Beiträge von GN-Goat

    Bei der 211 in der roten Lackierung, die sie in den späten Sechzigern und Siebzigern trug, waren die seitlichen Griffstangen ursprünglich weiss lackiert. Es kann aber sein, dass die Farbe mit der Zeit verblichen oder auch teilweise abgeblättert ist, daher kann sie unter Umständen etwas beige wirken. Griffstangen und Geländer werden bei Rangierloks stark beansprucht, daher gehören sie immer zu den Stellen, an denen die Farbe am schnellsten abgegriffen und matt wirkt.


    Ich habe bei meiner 211 die Farbe "skull white" von Citadell Colours, also ein Reinweiss verwendet.

    Ich hatte das von Walter beschriebene Problem bisher erst einmal und zwar bei einem sehr günstigen US-Modell, einer Life Line Proto 1000 F3. Ich würde auf jeden Fall zu erst an einer nicht sichtbaren Stelle die Wirkung des Lösungsmittels testen (Gehäuseinnenseite). Nach meiner Erfahrung klappt das mit viel Geduld aber eigentlich ganz gut. Wichtig ist dabei aber, dass das Lösungsmittel nur sehr punktuell aufgetragen wird, also nicht grossflächig verteilen und einwirken lassen wie beim kompletten entfärben, sondern nur ganz kleine Mengen und wenig Druck.

    Ich habe heute unerwartet eine Bemo Bo'Bo' I aus der E-Bucht gefischt, für CHF 75.-. Jetzt kann ich nur hoffen, dass die auch wirklich OK ist, so wie es der Verkäufer verspricht... mal schauen.

    Bei der 211 war immer das lange Ende vorne. Dies war auch so gekennzeichnet. Das Modell wäre somit falsch bedruckt.


    Die Richtungsanzeige war bei allen drei auf Zentralführerstand umgebauten Ge 2/4 übrigens ein individuelles Merkmal. Die 211 hatte, wie im Modell richtig dargestellt, "nur" lackierte weisse Buchstaben direkt auf dem Führerhaus. Bei der 212 war das weisse V auf einem schwarzen Kreis - ähnlich der Linse der Stirnlampe - auf der langen Seite am Führerhaus unter der Stirnlampe angebracht. Bei der 213 war das weisse V ebenfalls auf der langen Seite aber oberhalb der Stirnlampe auf einem schwarzen Kreis angebracht.


    Ganz grundsätzlich: In der Schweiz ist es üblich, dass bei Fahrzeugen mit unterschiedlich langen Vorbauten immer der längere vorne ist. Es kann sein, dass es Ausnahmen zu dieser Praxis gibt. Mir fällt aber im Moment keine ein. Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren, falls ich mich hier täusche.


    Was die steckbaren Blenden bei den SBB angeht hat Michel recht. Bei einigen Fahrzeugtypen (ich kann mich mit Sicherheit an die Em 3/3, Bm 4/4 und Bm 6/6 erinnern) sind über den mittleren Stirnlampe Rillen für Steckbare Blenden angebracht. In meiner Zeit bei den SBB war dies jedoch in der Praxis nie ein grosses Thema. Bei uns war bei der Bm 6/6 eigentlich immer die Talseitige Schnauze (vom Ablaufberg des Rangierbahnhofs gesehen) vorne. Bei der Em 3/3 und Bm 4/4 (genau wie auch bei der Am 841 und Am 843) war immer die lange Schnauze vorne. Ich weiss auch nicht mehr, ob wir immer Schilder dran hatten oder ob es für uns einfach so klar war, was vorne und was hinten war.


    Aus den schweizerischen Fahrdienstvorschriften FDV (R 300.4 Art. 1 Abs. 4) geht übrigens nicht hervor, dass die Rangierseite angeschrieben sein muss. Es wird nur festgehalten, dass sie vor Beginn einer Rangierbewegung vom Rangierleiter festgelegt und kommuniziert werden muss. Insofern wäre man rein reglementarisch frei eine beliebige Seite als vorne oder hinten zu definieren. Um das Personal nicht zu verwirren, und damit potentiell gefährliche Situationen zu provozieren, ist es aber sinnvoll, dass immer dieselbe Seite als vorne definiert ist.


