Fahrzeugumbauten / Neubauten 0m

  • Ja ich mach gerade auch große Augen... da taucht aus dem Nichts plötzlich ein tolles Modell eines alten Bernina-Packwagens auf... aus welcher Edelschmiede stammt denn der? Magst Du uns nicht da ein bisschen was erzählen?

    Vg Bertrand

  • Guten Abend Bertrand und Christian,

    in der Tat handelt es sich dabei um einen interessanten Wagen. Wie geschrieben habe ich diesen nicht selbst gebaut, sondern konnte ihn bei einer Sammlungsreduktion erwerben. Er ist aus Messing mit Model Rail Gussteilen aufgebaut und wurde von mir noch farblich nachbearbeitet. Wer der Erbauer ist, ist mir leider nicht bekannt. Wenn ich morgen früh nach dem Dienst heimkomme, kann ich gerne noch ein paar Bilder machen.


    Liebe Grüße Benjamin

  • Schönen guten Abend,


    nun geht es in die Zielgerade mit dem Kroki im Zustand von 1964 bis 1966. Ich bin aber noch auf der Suche nach alten Bildern der 412 von oben. Ich vermute, dass ich die Dachleitungen noch etwas verändern muss, bin mir jedoch nicht ganz sicher wie. Hat da jemand eventuell Informationen? Ist es möglich, dass die zwei Isolatoren in Lokmitte erst in den letzten Jahren montiert wurden?


    Liebe Grüße,

    Benjamin

  • Servus,

    ich überleg gerade was du da entfernen musstest und schätze es handelt sich um einen Überspannungsableiter (die wurden sukszessive auf den älteren Lokomotiven nachgerüstet, sowas gab es damals noch nicht) oder um einen Erdungsschalter zum Erden der Dachleitungen und Bügel.

    Die Isolatoren unter den Bügeln müssten zur Erfassung der Primärspannung sein (also ob Spannung in der Fahrleitung ist oder nicht, und dient auch zur Versorgung Voltmeter am Führerstand), die Leitung die von beiden Bügeln weg führt geht zum Hauptschalter, die "zwei Isolatoren" am Weg dorthin sind ein Trennschalter, zum Abtrennen eines (oder wahlweise beider) Bügel. Das funktioniert ganz simpel, einer der beiden Isolatoren ist drehbar, das erkennt man auch in der Modellumsetzung da die Leitung "seitlich" am Isolator anliegt, das wird vom Maschinenraum aus händisch bedient und die Leitung damit weggedreht.

    Dann folgen die beiden Isolatoren am Dach die nicht verbunden sind, das ist der Hauptschalter und über die längere Leitung geht es zum Einführungsisolator durchs Lokdach direkt an den Transformator.

    Möglicherweise hat man irgendwann beide drehbaren Trennschalter im Maschinenraum stillgelegt und daher den Erdungsschalter am Dach verbaut.
    Das könnte uns aber vielleicht Willy sagen?

    Auf meinen betreuten Lokomotiven sind diese Trennschalter auch stillgelegt, so wirklich benötigen tut man sie nämlich nicht ;)

    LG Stephan