• Hallo Riccardo,


    gratuliere auch zur bestandenen Prüfung!

    Danke auch für deine Bilder/Videos und inhaltsreichen Einblicke und Berichte über die RhB!

    lieber Gruss,

    Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Hat vom Schilf aus für einen Fan vielleicht eine humorvollen Aspekt könnte aber ohne weiteres Erfolg haben.

    Warten wir mal auf die Ergebnisse bevor wir allwissend bereits jetzt darüber diskutieren.

    Servus :-)

    ich bin schon aus der Branche und vom Fach, sonst wäre ich nicht von selbst auf die Problematik mit der Bügelabsenkung im Tunnel gekommen ;-) Auf die Ergebnisse bin ich daher sehr gespannt, hoffe du berichtest darüber!

    LG

  • Hallo Stephan


    Ich bin zwar überhaupt nicht vom Fach, aber gewisse Dinge kann man sogar auch als Laie verstehen.

    Luftverwirbelungen am Ende der Fahrzeuge gibt es halt immer schon, wozu man nun wieder Stromabnehmer am Fahrzeugende montiert, wissen wohl nur die Hersteller,

    Ausser dem Flugschnee trifft das Thema auf die RhB wohl eher nicht zu, aber der Grundsatz die Stromabnehmer aus dererlei Gründen eher in Fahrzeugmitte zu positionieren, wäre hier wohl auch nicht schlecht gewesen ;-)

    Weiß Jemand, liegt das Problem beim Capricorn am Heben der Stromabnehmer oder am nicht vollständigen Senken, weil in der Mulde bereits zuviel Flugschnee liegt?

    Züge energietechnisch zu optimieren um dann im Winter den Bügel mit einem Heizgebläse abzutauen hat durchaus nen gewissen humorvollen Aspekt ^^

    LG

    Es geht bestimmt nicht um irgendwelche Luftverwirbelungen.


    Die Züge stehen immer mal wieder in Davos (oder wo auch immer) natürlich mit Panto oben, damit der Kunde später auch nicht frieren muss

    und wenn dann in 1-2 Stunden so 30cm Schnee fallen (über Nacht natürllich noch viel mehr), hast du eben das Problem,

    dass da Schnee in der Panto-Mulde liegt und sich der Panto nicht mehr ganz nach unten senken lässt.


    Du kannst ja schlecht den LF auftragen bei Fzg-Übernahme bitte noch den Schnee vom Dach zu entfernen.
    In Davos wurde da übrigens Personal aufgeboten und unter abgestellter Fahrleitung einige RTZ-Dächer "von Hand" geräumt.

    Warum die Pantos über den Drehgestellen und nicht in Wagenmitte liegen,

    hat wohl mit einer gewissen Logik von (nicht nur) kurvigen Bahnen im Gebirge zu tun.
    Entweder wird die Wippe dann breiter, mit der Folge dass es bei den Tunnelportalen noch enger wird,

    oder die Fahrleitungsmastenabstände werden in kurvigen Strecken massiv verkürzt.

  • Servus,

    das es bei Abstellung aufs Dach schneit ist defintiv jedem Hersteller bekannt und für den Stillstand gibt es gängige Lösungen die zweifelsfrei auch Stadler anwenden wird (zB. Abwärme von Dachaggregaten oder Heizmatten), aber manchmal ist einfach zuviel Schnee am Dach, dann muss man in eine Halle zum Abtauen oder Abschaufeln ... darum wird es hier aber primär eher nicht gehen ;-)

    Aufgebügelt bleiben die Fahrzeuge bei Schneefall übrigens nicht wegen dem Kunden und dessen Wärmebedarf, sondern weil die Bügel schlichtweg am Dach festfrieren können und/oder der Antrieb die Menge an nassem Schnee am Bügel nicht mehr an die Fahrleitung drücken kann, wobei es hier dann hilft händisch nachzuhelfen. Wegen der Heizung bleibt da also nichts aufgebügelt, die Heizung der Fahrgäste versorgt man sonst einfach extern mit Heizständern am Bahnhofsgelände.

    Von einem Schneebrett am Fahrzeugdach willst du dennoch nicht getroffen werden, die Dachformen der alten Fahrzeuge waren kein Zufall, die Menge an Aggreaten am Dach macht sie heutzutage "eckig", das Abräumen kann also auch sicherheitsrelevante Gründe haben! Nur als Beispiel, bei der RhB wohl eher nicht wahrscheinlich, es gibt Fälle von zerstörten Stirnscheiben von Lokomotiven und Glasscheiben von Wartehäuschen durch Eisplatten die sich durch den Fahrtwind auf Containern gelöst haben ...

