Auf nach Arosa, Station Langwies

  • Hallo geschätzte Modellbahnfreunde,


    und nun wurde auch noch die Funktionstüchtigkeit getestet und für gut empfunden!

    Hier der Beweis!

    Vorrausschicken möchte ich noch, dass ich unter der Bahnhofsplatte auf einem 3/4m² gut 200m Litzen für die Beleuchtung der ganzen Infrastruktur bzw. Gebäude verlegt habe. Dies war schon eine nervenaufreibende Sache, da dies ja an der Unterseite in die Kabelkanäle eingezogen werden musste.

    Mit den Kabeln werden 6 Gebäude mit Lichtstrom versorgt. (Die Walsersiedlung in Palätsch ist nicht mitgezählt) Am Bahnhof sind einige Lampen bzw. Led´s in Serie geschaltet und mit Steckern versehen, damit ich die Oberleitung am Schreibtisch fertig bauen kann und dann brauch ich nichts mehr löten sondern kann bequem einstecken!





    Zwischen den Fotos wurden keine Veränderungen der Raumbeleuchtung vorgenommen. Diesen Effekt sieht man dann in einem Video viel besser!





    Für die Anlagenbeuchtung und der Gebäudebeleuchtung hab ich mich für Light@Night entschieden, da ich damit schon gute Erfahrungen hatte und auch jetzt macht es einfach Spaß alles einzustellen.

    Es war ein richtig schöner Moment, wenn es im Raum dunkel ist und die Lampen gehen an. Was ich vorher in meinen Märklinzeiten nie hatte waren beleuchtete Personenwagen.

    Es ist für mich eine große Freude wenn die beleuchteten Züge sich durch die Landschaft schlängeln und ihre Lichter in den Wiesen und der Umgebung alles erhellen......ich liebe das ganz einfach und kann da stundenlang zusehen!




    Wie ihr sehen könnt gedeihen die Gebäude weiter. Es fehlt mir noch die letzte Version meiner Geätzen Herzfalzplatten, welche aber bald eintreffen sollte!


    Des weiteren bin ich noch beim Experimentieren mit der Begrünung. Hier ein paar Schnappschüße:










    Der Hang ist mir für den Juni fast zu dunkel geraten. Gerade das Abstimmen der zweiten und dritten Schicht (eher Grasbüschel) möchte ich mit nur ganz feinen Farbunterschieden erzielen, in dem ich in die Hauptfarbe, dabei handelt es sich um Mininatur Frühling 4,5mm in welche ich dann etwas dunklere Fasern mische.

    Es ist ganz schwierig für Auge und Kamera die Fasern zu erkennen wenn nur quasi eine Farbe verwendet wird. Beige und Braune Fasern erleichtern die Wahrnehmung und man erkennt die Grasstruktur als solche schneller! So zumindest meine Erfahrung.


    Bis bald,



    lieber Gruss,

    Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Hallo Peter

    Du kommst gut voran! Die Wiese bei der Churer Einfahrt ist dir sehr realistisch gelungen, geht auch als Vorbild Foto durch!

    Auch das nächtliche Langwies weiss zu gefallen, die Beleuchtung ist ja ganz schön aufwändig... Das Erdgeschoss beim rechten Haus scheint mir jedoch noch etwas gar grell.

    Gruess Bernie

  • Lieber Peter

    Wie krass ist das denn jetzt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

    Solch fliessende Übergänge von 3D zur Hintergrundkulisse: Egal ob Häusergruppierung oder Wiesenhügel, das ist absolute Spitzenklasse, meine Güte hast Du ein Auge für Verhältnisse, das ist einmalig !!

    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Peter,


    das mus sich erst mal sacken lassen.


    Irgendwie bin ich mir bei dir nicht sicher, ob du uns nicht doch Fotos vom Original dazwischenmogelst. Dann muss man sich aber auch fragen: Ob das die Natur soooooo schön hinbekommt ? Chapeau, Hut ab, ein Traum ... meine mir zur Verfügung stehenden Superlative gehen aus - sorry.


    Freu mich schon auf ein Filmchen :love:

  • Hallo Peter,


    wie von dir nicht anders gewohnt > Wunderschön ! Deine Experimente wären bei mir schon das maximale mögliche Endergebnis.

    Apropos Hintergrund, ich würde die Fenster der Häuser im Hintergrundbild auch beleuchten. Ist nicht so ein großer Aufwand und der Hintergrund verschmilzt noch besser mit dem Vordergrund.


