? zu Problem(en) mit BEMO Ge 6/6 II 705

  • Hallo Freunde der BEMO Bahn,


    ich hätte da mal ein Anliegen. Es dreht sich um mein Modell der Reihe Ge 6/6 II mit der Betriebsnummer 705 (BEMO 1254 145).
    Diese Lok ist wunderschön, auch im Modell, nur leider (bei mir) mit einige nervenden Macken aufgefallen:


    • Selbst auf geraden, ebenen Strecken macht die Lok deutliche Fahrgeräusche im Inneren, es klingt fast so, als würde das Getriebe unruhig laufen (Knirscheln).
    • Zu 1.) kommt noch ein deutliches Quietschen.
    • Die Lok mach an jeder Steigung fast schlapp, die Geräusche aus 1. und 2. werden dabei noch deutlicher. Es geht soweit, dass an Steigungen (wir reden hier von maximal 3%!), die Lok einfach stehenbleibt mit durchdrehenden Rädern.
    • In Kurven mit einem Radius kleiner 400 mm (maximal 350 mm minimal), scheint das mittlere Drehgestell ziemlich unruhig zu werden und die eh schon schlechten Fahreigenschaften weiter zu verschlimmern.
    • Bei Übergängen in Steigungen (ich habe diese bewusst sehr flach auslaufend gemacht wegen des gesamten BEMO Rollmaterials) setzt das mittlere Gestell anscheinend zu früh auf oder kommt an sein Limit, dass sich das vordere Drehgestell quasi kurz in die Luft hebt. Das reicht dann leider wieder aus, dass die Lok aus eigener Kraft nicht mehr vo ran kommt.


    Alles in Allem natürlich sehr unbefriedigend für mich, ich will die Lok ja fahren lassen, nicht nur in der Vitrine stehen haben.


    Die Steigungen, Übergänge etc. machen mit keinem meiner anderen Loks und Zügen irgendwelche Probleme, alles fährt Lok voran und umgekehrt in allen Tempi problemlos rüber, nur der Ge 6/6 II geht die Puste dabei aus.


    Nun zur Frage:
    Kennt jemand in D einen Fachmann, der gegen Bezahlung (logischerweise) sich der Lok annehmen könnte? Ich bin leider absoluter Amateur und kenne auch die Feinheiten der Lok nicht.
    Soweit ich weiß bauten andere User hier die Lok auch radikal um (Sägen etc.), nur dass kommt dann für mich auch nicht in Frage.
    Oder würde jemand hier im Forum mal drüberschauen? Neben Bargeld könnten wir uns auch auf ein Sachgeschenk aus dem Hause BEMO einigen ;-)


    Gruß
    Sven

  • Hallo Sven

    Soweit ich weiß bauten andere User hier die Lok auch radikal um (Sägen etc.), nur dass kommt dann für mich auch nicht in Frage.

    An der Säge kommst du wahrscheinlich nicht vorbei, wenn du eine Ge 6/6II mit einem 5poligen Zentralmotor hast. Ich habe meine 2 alten Schätzchen umgebaut und musste, trotz moderaten Übergängen in die Steigung, die Platine mittig zersägen. Die offenen Enden der Leiterbahnen wurden dann mit Litze wieder verbunden. Dann wurde noch am Mitteldrehgestell etwas Feintuning betrieben. Seitdem fahren die beiden Loks ganz gut.
    Betreffend Knirschen und Quietschen kann ich nichts aussagen, aber vielleicht bessert dies, wenn mal die Platine geteilt und die Lok wieder etwas gelenkiger ist. Nur Mut, ich hab's auch gewagt.
    Mit Adressen in deiner Nähe kann ich dir leider nicht dienen

  • Hallo Sven,

    Hallo Sven

    An der Säge kommst du wahrscheinlich nicht vorbei, wenn du eine Ge 6/6II mit einem 5poligen Zentralmotor hast.

    sehe ich auch so. Das Ding muss beweglich sein. Und das geht nur, wenn die blockierende Platine getrennt wird. Das geht ganz easy mit z.B. der Roco Säge.
    Warum kommt das für Dich nicht in Frage?


    Gruß Rainer

  • Hallo Sven


    Habe diese Woche gerade 4 dieser Loks (1 mit Umbausatz) umgebaut.
    Ist eigentlich nicht so schwierig.
    kann dir dazu morgen noch ein Bild meiner Verkablung einstellen.


    ABER:
    Dieses Getöse des Mitteldrehgestelles hat meine 705 (und nur die) auch.
    Klingt ohrenbetäubend schrecklich.
    Als ob die Achsen leicht klemmen würden.
    kannst du das bei dir evtl mal filmen und hier einstellen?
    Ein Entgleisen o.Ä. konnte ich bei mir nicht feststellen...
    Nachtrag:



    Zitat

    Da ich im unsichtbaren Bereich Radien bis 400 mm habe kam es an einer dieser Stellen immernoch zum entgleisen des mittleren Drehgestells. Moment ... da war doch mal was auch bei den Dreipolern. Ah: die seitlichen "Ausleger" verhaken sich mit dem Gehäuse, alles sehr knapp bemessen. Also Feile raus und nach innen etwas abgeschrägt und oben etwas schmaler gemacht. Jetzt klappt es da auch.


    Irgendwo im AF hatte mal Jean-Michel (jmf) über das Trennen der Platine und weitere Modifikationen gesprochen...
    So auch das Aussägen des Gehäuses unter dem Dach.
    lies dich mal hier ein
    umbau ge 6/6 II



    @admin: evtl könnten die Beiträge hier zum oben genannten Thread verschoben werden...