    Luftverwirbelungen sind defintiv ein großes Problem. Schaku-Köpfe werden oft beheizt, dennoch sind sie meist mit Flugschnee zugesetzt (daher oft mit Plastiküberziehhülle abgedeckt), auch beheizt man mittlerweile LED-Scheinwerferfronten (weil die Eigenwärme der Halogen-Scheinwerfer fehlt) und trotzdem gehe, wir Tfzf im Winter manchmal "Eis- oder Schneekratzen" ;-) Flugschnee ist etwas sehr Biestiges, er kriecht nämlich in jede noch so winzige Lücke und friert dort blitzschnell fest, es gibt genug Fotos im Netz der Wendezüge im Engadin wo man die zugefroren Fronten sehr gut sieht. Ich lade dich aber gerne mal ein, falls wir jemals wieder einen richtigen Winter haben, einen Güterzug ab-/anzukuppeln der stundenlang im eisigen Schnee unterwegs war, da werkst du im schlechtesten Falle nicht nur mit Hemmschuhen (Radvorlegern), sondern auch mal mit Hammer und Meisl!

    Zu den Pantos schreib ich jetzt weiter, es geht nämlich nicht um die Position über dem Drehgestell oder nicht, das habe ich nie in Frage gestellt, sondern am Fahrzeugende oder bei Triebzügen in der Mitte (siehe Allegra)!

    Zum Thema Logik: andere Fahrzeuge haben das Problem zufälligerweise nicht ;-)

    LG

  • Bei dem Thema verstehe ich aber nicht, warum man nicht einfach ungenutzte Stromabnehmer mit einer Dachhaube verschließt die sich dann Rüberschiebt ? Wäre die einfachste Lösung und auch noch Aerodynamisch sinnvoll.


    Wenn BEMO den Capricorn entwickelt können Sie die Dachgussform ja evt. so entwickeln, das das Dachstück für diesen speziellen Wagen machbar ist. Das gäbe eine schönes spezielles Modell.


    VG Andreas

  • Hallo Andreas

    Wenn BEMO den Capricorn entwickelt können Sie die Dachgussform ja evt. so entwickeln, das das Dachstück für diesen speziellen Wagen machbar ist. Das gäbe eine schönes spezielles Modell.

    Das wäre gar nicht so eine schlechte Idee.

    Für das Model des Capricorn ist das die unliebsamste Situationen wenn am Original während der Werkzeugherstellung Änderungen angesagt sind....


    Gruss

    Willy

    "Das isch ünscheri Bahn,die hem mir gebue"
    Dialektaussage eines alten Prättigauers im Zusammenhang mit dem Bau der Landquart-Davos Bahn

  • Bei dem Thema verstehe ich aber nicht, warum man nicht einfach ungenutzte Stromabnehmer mit einer Dachhaube verschließt die sich dann Rüberschiebt ? Wäre die einfachste Lösung und auch noch Aerodynamisch sinnvoll.

    die Bügel sind (über die einzelnen Teile eines Triebzuges) über die Hochspannungs-Dachleitung miteinander verbunden, willst du da eine Haube drüberschieben, muss der Bügel davor abgetrennt und geerdet werden. Da hast du wieder viele zusätzliche Bauteile, Software, usw. und grundsätzlich sollte ein Eisenbahnfahrzeug so simpel wie möglich werden um Fehler hintanzuhalten, jetzt beim fertigen Fahrzeug sind Softwareeingriffe und größere Umbauten ein mühevolles Thema, jedes Mal muss das begutachtet, abgenommen, zugelassen werden, usw. :-)

    Bevor man die Fahrzeuge speziell umrüstet (oder baut), baut man da eher die Infrastruktur um, wie es zum Beispiel in St.Moritz mit der Überdachung passiert ist und wo die 4/4 III mit den AGZ direkt unter Dach stehen und "übernachten".

    LG

  • die Bügel sind (über die einzelnen Teile eines Triebzuges) über die Hochspannungs-Dachleitung miteinander verbunden, willst du da eine Haube drüberschieben, muss der Bügel davor abgetrennt und geerdet werden. Da hast du wieder viele zusätzliche Bauteile, Software, usw. und grundsätzlich sollte ein Eisenbahnfahrzeug so simpel wie möglich werden um Fehler hintanzuhalten, jetzt beim fertigen Fahrzeug sind Softwareeingriffe und größere Umbauten ein mühevolles Thema, jedes Mal muss das begutachtet, abgenommen, zugelassen werden, usw. :-)

    Bevor man die Fahrzeuge speziell umrüstet (oder baut), baut man da eher die Infrastruktur um, wie es zum Beispiel in St.Moritz mit der Überdachung passiert ist und wo die 4/4 III mit den AGZ direkt unter Dach stehen und "übernachten".