    Viele Grüße Andreas

  • Hallo Peter


    Einfach wunderschön! Die Idee von Andreas, die Häuser im Hintergrund dezent zu beleuchten, finde ich super!! Werde ich mir merken für Pontresina, falls ich es einmal hinkriege, verwendbare Fotos zu schiessen...

    Zurück zu deiner Anlage, Peter: die Wiese ist derart detailliert, dass man fast nicht glauben kann, es handle sich um eine Modellwiese.


    En Gruess

    Reto

  • Hallo Peter,


    Die Beleuchtung wird schon ansprechend, in die Kulisse angebracht vieleicht eher mit etwas zurückhaltung, denn zu schnell wird das eher spielzeughaft. Zuerst probieren!

    Die Grasfarbe kann ich nachvollziehen, aber ist auch schwierig zu beurteilen, Bilder und so sind immer verschieden.

    Wichtigste is das es bei dir stimmt!


    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet

  • Hallo Peter,


    ich finde deine Wiesen sehr gelungen. Den Farbeindruck kann ich am Monitor schlecht beurteilen, aber eigentlich wirkt es für mich auf den Bildern stimmig.

    Neben vielem Anderen gefällt mit das überwucherte Betonhäuschen auf dem letzten Bild besonders gut.

    Was für Material hast du dafür verwendet? Eine Foliage?


    Viele Grüße

    Jona

  • Hallo Bernie, Thomas, Daniel, Andreas, Christian, Jan, Reto, Michiel, Andreas, Robert und Jona,


    herzlichen Dank für eure Kommentare und das Lob!

    Ebenso ein herzliches Dankeschön für die vielen Daumen und den Besuch in Langwies!


    In der Tat gefällt mir der Übergang zur Kulisse auch in Echt sehr gut und auf den Fotos wirkt er sehr fließend!

    Der Hintergrund ist ja ungefähr eine halben Meter von der Anlage entfernt an der Wand. Von daher verschneidet die Kamera dies vermutlich noch besser!


    Was die Beleuchtung der Hintergrundkulisse angeht, denke ich nicht dass ich diese Beleuchten werde. Ich mag den realistischen Hintergrund schon sehr, doch ob es dann nicht zu viel wird? Hab ja jetzt schon über 50 Lichtpunkte auf kleinsten Raum.....aber mal schauen.


    Schön wenn auch die Begrasung gefällt. Viel Zeit und Probieren hab ich da investiert. In meinem ganzen Leben hab ich vermutlich nicht mehr als 5 bis 6m² begrasst. Das meiste davon in meiner Jugend mit Heki-Fasern und den ersten Grasmaster. Damlas dachte ich mir schon warum die Fasern gemischt sind. Es geb noch keine farbreinen Fasern. Das kam erst später!


    Die Grasfaser, fast könnte man parallelen zur Quantenphysik herstellen und darüber eine Abhandlung schreiben: Sie, die Fasern, verhalten sich nie so wie man will und trozdem, um so besser man sie kennt, um so eher kann man sie kontrollieren!


    Ein Schlüßel ist sicher Probieren und der zweit recherchieren! Die Begrasung im MSL-Forum wie von Jona und auch schon von anderen hier angesprochen kann man eigentlich gut als Basis verwenden. Jeder wird dann selbst entscheiden und sich entwickeln was gut funktioniert und was einem nicht so zusagt. Grundsätzlich muss man aber bedenken dass die Natur mehr zu bieten hat als Büschel. Wiesen und Felder (ich bezeichne dies dann gerne als Teppich) mach ich zum Beispiel in einem Durchgang.

    Ich habe es nicht vergessen und möchte dann, wenn meine Anlage begrünt ist noch eine schöne Anleitung für Jedermann hier einstellen. Das Thema ist so komplex und vielseitig.


    Da Andreas nach einem dichten Grasbewuschs fragte, dies hängt auf jedenfall mit der Stärke des Elekrotstaten zusammen. Eine hohe Spannung schießt im wahrsten Sinne des Wortes die Fasern in das Klebebett und hat auch mehr Kraft noch zwischen den Fasern weitere Fasern zu schießen. Ein weitere Geseztmäßigkeit der Fasern, sie stehen immer im rechten Winkel zum Kleber bzw. Untergrund. Eine runde Kleberkugel (das geht mit Baufan Latexkleber und einer Sprizte, die man ja vom Einschottern hat) bekommt man auch eine runde Faserkugel bzw. ein schönes Büschel!

    Zum Probieren hatte ich anfangs ja auf Din A4 Seiten geübt.


