Depot Landquart / Davos Wiesen / Chur West

  • Hallo Jean-michel,


    Wow, einfach fantastisch was Du so hinzauberst. Ich bin sprachlos. Wirklich grosses Kino was Du so baust. Danke noch für die Imfo über Deinen Laser. Ich werde das ganze mal studieren. Ich bin gespannt auf Deinem Weiterbau.


    Gruess Peter

  • Cool! :)

    Beste Grüsse - Carlo


    Anlage H0m "Rhaetian Flyer" - Proto-Freelance RhB, FO "Vom Oberalp über Albula und Bernina nach Tirano".
    Testanlage und Aufstellbahnhof fertig und betriebsbereit, noch kein Gelände; z.Z. Fahrbetrieb und Planung Etappe 3.

  • Guten Abend,


    in 5 Schritten zur Rückwand:


    So kommt es aus dem Laser:


    lq_48a.jpg


    Nicht zu sehen als Bild, Schritt 2: der Karton wird mit Emaillfarbe Matt Weiß (Revell, kleine Töpfchen 3€ das Stück) angemalt um die Fugen weiß zu bekommen. Durch die Nitroverdünnung wellt sich der Karton auch nicht.


    Schritt 3: die Ziegelsteine werden, nach dem Trocknen der Farbe mit wasservermalbaren Buntstiften angefärbt. Die Farbe wird dann mit dem leicht! angefeuchteten Finger mit Gefühl verteilt, und zwar so, dass nichts in die Ritzen kommt, die sollen ja weiß bleiben, nicht wahr Ralf :).


    lq_48b.jpg


    Ausschneiden der Teile: (Cuttermesser 30°) viel besser als die anderen, stumpfen.


    lq_48c.jpg


    Zusammenkleben. Mit UHU Original, also der, der Fäden zieht und zwar mit Hilfe von Aceton. Das kann man im Baumarkt kaufen, oder in der Apotheke. Mit dem aus der Apotheke hat man mehr Spass, das stinkt nicht so (nicht vergällt) ist halt aber teurer.


    lq_48d.jpg


    So, dann kommt die große Frage: der Laser, das ist doch bestimmt teuer.


    Warnung: Don't try this at home!


    Das Grundmodell bekommt man für weniger als eine handelsübliche Bemo Lok. Aber damit macht es noch keinen Spass. Man kann das natürlich an den Computer anschließen und dann kommt da ein Laserstrahl raus und der schneidet auch Karton. Aber schön wird das nicht. Und dann beginnt das Hobby im Hobby. Dann braucht man einen "Air-Support", also einen Luftstrahl, der auf die Schneidefläche bläst, ganz einfach: es fängt da an zu brennen, was sonst? Der Luftstrahl bläst die Flamme aus. Ansonsten hat man da etwas mehr Abbrand als gewollt. Wie macht man das? Mit einem "Teichbelüftungsgerät" aus dem Zoofachhandel und Messingrohr.


    Der Laser kann mit dem was man geliefert bekommt nur 100% oder 0% feuern. Also braucht man ein anderes Controllerboard. Das bekommt man günstiger, als einen Güterwagen. Und mit diesem neuen Controllerboard (Stichwort http://smoothieware.org/) und einer entsprechenden Software, bekommt man schon ordentliche Ergebnisse, siehe oben. Und dann noch neue Kupplungen für die Verbindung zwischen Schrittmotoren und Rahmen und und und. Und eine vernünftige Unterlage braucht man auch, da bin ich grade dran.


    Also im Großen Ganzen muss das alles nicht teuer sein. Es braucht halt Zeit und Geduld. Und das macht für mich das Hobby aus.


    Gruß

    Jean-Michel

  • Hallo Jean-Michel


    Hammer! - und danke für die Tipps :)

    Beste Grüsse - Carlo


    Anlage H0m "Rhaetian Flyer" - Proto-Freelance RhB, FO "Vom Oberalp über Albula und Bernina nach Tirano".
    Testanlage und Aufstellbahnhof fertig und betriebsbereit, noch kein Gelände; z.Z. Fahrbetrieb und Planung Etappe 3.

