Beiträge von jmf

    Lieber Walter,


    die Tore für die Remise Landquart habe ich mit diesem Fotolack und den erwähnten Chemikalien hergestellt, die Sauerei hielt sich in Grenzen, bin noch verheiratet. Natürlich kann man alles machen lassen. Es gibt ja auch Firmen die einem eine ganze Modellbahn hin bauen, kann man ja machen. Warum wird denn immer torpediert, sobald Basics "verraten" werden? Jugendarbeit?


    Das fertig beschichtete Messingblech altert. Und ist ggf. genauso beschissen, weil man als Kleinverbraucher die Endstücke bekommt ...


    Gruß

    Jean-Michel

    Also:


    Natriumpersulfat ist das Zeug, welches Metall aufzulösen vermag. Kostenpunkt: gering, erhältlich: conrad, reichelt (z.B. https://www.reichelt.de/aetzmi…p23423.html?&trstct=pos_0), ... keine Ahnung was es da an Händlern in der Schweiz gibt: Jetzt stellt sich die Frage wie man es anstellt, das das Metall nur an der Stelle aufgelöst wird, wo man das will. Da gibt es Photoempfindlichen Lack, den müsstest du Belichten und dann im Entwicklerbad die Sachen abtragen lassen die dann geätzt werden sollen.


    Als Idee für den Küchentisch: das Messing an den gewünschten Stellen anritzen oder abkleben und dazwischen einfach Emaille Farbe streichen. Dann in warmen Wasser mit dem Natriumpersulfat das Metall dazwischen auflösen. Vielleicht innen (also innerhalb des Fensters) noch Farbe aufbringen, dann löst sich nicht so viel Metall und die Lösung bleibt länger aggressiv. Etwas schwieriger aber besser wird es, wenn das von beiden Seiten des Bleches gleichzeitig passiert. Muss man sich halt was überlegen, um das deckungsgleich zu bekommen. Kein Hexenwerk das alles.


    Nachtrag: noch eine Idee: du benutzt den Karton, der beim Lasergeschnittenen Fenster übrigbleibt als Schablone um die Farbe auf zu tragen.


    Gruß

    Jean-Michel

    Hi Thomas,


    nur mal ne blöde Frage: nachdem ja das Messingschild für den Kran geliefert wurde, hat dich da nicht das Material überzeugt? Also wenn du schon an dem teuern MetalDingsda rumsägst, wäre es nicht angebracht die Erweiterung auch in Messing zu machen? Also die paar Streifen kann man ja gut mit einer Schere abschneiden von einer Platte oder ätzen (lassen)? Die Fenster auch. Dann kann das angelötet werden. Also, ich denke schon man würde das sehen.


    Also wenn schon Perfektionismus, dann richtig :)


    Gruß

    Jean-Michel

    Guten Abend,


    ich finde das irgendwie cool, das mal einer macht, was seit min. 20 Jahren schon im Raum steht: ein Laserscanmodell einfach mal drucken. Why not? Jetzt geht das, ohne einen Kredit für die Gerätschaften aufnehmen zu müssen. Das ist doch gut. Daraus gleich einen Abgesang auf den Modellbau zu machen, naja. Man könnte ja, statt dessen, auch Drachen, Dinosaurier oder Einkaufszettelhalter drucken ...


    An anderer Stelle, hier im Forum, wird sich um den Nachwuchs gesorgt, hier wird dann über neue Technologie geschimpft ...


    Warum mich das so ärgert: damals die ( auf Papier gedruckten) Beiträge von dir Bertrand in der MiBa, (war es MiBa Schmalspurbahnen?) haben mich sehr inspiriert und bei Laune und bei der Sache gehalten.


    Gruß

    Jean-Michel

    Hallo Alain,


    ja, Karton wird irgendwie, immer noch als Material zweiter Klasse angenommen. Dabei ist das das optimale Material für solche Vorhaben. Danke für das Lob!


    Peter : auch Danke!