    Zurück zum Modell: Der Fehler kann eigentlich ganz einfach behoben werden: Ich würde die Beschriftung mit einem Wattestäbchen und GANZ wenig Brennsprit oder einer anderen Farblösenden Flüssigkeit (ich verwende am liebsten Acryl-Farblöser von Amsterdam All Acrylics, erhältlich im Coop Bau und Hobby) ablösen. Dazu ganz wenig Flüssigkeit auf das Wattestäbchen und mit wenig Druck darüber reiben. Dabei schauen, dass die Lösende Flüssigkeit nicht gross auf andere Stellen des Modells verläuft und die gelöste Farbe sofort mit einem trockenen Wattestäbchen aufwischen. Nach etwa 20 Minuten dieser Behandlung sollten die Buchstaben ganz abgelöst sein. Danach die richtigen Markierungen mit Abreib-Buchstaben oder Nasstransfer-Buchstaben (je nach Präferenz) anbringen. Für ein V und ein H solltest du bei Woodland Scenics oder Microscale sicher etwas Passendes finden.

    Vielen Dank auch euch allen für den netten Empfang hier im Forum.


    Michel, wir müssen ja Modellbahnerisch in Kontakt bleiben, wenn wir demnächst nicht mehr zusammenarbeiten. ;)


    Kosta, deine Website verfolge ich auch schon seit Längerem etwas mit. Ich war Eisenbahntechnisch schon mehrmals auf den Inseln unterwegs und die ehemalige Highland Mainline habe ich dabei auch schon befahren. Ich habe auch einige britische Modelle in meiner Sammlung. Sowohl in Spur 00, als auch in Spur N. Die Modulkästen, die ich jetzt für meine H0m-Anlage verwende, waren ursprünglich mal für ein kleines Spur N-Projekt mit Britischem Hintergrund (North Yorkshire in den Fünfzigern) gedacht. Dieses Projekt habe ich aber aus Zeitmangel dann doch nie realisiert, auch wenn ich bereits einiges an Rollmaterial und Gleismaterial angesammelt hatte... Naja, vielleicht kommt ja irgendwann doch noch die Zeit für dieses Projekt. Bis dahin erfreue ich mich mal an deinen sehr gelungenen Bildern und lasse gelegentlich meine 00-Modelle als Gast auf meiner US-Anlage fahren. Einfach aus Freude an diesen schönen Modellen.


    Betreffend Fotohintergrund: ich habe mir dies auch schon überlegt, habe mich dann aber dafür entschieden einen Hintergrund zu malen. Im Grossen und Ganzen bin ich damit ziemlich zufrieden. Leider habe ich aber de Fehler gemacht, Teile der Anlage nicht von Anfang an mit Hintergrund zu planen und jetzt nachträglich noch etwas zu installieren wäre schwierig. Auf einigen Bildern sieht man dies ziemlich gut. Für die RhB-Anlage muss ich noch schauen, wie ich dies mache. Evtl. gibt es einen Fotohintergrund, evtl. male ich wieder etwas. Mal schauen...

    Hallo miteinander und vielen Dank für euren netten Empfang hier.


    Gerne zeige ich euch hier ein paar Bilder meiner neuen RhB-Analge (sehr work in progress, es gibt also noch nicht viel zu sehen). Einmal seht ihr den ersten Testzug wie er die drei Module das erste Mal komplett befährt. Das zweite Bild zeigt ein Modull im Regal versorgt. Ich verwende für die Anlage Peco Code 55 Gleis, Tortoise Weichenmotoren, Eine DCC-Steuerung mit zwei Roco Multimäusen (hatte ich noch rumliegen). Später werden Signale von Schneider und Fahrleitungsmasten von Sommerfeld montiert. Auf ein Kettenwerk werde ich verzichten, da ich die Module jederzeit trennen möchte. Weichen und Signale werde analog, mittels in den Modulen eingelassenen Kippschaltern, angesteuert. Die Fahrbegriffe der Signale werden dabei über die Relais in den Weichenmotoren gesteurt. Im Moment modifiziere ich das Gebäude des Bahnhofs Stuls von Faller zum Bahnhofsgebäude von Igis und freue mich auf die ersten Schritte in der Landschaftsgestaltung. Die Modulfronten haben übrigens erst einen ersten sehr schnellen Anstrich erhalten - sieht scheusslich aus - aber da kommt noch was.