  • Hi Jean-Michel

    Ich mag solche Beiträge wie Deine besonders: So einfach dokumentiert und voll überzeugend gemacht. Das ist echt tolles teilen von Deiner Modellbaukunst. Vielen dank für Deine Arbeit, uns so teilhaben zu lassen. Das inspiriert sehr !!

    Grosses Kompliment für Deinen Modellbau.

    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Thomas,


    das Lob gebe ich mal so 100% zurück! Du bist ja auch nicht unschuldig als Inspirationsquelle! ;)


    Das mit den Rückwänden hat mich halt lange beschäftigt. Es musste eine Lösung her, die reproduzierbar ist. Es müssen ja 16 davon angefertigt werden. Bei den ersten Prototypen hatte ich, für das Rot, Wasserfarbe genommen, das artete jedoch in Stress aus, die lief dann doch in die Fugen wenn man nicht aufpasste. Jetzt mit den Buntstiften geht es ganz einfach. Noch 5 dann hab ich alle. Aber vielleicht nicht mehr heute ...


    Gruß

    Jean-Michel

  • Guten Abend,


    da es Not tat, mal bei einer Lok die CVs zu verstellen, musste ich mal an den Programmierdialog ran. So sieht er aus, das kann dann sicherlich noch etwas verschönert werden, aber er macht was er soll:


    lq_49.jpg


    Das Gleisbild in der Software ist momentan folgendes:


    lq_50.jpg


    Man fährt da von Signal zu Signal, also als Fahrdienstleiter. Die roten Punkte sind auch Signale, einfach anders dargestellt (Rangiersignale). Im Prinzip also immer von Punkt zu Punkt. Momentan kann man der Lok sagen: schalte das nächste Signal auf grün, wenn möglich (links das rote M wird dann ein grünes A) Die Sicht ist aber noch nicht richtig. Das muss an das Signal, das Signal darf sagen: es geht weiter. Aber Alles kein Problem, kommt noch. Das sind nur Änderungen an der Sicht auf die Sache.


    Der Block in der Mitte ist die Drehscheibe, die Punkte an den beteiligten Gleisen zeigen die Stellung an. Es gibt ja da immer zwei Möglichkeiten. Hier gibt es durch das Kurvengleis noch mehr.


    Wenn es dann eine Möglichkeit gibt, ohne "drehen" das Gleis zu befahren, wirkt die Drehscheibe wie eine Weiche. Also, es wird durchgefahren. Im anderen Falle wird gehalten und die Drehung abgewartet. Auch bei Weichen. Hier wird das Acknowledgment des Knotens abgewartet. Dieser wartet wiederum auf das Acknowledgment der dahinterligenden Bauteile. etc.


    Ansonsten sind alle Beteiligten Autonome Knoten, jedes Modul hat seinen eigenen Computer und meldet sich im System. Auch der DCC-Generator ist autonom. Das ist sehr bequem. Gefahren werden kann auch, wenn ein Knoten ausgefallen ist. Und es gibt auch keinen Master, der ständig abstützt :)


    Bei Interesse gerne mehr.

    Gruß

    Jean-Michel


    Anmerkung aus Gründen: Andere Modellbahn-Software und Modellbahn-Bibliotheken sind hier nicht involviert.

  • Hallo Jean-Michel,


    obwohl ich zwar selbst viel am PC arbeite und auch einiges bei meiner Zugsteuerung eingeben muss, ist deine Vorgehensweise für mich die reinste Fremdsprache. Ich bewundere jeden der sich über so eine Programmierung wagt und auch so übersichtlich und einfach erklären kann:respekt::respekt::respekt:


    Wirkt alles schön aufgeräumt, logisch angeordnet und gelöst und was nicht am Bildschirm benötigt wird, erst gar nicht eingezeichnet, Klasse!


