Kupplung

  • Hallo Jean-Michel,


    deine verlinkten Videos zeigen ganz klar, was ich vorher schon gepostet habe:


    Der Drehpunkte des Balanciers ist fest am Fahrzeugrahmen verankert.

    Das Balanzier kann sich auf dem Drehpunkt bewegen, aber eben nur um die Drehachse, nicht

    in Richtung der Längsachse des Fahrzeugs.

    Bei der Drehbewegung des Balanciers bewegen sich natürlich die Haken/Ösen der Kupplung

    in der Pufferbohle des Wagens nach außen/innen.


    Der Puffer ist fest am Rahmen montiert und in sich gefedert.

  • Hallo zusammen,


    was Walter schrieb ist verständlich, wenn man nur die Videos sieht. Man könnte jetzt sagen, beides ist richtig, oder ....?


    Tatsächlich ist es so, dass der Puffer einen positiven Federweg (Druck) von max 60 - 70 mm hat. In der Praxis (laut RhB) federt der Puffer etwa 30 bis 40 mm ein (Druckrichtung). Der Puffer hat ausserdem 30 mm Negativ-Federweg; das ist die Zugstufe.


    Die Druckstange des Balanciers steckt innen im Puffer leichtgängig und gefettet. Werden die Kuppelketten angezogen ("nur leicht", damit sich die Puffer ohne Klemmen bewegen können), wird dadurch die Druckstange bis Anschlag in den Puffer hineingezogen. Zieht die Lok an, wird also der Negativfederweg der Pufferfeder in Anspruch genommen.


    Warum erscheint denn dann das Zuggeschirr unbeteiligt ruhig beim Ankuppeln, wie in dem Film von Walter? Ich vermute, dass beim Abkuppelvorgang die Zugbremse angezogen ist und der Tfz Führer etwas andrückt und dann die Lokbremse anzieht. Dadurch werden Puffer und Balancier etwas zurückgedrückt. Zuggeschirr und Kabel sowie Schläuche werden getrennt. Der Tfz-Führer löst die Lokbremse, und der Puffer federt aus. Der Balancier bleibt dann in der "Ruheposition", bis er wieder gebraucht wird.


    Dies unterscheidet sich also grundsätzlich von der Kupplungsbauart, wie sie bei der HSB (Harzbahn) oder anderen Schmalspurbahnen verwendet wird. Da ist der Balancier im Abstand zum Puffer starr gelagert.


    Wünsche Euch ein schönes Wochenende

  • Guten Abend,


    nichts für ungut, aber ;)


    Tatsächlich ist es so, dass der Puffer einen positiven Federweg (Druck) von max 60 - 70 mm hat. In der Praxis (laut RhB) federt der Puffer etwa 30 bis 40 mm ein (Druckrichtung). Der Puffer hat ausserdem 30 mm Negativ-Federweg; das ist die Zugstufe.


    Die Druckstange des Balanciers steckt innen im Puffer leichtgängig und gefettet. Werden die Kuppelketten angezogen ("nur leicht", damit sich die Puffer ohne Klemmen bewegen können), wird dadurch die Druckstange bis Anschlag in den Puffer hineingezogen. Zieht die Lok an, wird also der Negativfederweg der Pufferfeder in Anspruch genommen.


    Punkt.


    Dies unterscheidet sich also grundsätzlich von der Kupplungsbauart, wie sie bei der HSB (Harzbahn) oder anderen Schmalspurbahnen verwendet wird. Da ist der Balancier im Abstand zum Puffer starr gelagert.


    Warum? Nein, warum sollte er?


    Ich bin da jetzt etwas stoisch. Wenn der Puffer zum Balancier starr gelagert wäre (das dem nicht so ist, haben wir ja jetzt herausgearbeitet) würde es zu üblen Entgleisungen kommen, siehe meine Zeichnung oben.