    LG

    Hallo Stephan,


    da hab ich als Quasi Laie zu schnell gedacht ;-)

    das klingt Plausibel und jetzt weiß ich auch wieso man sich die architektonisch nicht so hübsche Mühe macht, die Lokstandorte in St. Moritz zu überdachen. Da wären mir Architektonisch bessere Lösungen eingefallen als wie es jetzt ist.


    Muß den eine Erdung erfolgen, wenn der Stromabnehmer unter einer Haube verschwindet und die Hochspannungsdachleitung über einen mechanischen Schalter getrennt würde ? Dann bestünde doch keine Gefahr eines Hochspannungseintrages in den abgeschalteten und verdeckten Stromabnehmer ?


    VG Andreas

  • Liebe Forumaner

    Nach kleiner Foto-Abstinents wieder voll am Auslöser...


             



             



             



             


    Rund um Malans 12.02.2022


    Liebe Grüsse vom Original

    Willy

    "Das isch ünscheri Bahn,die hem mir gebue"
    Dialektaussage eines alten Prättigauers im Zusammenhang mit dem Bau der Landquart-Davos Bahn

  • Hallo Marco


    Danke für die Aufklärung.

    Für mich waren Allegra immer drei teilig und der besteht aus vier Teilen.

    Hat etwas für Verwirrung gesorgt. Dachte erst an einen Prototypen oder so.


    Soweit ich jetzt gesehen habe hat er auch die Bezeichnung ABe 4/16.

    Aber ist trotzdem kein Capricorn. 8)

  • Hallo Marco

    Für mich waren Allegra immer drei teilig und der besteht aus vier Teilen.

    Auf den Nahmen bezogen hast du eigentlich Recht.

    Die Stammnetzvariante ist vierteilig und hat genau genommen keinen Begriff.

    Wir nennen ihn entsprechend Stammnetz-Allegra oder STZ "Stammnetz Triebzüge"

    Die "Capricorn" haben die Abkürzung RTZ Retica-Flügelzüge.


    Gruss

    Willy

    "Das isch ünscheri Bahn,die hem mir gebue"
    Dialektaussage eines alten Prättigauers im Zusammenhang mit dem Bau der Landquart-Davos Bahn

  • Hallo Stephan

    Aufgebügelt bleiben die Fahrzeuge bei Schneefall übrigens nicht wegen dem Kunden und dessen Wärmebedarf, sondern weil die Bügel schlichtweg am Dach festfrieren können und/oder der Antrieb die Menge an nassem Schnee am Bügel nicht mehr an die Fahrleitung drücken kann, wobei es hier dann hilft händisch nachzuhelfen. Wegen der Heizung bleibt da also nichts aufgebügelt, die Heizung der Fahrgäste versorgt man sonst einfach extern mit Heizständern am Bahnhofsgelände.

    Da hat dir wohl jemand einen armen Schmarren erzählt.

    Die einfachste Art einen Zug an einem beliebigen Ort zu beheizten ist mit einem eingeschaltetem Triebfahrzeug .


    Luftverwirbelungen sind defintiv ein großes Problem.

    Im Zusammenhang mit den Stromabnehmer eher nicht.....

    Das Problem wie schon erwähnt ist Schneefall im Stillstand.


    Gruss vom Original

    Willy

    "Das isch ünscheri Bahn,die hem mir gebue"
    Dialektaussage eines alten Prättigauers im Zusammenhang mit dem Bau der Landquart-Davos Bahn

  • Danke Willy für die Aufklärung.

    Für mich als Scratch Modellbauer ein gefundenes Fressen. Da geistern schon ein paar Ideen im Kopf herum um einen solchen Zug selber zu bauen.

    Braucht zwei AGZ Steuerwagen, ein paar AGZ Mittelwagen und einen Antrieb eines Allegra von BEMO.


    Mal schaue was daraus wird. Dauert aber sicher noch bis zum Baubeginn. Erst mal möchte ich mal ein paar Schienen legen können. :S

  • Liebe Forumaner

    Heute ausnahmsweise im Prättigau im Einsatz.



    Davoser-Güteri 5047 mit Ge 4/4 I 610 bei Malans Im Hintergrund der Gonzen

    und die Gauschla so wie der Regitzer. 14.02.2022



    Davoser-Güteri 5047 mit Ge 4/4 I 610 bei Grüsch

    Im Hintergrund das Dorf Seewis mit dem Vilan.14.02.2022


    Liebe Grüsse vom Original

    Willy

    "Das isch ünscheri Bahn,die hem mir gebue"
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