Sperrholz nach Mass / Laser, gefräst, etc. [Gleiswendel]

  • Der Beitrag über Lasercutter hat mich zu dieser Frage animiert.


    Um Gleiswendel zu bauen, brauche ich Sperrholzplatten, welche nach meinen Vorgaben entsprechend zugeschnitten sind. am liebsten natürlich im passenden Radius, etc. Ich bin mir bewusst, dass es auch Lösungen mit abgewinkelten Holzbrettchen gibt (z.B. http://www.Stayathome.ch).


    Kennt jemand ein Unternehmen, welches Sperrholz auf Mass zuschneidet, lasert oder fräst? Darf gerne in der Schweiz oder in Deutschland sein.


    Über den preislichen Mehr aufwand bin ich mir bewusst, doch ich möchte mich von Baumärkten in den nächsten Monaten hüten, wegen den langen Kolonnen, welche zu erwarten sind...


    Danke für Eure Tipps!

  • Hallo Roman,


    Schau mal ob bei dir in der Nähe jemand Küchen herstellt.

    Hier im Fernen Westen haben die Leute meist eine CNC Fräse welche die Teile schneidet.

  • Hallo Roman


    Meine Wendel bestelle ich alle hier (leider hat Herr Wimmer nur einen Ebay-Shop, aber keine Homepage):

    Ebay: Heimworker


    Er hat sehr viele Wendel, welche als kompletter Bausatz geliefert werden, im Shop. Die letzten beiden Wendel habe ich bei ihm direkt nach Mass fertigen lassen. Ich bin gerade einen weiteren am bestellen...

    Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt absolut.


    Gruess Adi

  • Für meine Shadow-Box letztes Jahr hatte ich mir dort das Material aus Kömacel zuschneiden lassen. War ein Topservice, damals extrem schnell und alles hat gepasst.


    Aufgrund Corona bekam ich jetzt das Sperrholz für Engiadina nicht mehr im lokalen Baumarkt, habe also dort wieder bestellt.


    Leider musste ich nach Lieferung feststellen, dass der Shop zwischenzeitlich immer wieder auf die Basisdickte zurückspring, was mir nicht aufgefallen war. Also hatte ich die 4 Deckplatten in 10 mm und den Rest in 3 mm :-( Also aufpassen ;-)

  • Bin ein bisschen weiter mit meiner Planung. Ich werde den Gleiswendel nach Mass herstellen lassen, mit abgerundeten Bretter. Nach Mass, weil ich die Radius-Schablonen von Handlaidtrack.com verwenden werde. Diese gibt es ab Stange zu kaufen, Sie sind einfach in inches ('') statt cm vorgegeben. Als Vorgabe habe ich mir einen Mindestradius von 50cm gegeben und er muss doppelspurig sein. Somit sind die Vorgabe mind. 20'' (R=50.8cm) gegeben. Nach einem längeren hin- und her denken, habe ich mich auf folgende Variante geeinigt: Talfahrt 21'' (53.3cm) und Bergfahrt 24'' (60.9cm). Das wäre die untere, braune Variante in der untenstehenden Grafik. Gleisabstand sind dann 3'' (7.6cm). Die Breite der Bretter sind dann 18cm, Aussendurchmesser 132.2cm und der Innendurchmesser 96.2cm. Somit gibt das bei einer Brutto-Höhenüberwindung von 10cm ein Gefälle von 2.99 o/oo und eine Steigung von 2.61 o/oo. Wie ich mich informiert habe, sollten das 'gute' Werte sein. Hier die Infos/Daten meiner zwei Varianten :




    Dieser Gleiswendel wird am westlichen Ende meines Moduls Disentis/Mustér runter in den Schattenbahnhof führen. Ich habe mal auf die Schnelle das im Wintrack nachgestellt. Gleissystem = Peco. Die ganze Einfädelung in den Gleiswendel ist noch nicht definitiv. Ebenfalls der Spurwelchsel, dort ging es mir mehr darum un veranschaulichen, wie dies beim Gleisabstand von 7.6cm möglich ist.


    Was meint ihr dazu? Habe ich die richtigen Radien gewählt? Sehr viel Grösser als 132cm möchte ich aber auch nicht an Platz für den Gleiswendel 'verschwenden'...

    Ich freue mich auf eure Inputs und Erfahrungsberichte!

  • Hoi Roman

    Von den Massen her sicherlich gut und für zuverlässigen Betrieb sorgend. Wenn Du Platz sparen möchtest, bei Doppelspur wäre ein Aussendurchmesser von 115cm schon tip top.

    Schau, dass die Weichen (falls Du sie einbaust) gut zugänglich sind. Nach meinen Erfahrungen sind die Bogenweichen die anfälligste Stelle über langen Betrieb gesehen. Der Murphy schläft leider nie...


    Beste Grüsse

    Tom

  • Hallo Roman,


    mit einem Radius von 500mm sehe auch ich keine Probleme bzgl. Zugkraft.

    Einen Gleiswechsel in der Wendel und im Bogen würde ich allerdings vermeiden.


    Viele Grüße

    Sven

    H0m: RhB (+FO), Zeit ca.1985-2003, [Zimo, BiDiB und multiMAUS(pro)]
    H0: DB (+SBB,+ÖBB), Ep.III-V, Steuerung G+R

  • Hallo Roman


    Das scheinen Peco Bogenweichen zu sein. Der Radius des Innenbogen ist dort 457 mm.

    In der Wendel würde ich auch von Bogenweichen abraten.

    Beste Grüsse - Carlo


    Anlage H0m "Rhaetian Flyer" - Proto-Freelance RhB, FO "Vom Oberalp über Albula und Bernina nach Tirano".
    Testanlage und Aufstellbahnhof fertig und betriebsbereit, noch kein Gelände; z.Z. Fahrbetrieb und Planung Etappe 3.

