Bahnwärterbude Sils im Domleschg

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    • Bahnwärterbude Sils im Domleschg

      Hallo zusammen
      Ihr erinnert euch wahrscheinlich noch an den Abbau der Station Punt Muragl... im September letzten Jahres... ;)
      Nun, - zeitlgleich lief noch anderes Projekt bei der RhB von mir:

      Die Bahnwärterbude von Sils im Domleschg. Waren früher diese Wärterbuden fast an jedem Bahnhof und auch offener Strecke zahlreich anzutreffen, heute ist der Bestand der kleinen 3x2m messenden Buden mit Pultdach auf eine handvoll Wärterbuden zusammengeschrumpft.

      Aktuell stehen noch ganze fünf Buden auf dem RhB Netz, eine davon die Doppelwärterbude bei Rugnux. Die einfachen Wärterbuden stehen in Filisur, an der Linie Samedan-St.Moritz, an der Zügenlinie zwischen Filisur/Wiesen und eben die Wärterbude in Sils in Domleschg....

      Diese Wärterbude in einem sehr schlechten Zustand steht kurz vor dem Zerfall, die Ziegel sind teils eingebrochen:





      So bin ich mit meiner Bitte an die RhB getreten, dies Bude retten zu dürfen: In meiner Anfrage teilte ich mein Interesse mit, die Wärterbude in das RhB Museum aufzunehmen. Dorthin wo auch Punt Muragl aufgebaut wird und die Albula und Zügenlinie ihr Dasein bekommt.

      Ich würde freundlich auf Januar 2017 verwiesen, damit in dieser Zeit mein Anliegen abgeklärt werden könne.

      Nun habe ich Antwort erhalten, Original Mail:

      Am 03.02.2017 um 16:29 schrieb Farrer Seraina:
      Allegra, sehr geehrter Herr FreiZwischenzeitlich konnten wir Ihre Anfrage vom August 2016 prüfen. Wir bedauern, Ihnen jedoch mitteilen zu müssen, dass wir Ihnen die Bahnwärterbude am Bahnhof Sils i.D. nicht verkaufen können. Aufgrund der Tatsache, dass sich das Haus in der Unesco-Kernzone befindet, unterliegt es sehr strengen Auflagen. Die Bahnwärterbude vervollständigt das Gesamtbild des Bahnhofareals. Zuzüglich haben wir von der Denkmalpflege den Auftrag erhalten, die Bahnwärterbude im Zuge des Doppelspurausbaus am Bahnhof ebenfalls zu erneuern. Wir wünschen Ihnen trotz allem viel Erfolg beim weiteren Aufbau Ihres RhB-Spielmuseums und bedanken uns für Ihr Interesse. Freundliche GrüsseSeraina Farrer

      Allegra, Guten Tag Frau Farrer
      Danke für Ihre Abklärung und Antwort. Sehr schön, dass die Bahnwärterbude erhalten bleibt. Am Originalschauplatz zu erhalten, finde ich die beste Lösung. Ich freue mich auf die Instandstellung und werde mit Interesse die Entwicklung mitgeniessen.
      Falls an der Situation etwas ändern sollte und das Haus nicht mehr zu gebrauchen/retten ist, können Sie mich gerne kontaktieren. Mein Interesse gilt dem Erhalt, egal durch wen.
      Danke für Ihre Erfolgswünsche für das RhB Spielmuseum. Ich freue mich sehr darauf.
      Herzliche Grüsse und Danke für Ihre Arbeit - für dieses Projekt - wie auch für alles sonst bei der RhB.
      Thomas Frei





      Es bleibt also bei Punt Muragl fürs Museum und dafür kann in Zukunft eine renovierte Wärterbude in Sils bewundert werden. Falls sich aber etwas ändern sollte und die Bude doch freigegeben würde, werde ich ein WÄBAT Wärter-bude-Abbau-Team zusammenstellen müssen.... ^^


      liebe Gruess
      Thomas

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von stivaraetica ()

    • Hallo Thomas,

      ich finde es interessant, dass die Begründung zum Erhalt die Unesco Kernzone ist. Das sehe ich übrigens auch so - Aber: Warum soll die Wärterbude unbedingt am Ort erhalten werden und das kleine Stationsgebäude Punt Muragl konnte abgerissen werden? Warum macht man solche Unterschiede?

      Es ist jedenfalls schön zu hören, dass es Menschen gibt, denen der Zerfall offensichtlich auch ein Dorn im Auge ist. Das dein Herz daran hängt, freut mich jedenfalls auch. Denkmalschutz fängt zuerst im Kopf an ... aber das muss ich dir ja nicht zu erklären.
      Freundliche Grüße aus "Arosa"
      Daniel
    • Diese Häuschen sind explizit erwähnt im Unesco-Kandiadturdossier:
      Zur Gattung der Kleinstarchitektur gehörenauch die Wärterbuden, die an verschiedenen Orten aufgestellt wurden. Es sind dies Bretterkon-struktionen mit Pultdach über einer Grund ächevon 2,5 x 3,2 m. Als Ausstattung dieser temporären Unterkünfte waren ein Ofen, ein Tisch, einBett und ein Schrank vorgesehen. In der Gesamterscheinung gut erhaltene Beispiele findet man heute noch auf den Bahnhöfen von Sils i.D., Tiefencastel, Filisur, Bergün/Bravuogn und Samedansowie zwischen Celerina und St. Moritz. Eine doppelte Wärterbude steht zwischen Muot und Preda.
      Publikumsanlagen sind generell weniger strengen Auflagen unterlegen, sonst würde die RhB bald zum Freilichtmuseum und nicht eine moderne Eisenbahn des 21. Jahrhunderts (auch wenn das einige sich vielleicht so wünschten :D ).
      Grüsse, Roman

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