    Gerne mehr und weiterhin gutes Gelingen,

    Gruaß, Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Guten Abend,


    jetzt musste mal wieder etwas RhB-Feeling her. Also habe ich mich der vorderen Türen von AG-Wiesen angenommen.

    Im Laserprogramm (LightBurn) sieht es so aus. Ich zeichne das allerdings vorher in einem CAD, weil das einfacher ist und mehr Funktionen hat.


    lq_51.jpg


    Gelasert habe ich hellbraunen Tonkarton.


    lq_52.jpg



    Zusammengebaut und eingefärbt (Mit Revell und Humbrol Emaille) auf dem Dach der Remise Landquart:


    lq_53.jpg



    Und eingebaut in das AG Wiesen. Es scheint etwas dunkel, aber das gibt sich schon.


    lq_54.jpg


    Das Stationsschild ist aus Papier, bedruckt mit einem Handelsüblichen Tintenstrahldrucker. Richtig: es ist nur ein Platzhalter. Das wird selbstverständlich noch richtig gemacht. Aber ein rotes RhB-Logo musste mal ins Bild. Fast vergessen: die Fensterläden kamen auch dazu, ähnlich gemacht wie die Türen, nur nicht so aufwändig von der Farbgebung her. Die Dachuntersicht ist auch noch nicht fertig, es gibt noch viel zu tun.


    Gruß

    Jean-Michel

  • Hallo Jean-Michel,


    echt toll deine Türen! Die kommen von der Feinheit her schon an Ätzteile heran, und erst noch mit dem natürlichen Holzflair.


    Weiter so, Wiesen wird sehr schön!


    Liebe Grüsse,


    Alain

  • Hallo Alain,


    ja, Karton wird irgendwie, immer noch als Material zweiter Klasse angenommen. Dabei ist das das optimale Material für solche Vorhaben. Danke für das Lob!


    Peter : auch Danke!


    Gruß

    Jean-Michel

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von jmf () aus folgendem Grund: Das mit den CVs gelöscht.

  • So,


    das Doppelhaus hat Fenster bekommen:



    Da die Wände von Hand und nicht mit dem Laser geschnitten sind, sind die "Aufdoppelungen" etwas sparsamer ausgeführt. Sichtbar an der Hinterseite. Aber davon sieht man später ja nix mehr.


    Gruß

    Jean-Michel

  • Guten Morgen Jean-Michel


    Bewundere immer wieder deine Arbeiten. Dein Wiesen wird ein sehr schönes Modell! Die Türen und Fenster gefallen mir sehr gut. Wie du schreibst, Karton ist optimal für solche Vorhaben. Nutze auch immer gerne Karton für solche Bauteile, er ist Stabil und doch kann man sehr filigrane Teile daraus schneiden/ brennen.


    Wünsche einen schönen Sonntag und besti Grüess,


    Ciril

  • Guten Abend,


    erst mal Danke, Danke!


    Heute waren die Zimmerleute da:


    lq_57.jpg


    Die Zimmerleute waren recht schnell fertig. Der Polier meinte: "Nee, dat macht man nit mehr mit diesen Sparren, da kütt diese Plaat dodrop, dann es et auch leeschter für die Kallendresser, die sih eh immer voll ... un weeste ... ". Den Rest hab ich nicht verstanden, es kam ein Güterzug.


    Gruß

    Jean-Michel

  • Guten Abend,


    der Zimmermann war etwas vorlaut mit der Platte für das ganze Dach, da musste noch mal nachgearbeitet werden, kurze Sparrenstücke müssen natürlich hin (die Idee war schon da, aber die Zeit noch nicht ... ) :



    weil, man sieht das ja natürlich:



    Daniel S. : ja, die Wände sind auch aus Karton.


    Gruß

    Jean-Michel