Bemo Shinohara Code 70 Weichen

  • Hallo allerseits


    Für mein Vorhaben Disentis nachzubauen, benötige ich noch sechs rechte und zwei linke 12° Weichen in Code 70 aus der Shinohara-Produktion für Bemo. Auch zuweilen als Super-Rail Code 70 bezeichnet. Gibt es hier jemanden, der sich davon trennen kann, oder jemanden kennt, der dies tun kann, oder noch einen Händler kennt, der händeringend nach einem Käufer sucht? :-)


    Eigentlich habe ich die benötigte Gleise in dem Standard-Gleissystem (Code 83) bereits zusammen und ich war auch bereit, die Kröte mit den gegossenen Herzstücken zu schlucken und dieses Modul halt mit dem Standardgleis zu bauen. Der Vorteil wären natürlich die erhältlichen gekreuzten Gleisverbindungen. Und es wäre alles schon da :wacko: und ich könnte loslegen. Man sollte den Euphorie-Modus nach einem Graubünden-Besuch nicht unterschätzen :K. Aber nachdem ich doch einige Kreuzweichen und Flexgleise inCode 70 erstehen konnte, bin ich wieder hin und her gerissen.


    Ist das illusorisch, hier danach zu fragen? Ich habe das Gefühl, ich bekomme eher eine Audienz beim Papst als das benötigte Gleismaterial. Kaum ein Händler hat diese Gleise noch im Angebot, und die 12°-Weichen schon mal gar nicht.


    Hoffnungsvolle Grüße

    Christoph

  • Hallo Christoph


    Ich möchte Dich ja nicht gänzlich verwirren, aber denkst Du nicht vielleicht besser nochmal über ein komplett anderes Gleis nach? Ich finde, beide Bemo-Varianten sind nicht gerade optimal, egal ob betrieblich oder optisch. Und wenn Du jetzt ein neues Projekt beginnst, dann wäre doch eigentlich ein guter Moment, um nochmal alle Möglichkeiten abzuwägen?! Es wäre doch schade, wenn Du irgendwann von vorne beginnen musst.


    Wenn Du bei Gleisen aus der Grossserie bleiben möchtest, dann schaue Dir auch das Peco Gleis nochmal genauer an. Code 75 ist ja fast noch vorbildgetreuer für die moderne RhB, das Gleis ist überall erhältlich und Du kannst platzsparend und betriebssicher bauen. Ein betriebssicheres Gleis ist nun mal unser wichtigstes Fundament!


    Gruß

    Heiko

  • Selbstbau!

    Dann weiss man bei wem der Fehler liegt und die QC kommt aus dem "eignen Haus".


    Angefangen hat der Weichenselbstbau bei mir Mitte 70er Jahre als ein Bogenspurwechsel (H0) in der notwendigen Geometrie nicht erhältlich war.

    Meine Kollegen meinten zwar ich hätte eine Schraube locker — durchaus auch heute noch möglich — aber die Funktion war einwandfrei und die Optik fiel am Einbauplatz nicht ins Gewicht.


    Apropos alte BEMO Gleise das war eine tolle Lehre und wie schon geschrieben gab es mit Shinohara Code 70 auch mehr Probleme als erträglich.

    Die Probleme hat dann der Kunde, denn er hatte die "Spezialitäten" gekauft. Die speziellen Weichen die ich für die Grossanlage baute liefen einwandfrei, sämtliche Radsätze an allen Fahrzeugen kontrolliert und auf Norm korrigiert und ....... die Shinohara Weichen haben öfters doch nicht mitgespielt.


    Übrigens https://ferrosuisse.ch/bau-flex-gleissystem-h0m/

  • Ja, Christoph, die Situation kenne ich nur zu gut. Aber wie gesagt: das Gleissystem ist das Fundament für einen störungsfreien Betrieb und auch die Optik wird Dich immer wieder beschäftigen. Also: lieber jetzt nochmal überlegen. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man ein fast fertiges Werk wieder abreissen muss, weil die Freude nicht so recht aufkommen will oder kann...


    Und Michel, ich bin da voll bei Dir! Ich habe irgendwann auch einen Schnitt gemacht und nur noch Ferro-Suisse Weichen der neuesten Generation verbaut. Und das nicht nur wegen der Optik. Ich habe es bislang nie bereut, denn seither hatte ich nicht eine Entgleisung mehr auf einer Weiche. Aber es ist natürlich schon etwas kostspieliger und der Platz muss da sein.


    Gruß

    Heiko

  • Aber ich muss mit das Peco-Gleis genauer unter die Lupe nehmen. Dafür spricht immerhin, dass man die verd... gekreuzte Gleisverbindung auch hinbekommen würde. Oder führt das dann zu einem anderen Gleisabstand? Hat jemand ein pdF mit dem kompletten Sortiment in H0m ?

