Projekt Depot Landquart

  • Hoi Jean-Michel


    Das wird grandios! Mit den Gruben und Gleisen sieht es gleich nochmal anderst aus!


    Wenn du noch 1-2 Worte zur Ansteuerung sagen könntest, würde mich das sehr interessieren :)

    Ich habe meinen Bahnhof St. Stephan mit dem, ich sag mal "kleinen Bruder", Arduino programmiert (Signale, Weichen, Fahrstrassen,...) und das war schon ein spannendes Thema alles so zum laufen zu bringen wie ich es wollte. Den RPi kenn ich noch nicht so vertieft aber wollte mal alles auf einen umstellen inkl. dem Streckenteil nach Alteried.

    Hatte bisher aber noch keine Zeit dazu gefunden...

    Die Servos werden wohl über kleine Verteiler Boards noch mit extra Spannung versorgt, oder wie machst du das?


    Viel Erfolg beim weiteren Justieren und besti Grüess,


    Ciril

  • Hallo Ciril,


    auf de RaspberryPi hast du halt ein Betriebssystem mit allem was das an Mehrwert bietet. Man kann sich also per ssh auf dem Gerät einloggen und so auch die Software installieren. Beim Arduino musst du das alles explizit machen und ggf. per Kabel an den Rechner anschließen zum programmieren etc. Angenehmer weise haben die neuen Modelle direkt WLAN eingebaut. Das bedeutet, es braucht nur 5V Gleichstrom als Anschluss von außen. Alle Kommunikation findet über das WLAN statt (und kommuniziert mit wem auch immer, den anderen Modulen, einem Server, ...). Und dann kannst du wie beim Arduino die Pins ansteuern. Finde ich bequemer als Kabel verlegen zu müssen, denn das mag ich gar nicht.


    Natürlich werden die Servos extra mit Strom versorgt. Das ist auf den Platinchen auch schon so vorgesehen. Ob dann jede Platine eine eigene Stromversorgung bekommt, oder ob eine für alle reicht schaue ich dann. Einen Kondensator kann man auch noch auflöten wenn das nötig sein sollte.


    Gruß

    Jean-Michel

  • Hoi Jean-Michel


    Danke für deine Antwort! Das mit dem WLAN wusste ich noch nicht, das ist natürlich schon top. Genau das ist etwas, was mich beim Arduino immer wieder störte, wenn ich etwas ändern wollte, musste ich ihn fast wieder ausbauen um mit dem USB Kabel daran zu kommen.

    Betriebssystem nehme ich an, hast du wie die meisten auch ein Linux drauf laufen?


    Auf jeden Fall ein sehr spannendes Thema, nebst deiner Halle mit Drehscheibe ist auch das für mich sehr interessant und macht dein Projekt nochmals einmaliger :thumbup:


    Grüess, Ciril

  • Hallo Cyril,


    klar, ein Linux läuft da drauf, Raspbian Stretch. Als Hilfe gibt es dann so Sachen wie Wiring Pi. Bei den Treibern für Schrittmotor oder i2c, kann man auch viel bei Arduino anschauen, so als Einstieg.



    Gruß

    Jean-Michel

  • Hallo Jean-Michel,


    ich staune und bin ob der Info zu deiner Ansteuerung sehr begeistert!

    Wie meine Vorredender schon sagten, ein sehr umfassendes und spannendes Thema, perfekt präsentiert!

    Gruaß, Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Danke Tomi und Peter!


    Ein paar Bilder zum Rückmeldesystem wollte ich zeigen. Die Möglichkeit zur automatischen Steuerung soll ja auch gegeben sein. Daher braucht es entsprechende Sensoren.


    Für die Belegtmeldung/Freimeldung der Gleise kommen klassische Stromsensoren zum Einsatz:



    Auf der Drehscheibe ist mittig ein Hall-Sensor eingebaut, da muss halt jede Lok, die automatisch gefahren werden soll, mittig einen kleinen Magneten haben. Das ist kein Problem. Und wirklich mittig muss das nur bei den langen Loks sein.


    in den Wartungsgruben sind hinten Infrarot-Lichtschranken eingebaut. Das ist sicherer, als Stromsensoren, denn wenn da die erste Achse nicht "zündet" fährt die Lok zu weit.




    Mit dem kleinen Potentiometer lässt sich die Empfindlichkeit sehr schön einstellen.


    Angeschlossen werden alle Sensoren über diese Multiplexer:



    Über die Eingänge S0-S3 wird die Adresse des Pins eingestellt, den man auslesen möchte (Y0-Y15,) und der Zustand dann am Pin Z gemeldet. Folglich hat man mit wenig Pinverbrauch am Raspberry/Arduino eine beachtliche Anzahl an Eingängen, da jede weitere Multiplexer Platine nur einen weiteren Pin verbraucht, die Adresspins kann man ja mehrfach verwenden.


    Eingebaut ergibt sich, nur für die Kamera sichtbar, dieses futuristisch leuchtende Violett:



    Von den sensoren sieht man dann später nichts mehr. Erste Tests mit 1/4 der Gleise waren sehr erfolgreich, ich konnte mehrere Stunden Loks damit automatisch über die Drehscheibe fahren lassen. Also baue ich den Rest der Gleise auch so.


    In der Mitte sieht man schon die Messingrohre für den Torantrieb. Die sind bis in die Mitte geführt, da an dieser Stelle Pfeiler stehen darin die Rhre unsichtbar nach Unten zu den Servos geführt werden.


    Gruß

    Jean-Michel

  • Hoi Jean-Michel


    Sehr schön ausgeführt mit dem Hall Sensor und der Lichtschranke. Ich nehme an, du hast die Lichtschranke/ Sensor über den Rasperry Pi im Rocrail implementieren können oder steuerst du das ganze über eine eigene Software, welche du bei deinem Wiesen Projekt mal gezeigt hast?
    Hab nur den Rocrail Stromfühler gesehen, daher die Frage ;)

    Die Multiplexxer sind echt geniale Teile, auch für Servos oder Signale sind die wirklich "Gold" wert,... man kann einen haufen Anschliessen und braucht nur ein par wenige Pins. Vom Preis den man mitlerweile für solche Teile noch bezahlt ganz zu schweigen.


    Danke fürs zeigen, solche Details sind (für mich) genau so spannend und je mehr ich hier so lese um so mehr packt mich wieder die Lust mich selbst mit dieser ganzen Materie zu befassen... einen RasperryPi hab ich mir mal bestellt... :saint:


    Grüess, Ciril


  • Hallo Cyril,


    ja, im Hintergrund ist auch ein Rocrail aktiv. Die Module kommunizieren über einen MQTT Broker (https://mosquitto.org). Das klappt erstaunlich gut, auch von den Latenzen her. Rocrail spricht auch mit dem Broker und ist damit ein Baustein im ganzen System. Drei kabelelose Handregler habe ich mir auch schon gebaut mit dem Raspberry, also momentan die optimale Lösung.


    Gruß

    Jean-Michel

  • Jean-Michel

    Vielen Dank für die ausführliche Berichterstattung.

    Habe mir diese Infrarot-Lichtschranken bestellt und werde sie in einer eingleisigen Remise einsetzen d.h. eine akustische Warung ausgeben ev. mit Not-Abschaltung der Einspeisung.


    Sobald die Schranke auslöst, schaltest du den Strom aus oder gibt es ein Signal an die Digitalsteuerung? Viel Weg zum abbremsen ist ja nicht vorhanden.


    Gruss


    Christian

  • Guten Abend,


    über Ostern habe ich die Weiche geschafft. Das Gleis zum letzen Tor ist nicht schief, sondern geht leicht bergauf. Habe mich für 1.5mm entschieden, das muss optisch reichen um den Versatz darzustellen.



    Das wird noch schöner Rangierspass mit dem Kurvengleis:



    Christian, die Sensoren melden das Event an die Steuerung.


    Gruß

    Jean-Michel