    Bild, Feldbahn (!), schon oben eingefügt:


    https://www.themt.de/grossbild/20070506-0684


    hier sieht man deutlich: der Puffer ist gefedert, der Balancier (ungefedert) mit dem Rahmen verbunden. Wenn das schon bei einer Feldbahn so ist, warum sollte es bei der HSB nicht so sein? Da würde ich nicht einsteigen, in die Wagen. Geht ja ein wenig kurvig zum Brocken rauf ...


    Warum bestehst du darauf, der Puffer und der Balancier hätten "irgendwie" eine "starre, lineare, kraftschlüssige ..." Verbindung?


    Gruß

    Jean-Michel

  • Hallo Jean-Michel,


    Ich habe folgende alte Zeichnung gefunden von der RhB Mallet G2/3+2/2 (aus die Dampflokomotiven der RhB):


    Dort sieht man dass bei der hinteren Kupplung der Balancier ebenfalls mit einer Federung am Rahmen befestigt ist:


    49637574.0f5b48e2.500.jpg   49637572.f9ef7523.500.jpgz.gif


    Viele Grüße,

    Ralf

  • Nabend dann gebe ich auch noch meinen Senf dazu.


    Anbei ein Link aus berufenem Munde Grundlagen der Zug und Stosseinrichtungen.



    Gruß Manne

  • Nabend in die Runde,


    anbei Teil 2 zu : Zug und Stoßeinrichtungen




    Diese Grundlagen gelten zum Teil auch für die Mittelpufferkupplungen die bei der RhB eingesetzt

    werden. Für den Balancier gilt das was im 1. Teil über den Kupplungshaken gesagt wurde.


    Jean-Michel ich hätte dir gerne Bilder gezeigt leider habe ich bei unserem Besuch im Sept.

    keine gemacht, weil mich das Thema als ehemaliger Lokführer dort auch interessiert hat aber als ich es

    Vorort gesehen habe war es mir technisch klar wie funktioniert.



    Gruß Manne

  • Danke für die Links!


    Entsprechende Fotos an RhB-Fahrzeugen wirds sicher nach dem nächsten TdoT in Landquart geben....

    (Wäre eigentlich bald wieder mal fällig, oder??)

  • Danke für die Links!


    Entsprechende Fotos an RhB-Fahrzeugen wirds sicher nach dem nächsten TdoT in Landquart geben....

    (Wäre eigentlich bald wieder mal fällig, oder??)

    Hallo Walter,


    finden nicht dieses Jahr die UNESCO-Feierlichkeiten in Landquart statt? Da darf man bestimmt so manches besichtigen.

  • Hallo Jean-Michel,


    leider hatte ich bis heute abend viel zu tun (Waschmaschine kaputt). Habe vorhin erst verstanden, wo meine Formulierung unklar war:


    Dies unterscheidet sich also grundsätzlich von der Kupplungsbauart, wie sie bei der HSB (Harzbahn) oder anderen Schmalspurbahnen verwendet wird. Da ist der Balancier im Abstand zum Puffer starr gelagert.

    im letzen Satz hätte ich klarer schreiben können: Der Schwenkpunkt des Balanciers ist im Abstand zum Pufferteller starr.


    Natürlich ist ein Balancier schwenkbar. Sonst könnte man ihn gleich weglassen.


    (Dein Bild mit blauen Strichen wird auf meinem PC nicht angezeigt.)


    Wünsche Dir eine gute Woche

  • Hallo Frank-Martin,


    das mit der Waschmaschine tut mir leid. Hatte auch die Tage ein Problem mit der Spülmaschine.

    Der Schwenkpunkt des Balanciers ist im Abstand zum Pufferteller starr.

    Nein. Und das dem nicht so ist, schreibst du ja selber oben ...


    (Dein Bild mit blauen Strichen wird auf meinem PC nicht angezeigt.)

    Immer noch nicht? Dann stelle ich es noch mal hier ein:



    will ja nur, das das mal geklärt wird. In 3 Jahren Ließt das hier jemand und denkt: hey, das ist so, steht ja im Internet ...