    Gruß

    Jean-Michel

    Peter,


    der Asphaltbeton ist der absolute Hammer! Vor allem die riesige Fläche vor der Durchfahrt. Das gleichmäßig hinzubekommen, wow. Und auch die Wasserrinnen an der Seite: ein Detail, das ich so noch nie gesehen habe im Modell, aber sehr wohl im Original. Also heute Mittag hab ich die Bilder angeschaut, und spontan gedacht: "das ist der beste Modellstraßenbelag den ich je gesehen habe". -> Weil konsequent durchgearbeitet (Fugen, endlich mal da, wo sie sein sollen, die Struktur und so weiter ...)!


    Aber einen kleinen Kritikpunkt habe ich: die Weiche auf dem Bild, hat ein zu großes Zungenspiel (oder wie das heißt). Ein bisschen näher der Backenschiene wäre gut.


    Gruß

    Jean-Michel

    Guten Abend,


    jetzt musste mal wieder etwas RhB-Feeling her. Also habe ich mich der vorderen Türen von AG-Wiesen angenommen.

    Im Laserprogramm (LightBurn) sieht es so aus. Ich zeichne das allerdings vorher in einem CAD, weil das einfacher ist und mehr Funktionen hat.


    lq_51.jpg


    Gelasert habe ich hellbraunen Tonkarton.


    lq_52.jpg



    Zusammengebaut und eingefärbt (Mit Revell und Humbrol Emaille) auf dem Dach der Remise Landquart:


    lq_53.jpg



    Und eingebaut in das AG Wiesen. Es scheint etwas dunkel, aber das gibt sich schon.


    lq_54.jpg


    Das Stationsschild ist aus Papier, bedruckt mit einem Handelsüblichen Tintenstrahldrucker. Richtig: es ist nur ein Platzhalter. Das wird selbstverständlich noch richtig gemacht. Aber ein rotes RhB-Logo musste mal ins Bild. Fast vergessen: die Fensterläden kamen auch dazu, ähnlich gemacht wie die Türen, nur nicht so aufwändig von der Farbgebung her. Die Dachuntersicht ist auch noch nicht fertig, es gibt noch viel zu tun.


    Gruß

    Jean-Michel

    Guten Abend,


    da es Not tat, mal bei einer Lok die CVs zu verstellen, musste ich mal an den Programmierdialog ran. So sieht er aus, das kann dann sicherlich noch etwas verschönert werden, aber er macht was er soll:


    lq_49.jpg


    Das Gleisbild in der Software ist momentan folgendes:


    lq_50.jpg


    Man fährt da von Signal zu Signal, also als Fahrdienstleiter. Die roten Punkte sind auch Signale, einfach anders dargestellt (Rangiersignale). Im Prinzip also immer von Punkt zu Punkt. Momentan kann man der Lok sagen: schalte das nächste Signal auf grün, wenn möglich (links das rote M wird dann ein grünes A) Die Sicht ist aber noch nicht richtig. Das muss an das Signal, das Signal darf sagen: es geht weiter. Aber Alles kein Problem, kommt noch. Das sind nur Änderungen an der Sicht auf die Sache.


    Der Block in der Mitte ist die Drehscheibe, die Punkte an den beteiligten Gleisen zeigen die Stellung an. Es gibt ja da immer zwei Möglichkeiten. Hier gibt es durch das Kurvengleis noch mehr.


    Wenn es dann eine Möglichkeit gibt, ohne "drehen" das Gleis zu befahren, wirkt die Drehscheibe wie eine Weiche. Also, es wird durchgefahren. Im anderen Falle wird gehalten und die Drehung abgewartet. Auch bei Weichen. Hier wird das Acknowledgment des Knotens abgewartet. Dieser wartet wiederum auf das Acknowledgment der dahinterligenden Bauteile. etc.


    Ansonsten sind alle Beteiligten Autonome Knoten, jedes Modul hat seinen eigenen Computer und meldet sich im System. Auch der DCC-Generator ist autonom. Das ist sehr bequem. Gefahren werden kann auch, wenn ein Knoten ausgefallen ist. Und es gibt auch keinen Master, der ständig abstützt :)


    Bei Interesse gerne mehr.

    Gruß

    Jean-Michel


    Anmerkung aus Gründen: Andere Modellbahn-Software und Modellbahn-Bibliotheken sind hier nicht involviert.