  • Hallo Christoph


    Ich habe in meinem Shinohara Code 70 Fundus gekramt und bin wie folgt fündig geworden:


    12° rechts: 9 Stück

    12° links: 9 Stück

    DKW: 4 Stück

    9.5° rechts: 14 Stück

    9.5° links: 15 Stück

    Beste Grüsse - Carlo


    Anlage H0m "Rhaetian Flyer" - Proto-Freelance RhB, FO "Vom Oberalp über Albula und Bernina nach Tirano".
    Testanlage und Aufstellbahnhof fertig und betriebsbereit, noch kein Gelände; z.Z. Fahrbetrieb und Planung Etappe 3.

  • ich überlege gerade, ob Briefmarkensammeln nicht doch ...:K

    Ich habe einige Hobby, drei speziell zur Verhütung/zum Abbau von Frust.


    Lesen ..... da ist man in einer andern Welt.

    Im Winter: Skilanglauf .......beruhigt und fördert die Gesundheit.

    Im Sommer: Radfahren.... siehe oben


    :)

  • Hallo Christoph,

    Aber ich muss mit das Peco-Gleis genauer unter die Lupe nehmen. Dafür spricht immerhin, dass man die verd... gekreuzte Gleisverbindung auch hinbekommen würde. Oder führt das dann zu einem anderen Gleisabstand? .......

    Eine doppelte Gleisverbindung führt tatsächlich zu einem ziemlich grösseren Gleisabstand, da muss man die Kreuzung doch noch kürzen, denn sonst bekommt man das nicht hin.


    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet

  • Hallo allerseits


    Ich hatte das Vergnügen am WE bei einem Bekannten eine mit Peco-Gleisen gebaute Anlage zu bewundern. In der Tat fuhr sein Rollmaterial sehr sicher auf den Weichen. Eine Entgleisung gab es nicht.


    Aber was ich ungewöhnlich fand, war, dass die Weichenzungen, obwohl motorisch bewegt, trotzdem "umschnackten", weil sie von einer Feder erst gehemmt, dann nach der Wegeshälfte, beschleunigt und angedrückt werden. Nutzt Ihr die Weichen ebenso? Oder, was ich bei einem motorischen Antrieb erwartet hätte, entfernt Ihr diese Federn?



    mwdb


    Ich bin auf einen Schienenabstand von 54 mm gekommen. Ist jetzt nicht sooo weit weg von Bemos 46 mm *koppkratz


    LG Christoph

  • Hallo Christoph


    Es kommt ein wenig darauf an, welche Art von Antrieb man benützt, hat man einen motorischen Antrieb mit Stellstange z.B. der MP1 etc. oder ein Servomotor kann die Feder entfernt werden. Nutzt man den Peco Weichenantrieb PL-11 muss die Feder drin bleiben, da dieser der Weiche nur einen "Schlag" in die andere Richtung verpasst, jedoch keinen Anpressdruck auf die Weichenzunge ausübt, dazu benötigt man dann die Feder.


    Sprich mit einem halbwegs zeitgemässen Antrieb benötigt man die Feder nicht und die Weichenzunge schaltet dann auch feinsäuberlich.

  • Hallo Chirstoph,


    die Federn können entfernt werden, sie mach nur Sinn bei Spulenantrieben.

    Beim genaueren hinsehen stören bei Peco:


    - Zungen aus gebogenem Blech mit auffälligen Gelenken

    - Schwellenlage (alle liegen 90° zum Stammgleis) englisch/amerikanisch

    - Schwellen sind bei den Weichen und dem Flexgleis zu lang

  • Hallo Christoph,


    Es bleibt immer ein wenig unentschieden, welches Gleis man bevorzügen sollte, denn jedes System hat so seine Vor- und Nachteile.

    Darüber wurde hier im Forum schon vor Jahre immer etwas geschrieben.


    Vor allem den ersten Punkt das Walter angedeutet hat, die Ausführung der Weichenzungen ist m.e. den grössten Nachteil von Peco.

    Sonst ist Peco qualitativ ein sehr robustes Gleis und sehr Korrosions-beständig. Da gibt es auch über die Jahre kein Stromabnahme-problem.


    Schwellenlage und Grösse stimmen auch irgendwie beim Code70 nicht, darüber hinaus sollte man die Code70 Weichen vorher Digital-tauglich machen.


    Die Gleismitte-Abstand ist mit 46mm ungefähr Vorbildrichtig bei der RhB, also bei einem doppelten Gleisverbindung sollte man das auf jeden fall festhalten, denn sonst sieht das irgendwie komisch aus.


    Grüsse, Michiel.

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet