Beiträge von Oberengadin

    Antwort an Supermob zum Thema "Bemo Neuheiten 2020" (bitte in den thread verschieben):


    Hallo Michael,


    Nein, es sieht so aus als ob das Tomatenmotiv neu ist. Habe in meinen Aufzeichnungen nichts dergleichen gefunden.


    Herzlichen Gruss,

    Markus

    Hallo zusammen!


    Da ich noch nicht freigeschaltet bin, auf diesem Weg eine kurze Antwort zum Thema "Suche BD 2473 in Bernina Express-Lackierung" von stifi. Dies ist der eigentliche Grund, warum ich mich nun endlich einmal vorgestellt habe. Vielleicht koennen die Moderatoren diese Antwort ja in das passende Thema rueberschieben.


    Im Maerz 2017 habe ich den vielleicht letzten BD 4273 in Bernina-Express-Farben direkt bei Gyndler erwischt. Der rote BD 4272 war damals bereits ausverkauft. Da dieser Wagen aber immer noch bei PR-Modellbau in Fideris gelistet war, habe ich im Dezember letzten Jahres dort einmal per e-mail nachgefragt -- und eine bemerkenswerte Antwort von Herrn Lippuner erhalten:


    "Besten Dank für Ihr Mail mit der Anfrage. Die Modelle sind von Gyndler; die Serie ist aber ausverkauft. Wir haben die restlichen Modelle im Rohzustand aufgekauft und werden versuchen im kommenden Jahr eine neue Serie aufzulegen. Ihre Bestellung haben wir notiert und werden Sie in formieren, sobald die Neuauflage erfolgt."


    Es ist also noch nicht aller Tage Abend bzgl. Bernina-BD. Leider habe ich auf meine weitere e-mail bzgl. Varianten keine Antwort erhalten. Ich hoffe sehr, dass nicht nur die aktuelle Version mit breitem Zierstreifen aufgelegt wird, sondern auch fruehere Varianten (nochmals) beruecksichtigt werden. Vielleicht sind bei PR-Modellbau aktuell die Koepfe am Rauchen bzgl. Varianten, und Ihr erhaltet deshalb zur Zeit keine vorschnelle Antwort zu diesem Thema. Ein paar freundliche Bestellungen an Herrn Lippuner koennen bei der Variantenwahl vielleicht hilfreich sein.


    Herzlichst,

    Markus

    Hallo, liebe Albulamodell-Enthusiasten!


    Gefühlt mindestens schon seit seinen Anfängen bin ich inkognito in diesem Forum unterwegs und habe so manche Eurer tollen threads Wort für Wort mitgelesen. Nun möchte auch ich mich einmal im Forum vorstellen, auf die Gefahr hin, dass dieser Beitrag zwischen all den anderen mit so vielen spannenden Moba-Bildern einfach untergeht.


    Im flachen Teil des „grossen Kantons“ (D) geboren, dachte ich mir, dass ich doch wunderbar in dieses Forum hinein passe, denn wie wir seit Obelix wissen, ist ja auch die Schweiz gaaanz flaaach. Mit der damals „Kleinen Grünen“ RhB kam ich bereits 1969 als 4-jähriger Bub in Kontakt. Wir fuhren jeweils zu Ostern mit dem Autoreisezug nach München und von dort mit dem Auto durchs Inntal und über den Flüelapass (wenn er denn offen war, ansonsten auf dem langen Umweg über den Julierpass) nach Davos. Irgendwo in der Schublade eines alten Kinderschreibtisches findet sich noch mein „Cavadürli-Orden“ aus Pappe mit Umhängeband, den meine Mutter mir als Anerkennung für die erste richtige Skiabfahrt meines Lebens gebastelt hat. In den folgenden Jahren ging es auf den Brettern, die für mich die Welt bedeuteten, dann auch vom Weisfluhjoch hinunter zum Wolfgangpass, nach Klosters, Serneus, Saas und Küblis. Damals gab es im Prättigau so viel Schnee, dass man selbst zu Ostern noch auf Skiern nach Küblis gelangte. Auf der Rückreise mit der Rhätischen Bahn nach Davos konnte man in Klosters mit Glück einen Schnellzug mit EW I erwischen. Von den anderen Stationen aus durfte man ganz selbstverständlich noch in der Holzklasse Platz nehmen. Nach einem langen Skitag und in den damals noch ziemlich dünnen Skihosen merkte man den Unterschied im Sitzkomfort schon recht deutlich. In späteren Jahren, als der österliche Schnee in tiefen Lagen weniger wurde, ging es dann im Liegewagen nach Basel, mit dem Kurswagen am Thuner See entlang und durchs Kandertal und den Lötschbergtunnel weiter nach Brig und von dort mit der Brig-Visp-Zermatt-Bahn durchs Mattertal nach Zermatt.


    Zurück zur Rhätischen Bahn. Die zweite intensive Begegnungsserie mit der zwischenzeitlich „Kleinen Grün-Roten“ hatte ich in den Jahren um das 100-jährige Bahnjubiläum 1989 herum. In jenen Jahren wanderten wir von Poschiavo zum Ospizio Bernina, von Pontresina durch den Stazer Wald nach St. Moritz, hinauf zur Segantini-Hütte oder zum Maiensäss Grevasalvas, den Albula-Lehrpfad entlang, von Wiesen über den Viadukt nach Filisur, oder schwangen uns abends nach Toresschluss über den Zaun in die dunkle Viamala hinunter. Bis heute bin ich immer wieder im Engadin bei der nunmehr „Kleinen Roten“ zu Besuch gewesen oder mit meinen Kindern von Preda nach Bergün geschlittelt. Unseren honeymoon haben wir mit einer Fahrt im Glacier-Express von Brig nach Samedan begonnen. Zurück nach Chur ging es dann mit dem Pullmanzug. Unsere beiden Kinder dagegen fasziniert die Zahnradstrecke nach Zermatt und „ds Horu“ (das Matterhorn). Ob man das im Modell nachbauen könne, wollten sie unlängst wissen. Vielleicht mal in der Kirchgemeinde nachfragen, ob der Kirchturm zur Verfügung steht?


    Damit zur Modellbahn. Die Story von der Märklin-Teppichbahn im Kindesalter und der kleinen Anlage mit Liliput- und Fleischmann-Dampfloks in der Jugend erspare ich Euch. Zirka 1986 las ich im Eisenbahn-Magazin einen Bericht über eine Modellbahnanlage nach RhB-Vorbild (ich glaube, sie war von Ueli Tscharner). Der Funke sprang sofort über. In den folgenden Wochen machte ich mich (damals noch ohne Internet) über die Angebote schlau, und wenig später kratzte ich mein karges Studentenbudget zusammen. Und dann stand sie vor mir auf meiner Anlagenplatte auf einem gleich mitgekauften Bemo-H0m-Gleis, im schicken Rot und mit geschwungenem Schriftzug „Davos“: meine erste RhB-Lok! Welche Glückshormone allein dieser Name mit all seinen magischen Kindheitserinnerungen in mir auslöste! Diese Freude hat mich bis heute nicht verlassen.


    Inzwischen ist eine ansehnliche Sammlung an Loks und Wagen zusammen gekommen, die die Jahre 1965-2006 abdeckt. Meine freundliche Modellbahn-Händlerin hat mich einmal bereits für verrückt erklärt (profitiert hat sie von all meinen Einkäufen allerdings auch). Fast alles stammt aus dem Hause Bemo, ein ganz klein bisschen D+R, STL, Ferro-Suisse und Lemaco ist auch dabei.


    Stammnetz und Berninabahn sind prominent in meiner Sammlung vertreten. Und so komme auch ich nicht um die Frage herum, die sich sicher viele RhB-Fans bereits gestellt haben: Soll die Modellbahnanlage das Stammnetz oder die Berninabahn oder beides darstellen? Ich bin an einem vorbildorientierten Betrieb interessiert, daher liegt der Nachbau einer Vorbildsituation nahe. Aber welche RhB-Stationen führen Stammnetz und Berninabahn zusammen? Da gibt es Pontresina mit seinem reduzierten Stammnetzbetrieb, d. h., der Einsatz eines grossen Teils meiner RhB-Sammlung wäre nicht möglich, oder St. Moritz, d. h., ohne lange Güterzüge und Interaktion zwischen den beiden Bahnen. Eines sei bereits jetzt verraten: Da Stammnetz und Berninabahn im Oberengadin zusammentreffen, ist mein Benutzername zugleich Programm! Und diese nach 34 Jahren und schätzungsweise hunderten entworfenen und wieder verworfenen Gleisplänen fast fertig geplante Modellbahnanlage wird den Einsatz vieler Fahrzeuge meiner Sammlung erlauben. Doch dazu in ein paar Jahren mehr, wenn der Bau dieser Oberengadin-Anlage näher rückt.


    Eines von Euch aktiven Forumsmitgliedern kenne ich übrigens bereits persönlich und habe auch die schöne Anlage in seinem Haus bewundern dürfen. Dieses kleine Geheimnis werde ich dann bei Gelegenheit lüften, denn diese persönliche Begegnung vor nunmehr fast zwanzig Jahren stand bereits im Zusammenhang mit meiner geplanten Anlage.


    Aus beruflichen Gründen habe ich für die restliche Planung meiner Modellbahnanlage nur wenig Zeit. Aber hin und wieder packt es mich dann doch, und es geht wieder ein Stückchen voran. Es gibt aber noch ein weiteres Problem. Zur Zeit steht in unserer Wohnung weder ein grosser Moba-Raum noch selbst ein kleines Regal zum Bau und Betrieb einer Modellbahn zur Verfügung. Aber Platzmangel ist bekanntlich keine Ausrede für einen Modellbahner. Und so möchte ich Euch nach der Freischaltung in den kommenden Monaten ein kleines Projekt vorstellen, dass zumindest im Betrieb ganz ohne Platz auskommen wird. „Wie soll denn das gehen?“ mag man sich fragen. Das schreibe ich dann hoffentlich bald einmal hier im Forum. Womöglich wird dieses Projekt sogar verwirklicht werden, als Übungsanlage für mich und als Spielanlage für die Kinder. Nur muss diese Anlage bei Nichtbetrieb irgendwo verstaut werden, und da tritt dann leider wieder das Platzproblem zutage. Schau‘n mer mal, ob und wie ich das löse. Vielleicht wird ja ein Forumsmitglied mir gedanklich auf die Sprünge helfen können.


    Hoffentlich habe ich Euch mit diesen Anekdoten und vagen Ankündigungen nicht gelangweilt. Und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen, dann mit meiner ersten kleinen Anlagenidee!


    Herzlichst,

    Markus