten Stirnwandtüren
    4. Ausbau Vielfachsteuerung bei der Serie 601-604 ab 1979. Die ältere Vielfachsteuerung wird nicht genutzt und so werden diese ausgebaut. Dafür erhalten die Lok zwei kleine rote Lichter über den Scheinwerfern. Ausnahme: die 602 behält die Vielfachsteuersteckdose bis zum grossen Umbau
    5. Grosser Umbau: neue Führerstände, Verkabelung und Vielfachsteuerung (1986-1992)
    6. Ab 1998 Wechsel der Stromabnehmer (Einholm- anstelle Scherenstromabnehmer)

    Die Calanda wurde 2011 abgebrochen. Sic transit gloria mundi.



    En schöna Tag


    Christian

    Guten Morgen


    Wir sind in Chur auf Bahnhofplatz nach 1928. Das Auto darf nun endlich auch auf Graubünden’s Strassen verkehren. Am 17. August 1900 verbot die Kantonsregierung das Fahren mit Automobilen auf sämtlichen Strassen im Kantons. Erst 25 Jahre später wird das Verbot in einer Volksabstimmung wieder aufgehoben. Das elegante Auto auf der linken Seite scheint ein Mercedes Benz 460 von 1928 zu sein.

    Ein Triebwagen der Serie BCFe 4/4 1-4 wartet mit seinem kurzen Zug auf die Abfahrtszeit. Die Chur Arosa Bahn ist in einigen Bereichen anders als die Bündnerbahnen. Das Stromsystem ist 2400 Volt Gleichstrom und die Fahrzeuge werden weiss / hellblau gespritzt. Zudem erwirtschaftet die Bahn in den ersten Jahren einen Gewinn. Mit der Ankunft des Autos wie auch der Weltwirtschaftskrise wird die Situation aber immer bedenklicher. 1942 kommt sie zur RhB.

    Noch ist auf dem Bahnhofsplatz nicht viel los. Mit zunehmendem Individualverkehr ändert sich die Situation aber massiv. Ende der 90iger Jahre kommt es regelmässig zu Verkehrsproblemen, Staus und zu kleineren Unfällen. Seit dem Umbau 2007 ist die Situation entschärft und für die betrieblichen Abläufe optimiert.

    Das Aufnahmegebäude stammt aus der Zeit der Eröffnung der Linie von St.Gallen im Jahr 1858. Bis 1875 gab es jedoch keine direkte Verbindung von und nach Zürich.

    Links vorne gab es seit der Betriebseröffnung der Chur Arosa Bahn 1914 während einiger Jahre ein Abstellgleis. Zu diesem Zeitpunkt ist es aber schon abgebaut und die Abstellanlagen befinden sich nun neben dem Güterschuppen, der im Hintergrund sichtbar ist.


    En schöna Tag

    Christian