  • Danke für Eure Inputs! Ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein. Bei der Brettbreite werde ich noch je Seiten 1cm einsparen, so komme ich auf ein Aussenmass von 1.30m.


    Das mit den Bogenweichen in der Steigung und im Gefälle war mir bewusst. Ich wollte es einfach mal bildlich darstellen und allerhöchstens für dein Ein- oder Auslauf aus dem Wendel benützen, und nach Möglichkeit in der Horizontalen einbauen.


    Somit kann ich die Wendel bestellen und mich jetzt an die Planung an den Schattenbahnhof machen. Dieser wird ca. 80cm x 400cm (Grösse der Bahnhofmodule) sein. Tipps, wie ich den Schattenbahnhof anordnen soll? Gleise wie eine Harfe (diagonal verlegen) anordnen oder besser wie ein jüdischer David-Kerzenständer (mittige Zufahrt und abzweigungen nach links und rechts)? Hinter dem Schattenbahnhof wird es ein zweiter Gleiswendel geben, wieder hoch zum Bahnhof.

  • Soso, keine PECO Bogenweichen im Wendel.


    Habe 2 Stück verbaut bei 3,5% Steigung.

    Innenradius 50cm

    Aussenradius 56,5cm

    Noch nie ein Problem gewesen.


    Dass man im Übergang von der Horizontalen in die Steigung / Gefälle keine Weichen verbaut. Ja klar.

    Da müsste man sehr sauber arbeiten und ich würde es nicht bauen.


    Gruass Emilio

  • Hallo Roman,


    Radien sind OK! Bogenweichen auch, wenn sie vernüftig gebaut sind. Peco macht normalerweise keine Probleme!


    Was ich ändern würde:


    Bergfahrt innen und Talfahrt aussen, Grund:

    Probleme bei Wendeln bereiten meist nachschiebende Wagen.

    Wenn Du außen talwärts fährst hast Du logischerweise größere Radien

    und weniger Steigung die dann nicht so anfällig sind.

  • Stimmt in der Regel. Ich hatte aber nie Probleme deswegen, auch der Goldenpass, wo die Lok sich mittig befindet, macht keine Probleme im Wendel, egal ob innen oder aussen, rauf oder runter.

  • Hallo Roman


    Zum Punkt von Marco; bei mir verwende ich z.B. problemlos 80 mm Hub pro Umdrehung.

    Beste Grüsse - Carlo


    Anlage H0m "Rhaetian Flyer" - Proto-Freelance RhB, FO "Vom Oberalp über Albula und Bernina nach Tirano".
    Testanlage und Aufstellbahnhof fertig und betriebsbereit, noch kein Gelände; z.Z. Fahrbetrieb und Planung Etappe 3.


  • Bergfahrt innen und Talfahrt aussen, Grund: Probleme bei Wendeln bereiten meist nachschiebende Wagen. Wenn Du außen talwärts fährst hast Du logischerweise größere Radien und weniger Steigung die dann nicht so anfällig sind.

    Hi Walter, ja das stimmt. Habe ich wohl vergessen gehabt. Mir ist einfach wichtig, dass ein Ring unter 3o/oo zu stehen kommt. Ich werde nicht mit den Bügelkupplungen fahren sondern mit Bemo KK oder Fleischmann N Profi-Kupplungen. Welches Gleis für die Tal- oder Bergfahrt sein wird, werde ich dann testen, ebenso die Höhe je Umdrehung. Bei der Ein- wie auch Ausfahrt des Wendels wird es eine Weichenverbindung geben, damit man die Radien beliebig wechseln kann.

    eine Frage/Anmerkung: Braucht es wirklich einen Hub von 10cm pro Wendel? Das könnte man doch vielleicht etwas reduzieren und hätte somit auch gleich eine flachere Steigung. Nur so als Idee..

    Hi Marco, nein braucht es sicher nicht zwingend! Ich bin jetzt einfach mal von einem Wert von 9-10cm Brutto-Höhe ausgegangen, Brett zu Brett. Dort gibt es noch die Korkunterlage und die Gleishöhe abzuziehen und auch allfällige Fahrleitungsschienen und die Brettaufhängung unter den Bretter. Ich werde den Gleiswendel konventionell mit Schraubstangen machen, wo ich dann diese Flexibilität habe, die Höhe pro Ebene individuell anzupassen! Zudem möchte ich lieber ein bisschen mehr Höhe - wenn es sich zulässt - um im Falle eines Falles die Bergungsarbeiten 'einfach' ausführen zu können. :)

    Meine maximale Zugslänge wird ein Oberländer-Regio mit einem Glacier Express mit WR sein. Also in etwa 12 Wagen oder 14 mit Verstärkungswagen. Mind. Traktion eine Ge 4/4 II. Aber ich werde mir die Zeit nehmen um diese Konstellation mit den Einstellungen des Gleiswendels ausgiebig zu testen. Aber ich denke, die Radien von 21''/533mm und 24''/609mm sind gegeben. Irgendwann muss ich ja damit anfangen. ;)

    Danke für Eure zahlreichen Posts und Infos!

  • Bergfahrt innen und Talfahrt aussen:

    Stimmt in der Regel. Ich hatte aber nie Probleme deswegen, auch der Goldenpass, wo die Lok sich mittig befindet, macht keine Probleme im Wendel, egal ob innen oder aussen, rauf oder runter.

    Ich dachte vor allem an

    • verhackende Zurüstteile
    • leichte Wagen (unbeladener 2achsiger Niederbordwagen) hinter der Lok bei längeren Güterzügen