    HI Peter,


    gute Güte, ist das Filigran! Imposant. In Landquart ist ja auch so ein Schaltposten. Jetzt überlege ich, das Modul etwas zu kürzen und den dann klammheimlich wegzulassen ;) Nein, nein, wird nicht gemacht. Im Kopf kommen schon Ideen, danke für die Inspiration!


    Gruß

    Jean-Michel

    Hallo Thomas,


    das Lob gebe ich mal so 100% zurück! Du bist ja auch nicht unschuldig als Inspirationsquelle! ;)


    Das mit den Rückwänden hat mich halt lange beschäftigt. Es musste eine Lösung her, die reproduzierbar ist. Es müssen ja 16 davon angefertigt werden. Bei den ersten Prototypen hatte ich, für das Rot, Wasserfarbe genommen, das artete jedoch in Stress aus, die lief dann doch in die Fugen wenn man nicht aufpasste. Jetzt mit den Buntstiften geht es ganz einfach. Noch 5 dann hab ich alle. Aber vielleicht nicht mehr heute ...


    Gruß

    Jean-Michel

    Guten Abend,


    in 5 Schritten zur Rückwand:


    So kommt es aus dem Laser:


    lq_48a.jpg


    Nicht zu sehen als Bild, Schritt 2: der Karton wird mit Emaillfarbe Matt Weiß (Revell, kleine Töpfchen 3€ das Stück) angemalt um die Fugen weiß zu bekommen. Durch die Nitroverdünnung wellt sich der Karton auch nicht.


    Schritt 3: die Ziegelsteine werden, nach dem Trocknen der Farbe mit wasservermalbaren Buntstiften angefärbt. Die Farbe wird dann mit dem leicht! angefeuchteten Finger mit Gefühl verteilt, und zwar so, dass nichts in die Ritzen kommt, die sollen ja weiß bleiben, nicht wahr Ralf :).


    lq_48b.jpg


    Ausschneiden der Teile: (Cuttermesser 30°) viel besser als die anderen, stumpfen.


    lq_48c.jpg


    Zusammenkleben. Mit UHU Original, also der, der Fäden zieht und zwar mit Hilfe von Aceton. Das kann man im Baumarkt kaufen, oder in der Apotheke. Mit dem aus der Apotheke hat man mehr Spass, das stinkt nicht so (nicht vergällt) ist halt aber teurer.


    lq_48d.jpg


    So, dann kommt die große Frage: der Laser, das ist doch bestimmt teuer.


    Warnung: Don't try this at home!


    Das Grundmodell bekommt man für weniger als eine handelsübliche Bemo Lok. Aber damit macht es noch keinen Spass. Man kann das natürlich an den Computer anschließen und dann kommt da ein Laserstrahl raus und der schneidet auch Karton. Aber schön wird das nicht. Und dann beginnt das Hobby im Hobby. Dann braucht man einen "Air-Support", also einen Luftstrahl, der auf die Schneidefläche bläst, ganz einfach: es fängt da an zu brennen, was sonst? Der Luftstrahl bläst die Flamme aus. Ansonsten hat man da etwas mehr Abbrand als gewollt. Wie macht man das? Mit einem "Teichbelüftungsgerät" aus dem Zoofachhandel und Messingrohr.


    Der Laser kann mit dem was man geliefert bekommt nur 100% oder 0% feuern. Also braucht man ein anderes Controllerboard. Das bekommt man günstiger, als einen Güterwagen. Und mit diesem neuen Controllerboard (Stichwort http://smoothieware.org/) und einer entsprechenden Software, bekommt man schon ordentliche Ergebnisse, siehe oben. Und dann noch neue Kupplungen für die Verbindung zwischen Schrittmotoren und Rahmen und und und. Und eine vernünftige Unterlage braucht man auch, da bin ich grade dran.


    Also im Großen Ganzen muss das alles nicht teuer sein. Es braucht halt Zeit und Geduld. Und das macht für mich das Hobby aus.


    Gruß

    Jean-Michel

    Hallo,


    also zu schließenden Fachgeschäften bin ich wirklich gespaltener Meinung und recht emotionslos. Ob das wirklich das "böse" Internet ist, oder vielleicht doch (manchmal) einfach Ignoranz?


    Vor 2,3 Jahren brauchte ich einfach "schnell" einen DCC Decoder. Bin dann zum renommiertesten Spielwarenfachgeschäft in Bonn gefahren und der Mann hinter der Theke im Modellbahngeschoss (eine ganze Etage voller Modellbahn, hui!) versuchte mir zu erklären, dass es diese Decoder nicht einzeln zu kaufen gäbe, die seien fest in die Loks eingebaut, einzeln sei da leider nichts zu machen. Musste ich halt dann doch 3 Tage warten, auf den Decoder, der kam dann per Post ...


    Aber das nur als Anekdote. Vielleicht bin ich auch nicht die Zielgruppe :)


    Gruß

    Jean-Michel

    Hi,


    aber bringt das wirklich was? Ich mein der "harte" Typ da wird doch eher als lächerlich wahrgenommen? Bzw. als das was er ist: eine Werbefigur, so nach dem Motto: "Modellbahner sind eigentlich ganz harte Typen ... ".


    Na gut, ich war seit Jahren in keinem Modellbahnladen mehr. Allerdings konnte ich am Freitag feststellen, dass Lindenberg in Köln sich vergrößert hat, die sind ein paar Häuser weitergezogen in ein Größeres Ladenlokal. Also so schlimm kann es dann doch nicht sein.


    Gruß

    Jean-Michel

    Hi,


    noch nicht Richtfest, aber alle Säulen und Streben der Halle stehen.



    Bei so vielen wiederholenden Teilen muss man das einfach machen. Und zwar schnell. Sonst kommen die Zweifel. Da sind jetzt etwa 4 Unterschiedliche Versionen der Teile verbaut, die letzten ließen sich sich viel bequemer und einfacher installieren als die Ersten (faul !). Und bevor da Zweifel kommen, an der ersten Version: schnell Tatsachen schaffen.


    Die hinteren Querstreben (drei Kartonstreifen mit min. 0.1mm Abweichung ( jaja, das muss schon so :) ) zueinander, aufeinander kleben) durfte "Kind 1" (1. Klasse Grundschule) machen. Wir wollen ja alle Beteiligten nennen! Und er hat es gut gemacht, wurde selbstverständlich eingebaut.


    Gruß

    Jean-Michel

    Hallo Peter,


    sehr, sehr schön! Also das ganze Projekt!

    Bei der Version zwei meines Quertragwerkes wurde auf biegen verzichtet.


    Puh ok, er ist auch faul :)


    Nee, ernsthaft: manchmal braucht man diese Idee: es geht auch einfacher und am Schluss sieht es auch noch besser aus. Das ist dir definitiv gelungen hier!


    Gruß

    Jean-Michel

    HI Reto,


    Danke!


    Zitat

    Den Mechanismus der Tore muss ich nochmals studieren....

    ... den studiere ich auch nebenbei. Aber: studiere noch nicht zu viel aus den Bildern, ich bin inzwischen bei der vierten (oder so) Version, wie ich das machen will. Es geht ja dabei nur um wenige Gramm die bewegt werden müssen und alle vorherigen Ideen waren dafür viel zu überdimensioniert.


    Gruß

    Jean-Michel

    Hi Ralf,


    oh ja, hätte ich schon längst sehen müssen, mit der Bretterwand, auf deinen Bildern. Aber man wird da "Betriebsblind". Das mit dem Kontrast wird fein :)


    So noch ein Bildchen für heute:


    lq_45.jpg


    Jetzt ist aber auch der Karton alle. Morgen hat hoffentlich der "gefährliche" Laden* in Köln Nachschub. (Hier ist Brückentag, wegen so einem Feiertag, nicht das jemand auf dumme Gedanken kommt :) )


    Gruß

    Jean-Michel


    * https://www.artservice-tube.de/

    HI Manne,


    also Bilder sind immer gut, Danke! Z.B. sieht die Wand, neben der 602, nach einer Bretterwand aus. Das sollte ja die Abtrennwand zum Dampflokteil sein. Das ist spannend., denn die Wand kommt als einer der nächsten Schritte.


    Gruß

    Jean-Michel