Bau der Schneeschleuder Xrote 4932 der FO in H0m

  • Sali zäme


    Vor etlichen Jahren hatte ich mit dem Bau der Schneeschleuder Xrote der FO begonnen, war aber nicht über den teilweisen Bau des Fahrwerks gekommen.

    Basis waren Fotos aus dem Internet und die Skizzen aus den Büchern "Die Fahrzeuge der Furka-Oberalp-Bahn" von Finke/Schwers/Wall und "Das große Buch der Furka-Oberalp-Bahn" von Kurt Seidel.

    Mit CAD hatte es auch nicht so geklappt. Folglich schlummerte das Projekt in einer Schachtel.


    Vor drei Jahren sah ich bei der Vorbeifahrt in Hospenthal die Xrote 4932 stehen. In Realp habe ich den Zug zurück nach Hospenthal genommen und die Schleuder fotografiert und soweit möglich vermessen.

    Leider war ein Teil vom Schnee bedeckt und durch den grossen Kontrast sind Details auf den Fotos schwer zu erkennen.


    Vor ein paar Wochen habe ich mich ans Auswerten der Fotos und Skizzen gemacht. Mit Hilfe des hier im Forum vorgestellten Apps "ImageMeter" habe ich die Masse aus meinen Notizen umgerechnet auf H0m.


    Mein Drehgestell war um 4mm zu lang, dies würde beim Drehen des Kastens Probleme geben. Der Achabstand war aber immerhin richtig. Ich musste die Säge ansetzen und neu zusammenlöten.


    Ich nahm einen neuen Anlauf mit CAD. Habe mich für FreeCAD entschieden. Drei Wochen lang habe ich mich mit Hilfe von Videos (Youtube / flowwies corner) in das Thema eingearbeitet.

    War ein paar Mal nahe am Aufgeben, aber jetzt macht es Freude mit diesem Werkzeug zu arbeiten. Noch ist nicht alles perfekt und zum Teil muss ich die Zeichnungen neu aufbauen.


    rhbmodellbahn.com bietet einen Bausatz eines stark vereinfachten Modells der Schneeschleuder an.

    Diesen Bausatz habe ich erstanden in der Hoffnung, Teile davon verwenden zu können. Leider sind die Abstriche zu gross, der Kasten ist zu klein. Vom Preis her kann nicht mehr erwartet werden. Sauber zusammengebaut könnte es aber dennoch eine Bereicherung sein.


    Aktuell habe ich das Fahrgestell fertiggestellt. Das Anbringen der vorbereiteten Details und Lackierung mache ich erst am Schluss. Alles wurde in traditioneller Technik d.h. mit Fräsmaschine, Drehbank, Tafelschere und Feile hergestellt. Die kleinsten Teile sind 0.8 x 2.5 mm mit zwei 0.5 mm Bohrungen.


    thumbnail_20201120_180326.jpg


    Über weitere Fortschritte und auch Rückschläge werde ich in den kommenden Monaten (Jahren) hier berichten.


    Viel Spass an euren Projekten wünscht


    Christian

  • Hallo Christian,


    herrliche Arbeit, das kleine Teil sieht wirklich gut aus. :respekt::respekt::respekt:  


    Dieses kleine Teil besteht inklusive den Bolzen aus 8 Teilen????


    Wünsche dir gutes Durchhaltevermögen :thumbsup:und bin schon auf weitere Berichte gespannt!

    lieber Gruss,

    Peter




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  • Sali Peter, die Bolzen sind gefederte Kontaktstifte für die Stromübertragung. Die Kontakte auf diesem Foto leiten den Strom auf die Rückseite (Oberseite) der Leiterplatte.

    Print.jpg

  • Nach langer Zeit habe ich wieder an diesem Projekt gearbeitet.

    Aus Messing habe ich die Basis für den Kasten gefräst. Ich habe lange getüftlet bis ich eine Lösung gefunden habe, wie der Kasten motorisch gedreht werden kann.

    Die Stromabnahme erfolgt über die Leiterplatte, die in der Mitte des Zahnrades des Laufwerks frei ist und über die Masse (Kugellager).

    Vom Probelauf habe ich ein Video bereitgestellt. Der Strom für den Motor wird provisorisch direkt von einem alten einfachen Eisenbahn-Trafo eingespiesen. Die Schneeschleuder wird einen Dekoder erhalten, damit kann feiner und langsamer gedreht werden.