    Gruß

    Jean-Michel

  • Hallo Jean-Michel,


    der von Dir zitierte Satz, den ich geschrieben hatte, beschreibt die starre Abstands- Situation bei HSB und ähnlichen Bahnen. So hatte ich das gemeint ... Dein "Nein" ist hier richtig.


    Habe gerade wenig Zeit wegen viel Arbeit. Melde mich am Wochenende wieder.

  • Moin,


    In Deinem unteren Bild müsste die blaue Linie gerade, nicht abgeknickt sein.


    aha, jetzt ist auch noch der Puffer drehbar befestigt ...


    Wird mir langsam etwas zu wild, das Thema, lassen wir es.


    Gruß

    Jean-Michel

  • Hi


    ich hab dieses Thema schon vor ein paar Wochen gesehen, hab allerdings nicht alles durchgelesen.


    Beim verarbeiten meiner Fotos hab ich gedacht "oh, das Foto wäre interessant"



    Bei den beiden Appenzeller Triebwagen wurde auf der RhB Misoxerbahn ein besonderer Puffer montiert mit eingebautem Balancier


    http://www.polier.ch/Fotoarchi…rM/2001/07/000S/07.20.htm


    speziell dieses Foto: http://www.polier.ch/Fotoarchi…0-BM/20010720.0048-42.jpg


    http://www.polier.ch/Fotoarchi…2002/03/000S/03.02-01.htm Fotos am ende Seite

    http://www.polier.ch/Fotoarchi…rM/2003/08/000S/08.03.htm

    http://www.polier.ch/Fotoarchi…2007/06/000S/06.30-01.htm ca mitte Seite


    Bei den Rollschemel kann man das Prinzip auch gut erkennen


    http://www.polier.ch/Fotoarchi…2001/02/000S/02.18-01.htm

    http://www.polier.ch/Fotoarchi…2002/03/000S/03.02-03.htm



    Vorgestern war ich in Ponte Brolla, da hab ich den Aufgebockten XS 2202 fotografiert, auf ein paar Fotos sieht man auch den Balancier


    http://www.polier.ch/Fotoarchi…2020/02/000S/02.18-01.htm ( ca mitte Seite)


    Bei meinen alten Sm 1: 60 Modellen hatte ich mit so eine änliche Kupplung gebaut wie bei den Fama Om Wagen. Ein Puffer mit seitlichen Verlängerungen die zum Wagen hin gebogen waren und unter dem Puffer ein Hacken aus Draht der in den Puffer vom anderen Fahrzeug von unten einhackte.


    Bei grossen Radien funktionierte es, da die Puffer fix am Wagen montiert waren gab es ein problem bei kurzen mit langen Wagen bei engen Radien.


    Ein paar dieser Wagen hab ich noch, allerdings wurden die Hacken abgebaut. Werde sie bei gelegenheit mal fotografieren.


    ciao Maurizio

  • Hallo Maurizio,


    vielen Dank für die vielen Bilder. Dürfte man denn Deine einzelnen Bilder mit Kupplungen, insbesondere die super-nachträglich-angebaute Zug- und Stossvorrichtung am TW, irgendwie auf einer Seite zusammenfassen? (wenn Du es erlauben würdest?)


    Ich habe schon oft Deine mit viel Fleiss erstellten Seiten besucht. Super, dass Du das alles dokumentiert hast.


    Vielen Dank dafür

  • Dürfte man denn Deine einzelnen Bilder mit Kupplungen, insbesondere die super-nachträglich-angebaute Zug- und Stossvorrichtung am TW, irgendwie auf einer Seite zusammenfassen?

    Ja dürfte man :-)


    Ich hab da auch so eine Idee, die verschiedenen Kupplungen vorzustellen, nur, das kann noch lange dauern … Zudem bin ich da kein spezialist. Also, mach ruhig.


    ciao Maurizio