    Mittlerweile mache ich mir selbst Matten und möchte dies als Übung jeden emphelen der sich noch nicht über sein Farbkonzept bzw. Begrasungskonzept im klaren ist.

    Klarsichthüllen mit einer Trennschicht versehen. Darauf den Kleber, der darf schon etwas dicker sein, da dies später als Trägermaterial dient.

    Da kann man alles ausprobieren und nach dem Trocknen abziehen und auf der Anlage einfach auflegen und den Eindruck überprüfen.

    Mann sollte schon Geduld mitnehmen auf diesem Weg. Das sieht dann so aus:






    Da kann man sich richtig austoben und alles probieren.


    Und wie oben schon angesprochen hier quasie die Methode so wie sie im MSL Video beschrieben wird aber mit insgesamt 4 Durchgängen.




    Die erste Schicht waren noch kleinere Tupfer und dann mit 2mm Frühling Mininatur und wenige 4.5mm Fasern Frühling als Grund. Da muss auch gar nicht so dicht begrast werden.




    Beim oberen Bild ist die dritte Schicht mit den Büschel fertig. Die Büschel sollten sehr dicht begrast werden und ich schieße am Ende dann noch 2mm Fasern Sommer oder altgold. Hier sorgt der Farbkonstrast dafür dass das Auge die Fasern abgrenzen kann.



    Hier wurde gerade Gras aufgeschossen und da glaubt man fast nicht ob dies noch was wird. Es hilft tatsächlich auch mit dem Elektrostaten auch ohne Fasern über die Büschel oder Wiese zu fahren. Ich fahre da fast gleich lang darüber wie vorher schon. Absaugen nicht zu früh. Mit einem Strumpf über dem Schlauch fang ich mir diese Mischung immer für die Büschel auf. Eine Schicht Büschel wurde auch mit Moosgrün 4mm von Polak verwendet. Dieser Farbton gefällt mir sehr gut und passt da einfach schön dazu.


    Und im Vergleich eine richtig schnelle Arbeit:

    Einmal Kleber auftragen und etwas Sandeinstreuen: Begrast wurde im unteren Bild wieder Frühling 4,5mm Mininatur in welchen dann beige Spätherbstfasern und Frühherbstfasern an unterschiedlichen Stellen eingeschossen werden. Hier sollte ein Teppich entstehen.




    Man erkennt schön links hell durch die beigen Herbstfarben und rechts wird etwas dunkler durch den Frühherbst von Mininatur. Frühling und Frühherbst von Mininatur vertragen sich wesentlich besser als die Sommerfarben mit dem Frühling. Jede länge hat auch in der jeweiligen Jahreszeit eine andere Farbgebung was ich sehr intelligent finde!




    Es wurden nur noch zwei drei Büschel platziert und fertig.




    Etwas Blätterwerk von Microrama Olivgrün und Blüten. Hier ist gleich zu viel, also lieber mal weniger. Diese fixiere ich mit einem Fixativspray.


    Jona, das Moos auf dem Betonbau ist mit aufgetupften Klarklack und Mininatur Moose 0,5 und 1mm elektrostatisch aufgeschossen. Diese Fasern werden für Fichten und Lärchenbaumbau verwendet und gefallen mir auch als Moos oder ganz kleiner Bewuchs am Bahnsteig oder auf Mauern sehr gut!

    lieber Gruss,

    Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Hallo Peter,



    top Erklärung mit dem Begrasen. Das MSL Video Tutorial kenn ich auch und wie du schon schreibst,

    ein Probestücke ist das Geheimnis zum Erfolg.

    Sie echt toll aus die ganze Landschaftsgestaltung von dir.


    Gruß Manne

  • Hallo Peter


    Super Anleitung und super Resultat! Das Ganze wirkt unglaublich natürlich und harmonisch. Sehr gut gefällt mir auch die Farbgebung von Untergrund und Mauern. Damit fügen sich selbst die bislang unbegrünten Bereiche unheimlich harmonisch in Deine Landschaft ein. Mein größter Respekt, auch vor Deiner Geduld!!


    Viele Grüße

    Heiko


    P.S.: Welchen Schotter hast Du verwendet? Auch den finde ich (und anscheinend auch die Kuh...) perfekt gelungen.

  • Hallo Peter,


    hervorragende Arbeit! Und danke für das Teilen deiner Vorgehensweise! Bin da immer noch blutiger Anfänger, auch wenn die wenigen qcm bei kleinen Dioramen und ein, zwei Modulen bisher ganz gut geklappt haben.