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    Gruss


    Christian

  • Hallo Christian,


    das sieht schon mal sehr gut aus. Die Laufruhe ist perfekt gelungen. Wenn dies, so wie schreibst über einen Decoder läuft ist dies Perfekt!!!:respekt::respekt::respekt:

    Weiterhin gutes Vorankommen,

    lieber Gruss,

    Peter




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  • Sali zäme

    Ich habe mich in die kühle Werkstatt (20 Grad) zurückgezogen und mit dem Bau des Kastens begonnen. Wie ich die Schleuderräder und Schleuderkasten mache verdränge ich jetzt erst einmal.

    Die feinen Messingstreifen aus 0.2 mm dickem Messingblech, 0.5mm und 0.7mm breit, habe ich mit der "Tafelschere" zugeschnitten. Als ich keinen Erfolg hatte mit Abmessen und Schneiden, habe ich mir aus dem Oberschlitten der Drehmaschine eine Vorrichtung gebaut. Jetzt lässt sich das Blech präzise zuschneiden. Einen ersten Schnitt ausführen und danach am Vorschub auf den Zentel genau nachschieben. Das Blech habe ich am Karton angeklebt damit ich kleine Blechstücke verwenden kann. An der Schnittstelle ist kein Karton.


  • Hallo Christian,


    wohl dem der über entsprechendes Equipment und Ideen:/ und Einfallsreichtum verfügt.

    Bleib hier weiter dran.


    Gruß Manne

  • Hallo Christian,


    das sieht alles sehr durchdacht und qualitativ hochwertig aus. Was die Schleuderräder und den Schleuderkasten angeht, könnte ich mir ein 3D Druck gut vorstellen. Nimmt er doch gerade solch komplexen Formen die Angst und erhält dabei das Verhältnis für ein Modell doch recht gut - nur so eine Idee.

  • Hallo Christian

    Die feinen Messingstreifen aus 0.2 mm dickem Messingblech, 0.5mm und 0.7mm breit, habe ich mit der "Tafelschere" zugeschnitten. Als ich keinen Erfolg hatte mit Abmessen und Schneiden, habe ich mir aus dem Oberschlitten der Drehmaschine eine Vorrichtung gebaut. Jetzt lässt sich das Blech präzise zuschneiden. Einen ersten Schnitt ausführen und danach am Vorschub auf den Zentel genau nachschieben. Das Blech habe ich am Karton angeklebt damit ich kleine Blechstücke verwenden kann.

    Also auf die Idee muss man auch noch kommen. Wie ich sehe haben wir die gleiche Scheere. Wie du den Schlitten montiert hast ist mir ein Rätsel, doch es klappt. Was mir gefällt, dass du das ganze aus MS von Hand machst. Bravo!


    Viel Spass wünscht dir

    Tomi

  • Hallo Christian,


    danke für dein update, interessante Lösung und super umgesetzt. So einen feinen Streifen halbwegs gerade zu löten ist gar nicht so ohne:respekt::respekt::respekt:

    lieber Gruss,

    Peter




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  • Sali zäme


    Das schlechte Wetter hatte auch seine guten Seiten.

    Ich bin einen Schritt weiter. Das Gehäuse der Schleuder nimmt Form an. Es ist vorerst nur provisorisch zusammengelötet.

    Das Schleuderaggregat in 3D-Druck ist Teil eines Bausatzes von rhbmodellbahn.com. Ich hatte mir diesen Bausatz gekauft als Referenz.

    Dieses Modell ist stark vereinfacht und stimmt in den Massen nicht mit dem Original überrein. Dennoch kann es zusammengebaut als Hingucker dienen.


    https://www.rhbmodellbahn.com/product-page/fo-mgb-xrote-4932


    Mein Ziel ist immer noch die Schleuder funktionsfähig zu bauen. Aber immerhin Plan-B ist da.


    Wir haben schönes Wetter und es geht ab in die Natur.

    Ein schönes Wochenende wünsche ich Allen.


    Christian

  • Hallo Christian,


    ich freu mich immer über deine stetige Berichterstattung bezüglich deiner kleinen feinen Schneeschleuder:)

    Das Gehäuse sieht schon recht gut und vor allem sehr stimmig aus.


    Das kleine Druckteil sieht auf dem Bild nicht übel aus, aber ich versteh dich wenn du noch näher ans Original möchtest:respekt:

    lieber Gruss,

    Peter




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