    Ich denke aber, dass für euch Bilder meiner bereits bestehenden und etwas weiter fortgeschrittenen US-Anlage spannender sind:













    Diese Anlage ist seit Frühling 2012 im Bau. Die hier gezeigten Bilder sind zwischen Herbst 2013 und heute entstanden, teilweise zeigen sie also nicht den aktuellen Stand der Arbeiten. Ich denke aber, dass sie einen guten Eindruck vermitteln, wo das Ganze mal hingehen soll.


    Wei gesagt, die Anlage stellt Minnesota Ende der Sechzigerjahre dar. Also quasi die letzten Tage der Great Northern und der Northern Pacific vor der Fusion zur Burlington Northern. Die Anlage ist für point-to-point-Betrieb ausgelegt. Die Züge kommen aus einem fünfgleisigen Schattenbahnhof, werden im Bahnhof zerlegt und wieder neu formiert. Wagen werden an zahlreiche Anschliesser (Getreidesilo, Sandwerk, Möbelfabrik, Freighthouse, Holzverlad etc.) zugestellt und es werden neue Züge gebildet, die dann wieder im Schattenbahnhof verschwinden. Gefahren wird hier auch DCC mit Digitrax Handreglern. 90% der Loks haben Sounddecoder von Soundtrax oder ESU, was sich im Fahrbetrieb sehr positiv auf ein langsameres Fahren auswirkt. Dadurch wirkt meine Anlage zumindest betrieblich "grösser".

    Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich hier kurz vorzustellen: Ich bin Lukas, 31 Jahre alt, Wohnhaft im Raum oberer Zürichsee.


    Ich habe den grössten Teil meines Berufslebens bei der Eisenbahn gearbeitet. Nach meiner Ausbildung bei den SBB war ich dort für rund zwei Jahre als Fahrdienstleiter tätig, bevor ich auf dem zweiten Bildungsweg Betriebswirtschaft studiert habe. Seither war ich zuerst für die RhB und danach für die SOB in unterschiedlichen Funktionen tätig.


    Nach meiner Märklin-Zeit, im Schulbuben-Alter, war fürs Erste Schluss mit der Modelleisenban bei mir. Ich habe zwar über die Jahre das ein oder andere Modell für die Vitrine gekauft, für eine Anlage fehlte aber leider immer der Platz oder das Geld (der Fluch eines jeden Teilzeit-Studenten). Erst als wir vor gut vier Jahren in eine neue geräumige Wohnung eingezogen sind, hatte ich wieder Platz, Zeit, Lust und Geld um mich dem Modelleisenbahnhobby widmen zu können. Meine kleine H0-Heimanlage habe ich mit einem amerikanischen Thema angelegt. Ich bilde dabei den Endbahnhof einer fiktiven Branchline der Great Northern Railway im Süden von Minnesota Ende der Sechzigerjahre ab. Dies erklärt auch meinen Namen hier im Forum; als Anlehnung an Rocky the mountain goat, das Maskottchen der GN.


    Mit der Idee einer RhB-Anlage spiele ich schon lange und als mir vor etwa einem halben Jahr ein Bemo-Startset günstig angeboten wurde, konnte ich nicht widerstehen. Seither arbeite ich an einer kleinen Zweitanlage in Modulbauweise. Da ich im Churer Rheintal aufgewachsen bin, habe ich mich für den Bahnhof Igis als Thema entschieden. Ich möchte den Zustand Anfangs / Mitte der Siebzigerjahre darstellen. Dazu habe ich bisher drei Modulkästen für den Bahnhof in Arbeit. Die Module sind so abgemessen, dass sie zerlegt in einem Ikea-Billy-Regal Platz haben. So kann ich die ganze Chose platzsparend verstauen, wenn ich nicht gerade fahren will. Aktuell sind die Module so weit, dass alle Gleise verlegt und alle Elektro-Arbeiten erledigt sind. Jetzt steht als nächstes die Landschaftsgestaltung an und danach werde ich mal schauen wie es mit diesem Projekt weiter geht. Ich hätte im Regal noch Platz für mindestens drei weitere Module, und wenn ich dann noch nicht genug habe, kaufe ich mir einfach ein weiteres Regal ;) .


    Hier im Forum lese ich schon seit längerem mit. Ich bin tief beeindruckt von den Kunstwerken, die ihr geschaffen habt und möchte mich bei euch dafür herzlich bedanken. Ich habe von euch sehr viele schöne Anregungen erhalten, die ich auch in meine Anlage auf die ein oder andere Art und Weise einfliessen lassen werden.