  • Ich denke die obigen Themen wurden bereits diverse male besprochen... theoretisch imemr dann wenn Bemo eine Ge 6/6 II als Neuheit ausliefert.


    @krusla

    krusla schrieb:

    Dieses Getöse des Mitteldrehgestelles hat meine 705 (und nur die) auch.

    Hatte ich bei der 701 auch, da passte das Radrückenabstandsmass nicht, da die Räder dazu "Eierten" streiften sie jeweils ganz leicht. Nach dem einstellen war das ganze praktisch weg. Habe dann die Gleitflächen mit einem Tropfen Öl versehen, seither ist ruhe. Nachteil den Part mit dem Öl muss man in unregelmässigen Abständen wiederholen.

  • Hallo zusammen,


    wie habt Ihr die Lok wieder "knickbar" gemacht? Ich habe die Platine zersägt und die Kabel bestmöglich versteckt, so dass sich das Gehäuse problemlos schliessen lässt. Ergebnis: Die Lok ist genau so steif, wie sie es vorher mit der durchgehenden Platine auch war. Und nun? Habt Ihr im Gehäuse irgendetwas von den Querstreifen entfernt, damit es mehr Bewegungsfreiheit gibt? Das kann aber nicht so der Weisheit letzter Schluss sein.
    Diese Lok ist wirklich ein schwieriger Kandidat. Die alte Variante hat mir da viel besser gefallen. Ich glaube, die beste Lösung ist die des alten Fahrwerks, ausgerüstet mit zwei Faulhabermotoren. Mir ist aufgefallen, das die Lok wirklich extrem sanfte Einfahrten in eine Steigung benötigt. Wenn man die Lok an einer Seite anhebt, merkt man schnell, wo da die Grenzen sind. Ich bin mit dem guten Stück ein wenig Ratlos und bin gespannt auf Eure Tips!


    Hier mal das aktuelle Innenleben:



    Die Kabel sind sauber verlegt und laufen unter der Platine, neben dem Motor. Links wird der Motor mit der dünnen Pappe und den Schrauben über die Platine gehalten, rechts kann sich der Motor einen Hauch bewegen.


    Marco

  • Hallo Marco
    Ich habe vier solche Loks und alle sind mit der durchgehenden Platine. Mir ist aufgefallen, dass bei allen Loks die Schraubenlöcher der Platine nicht auf die Länge der Lok passen. Die Löcher der Platine haben gegüber der Lok einen zu grossen Abstand.
    Das heisst, die Platine streckt die Lok oben und dadurch ensteht ein beachtlichen Knick der Lokenden nach unten. Fährt eine Lok in eine Steigung ist das genau der falsche Knick. Man sieht dies der Lok gut auch von aussen an, weil der Spalt zwischen den Gehäuseteilen nicht parallel verläuft, sondern nach oben aufklaft.
    Ich habe - sehr einfach - bei dem einen Ende der Platine die Löcher vergrössert und unter Druck auf die Mitte der Lok die Schrauben wieder angezogen.
    Wenn man jetzt einen Metallmassstab über die beiden Lokchassis stellt, liegt er überall auf. Die Lok ist jetzt wirklich horizontal.
    Alle Loks laufen gut (nachdem noch die Radspurmasse korrigiert wurden...), aber ich werde trotzdem den Motor noch gegen SB tauschen. Die Bemo's sind einfach zu laut und die Laufqualität gegenüber den SB-Glockenankermotoren ist unerreichbar.


    liebe Gruess
    Thomas

  • Hallo zusammen,


    das klingt ja nicht gerade vielversprechend. Ich bin mit meinem Latein ein wenig am Ende. Interessant Thomas, dass Du die Platine einfach etwas verändert hast. Das müßte aber den selben Effekt haben, wie die Platine zu zersägen. Die Lok bewegt sich jetzt aber auch kaum, bzw. nicht leichtgängig, dass das in der Fahrt irgendwas bewirken könnte. Im Innern der Lok ist extrem wenig Platz, daher habe ich die Kabel auch weitestgehend unter der Platine verlegt. Ich könnte mir vorstellen, das der Querstreben zur Gehäuseverstärkung über der Schnittstelle da etwas Bewegungsfreiheit nimmt. Wenn man den entfernt, ist auf jeden Fall mehr Spielraum vorhanden. Das habe ich früher bei meiner 3Pol-Variante auch gemacht. Allerdings muß man dann das Gehäuse mit dem Dach verkleben, da es an Stabilität verliert. Da möchte ich bei dieser Lok erst einmal nicht ran.
    Die Räder waren alle nicht in der Norm. Diese habe ich angepasst. Ich hoffe, das bringt schon mal eine Verbesserung.


    Grüße, Marco

  • Hallo,
    eine Frage, nicht ganz passend zum Thema, aber immer wieder genannt.
    Hier wird immer vom Radsatzmaß geschrieben.
    Dazu die knappe Frage: Auf welches Maß stellt Ihr das Innenmaß der Radsätze ein?
    Danke für die Antwort im voraus.
    Bernhard

    RhB 1970 - 1985, HOm , Bemo Standardgleis - PC Windows 10, Steuerung Eigenbau mit Visual Basic 6, Zentrale/Booster BiDiB GBM Master, Lichtsteuerung BiDiB MoBaList, Weichenantrieb BiDiB Servosteuerung ServoSt, Gleisfreimeldung BiDiB GBM 16TS.

  • Hallo Marco,
    ich frage nur deshalb nach, da die Orginal Radsätze Bemo von der NEM Norm abweichen.
    Hab früher mal einige Fahrzeuge nach NEM eingestellt und stelle dabei fest, dass bei den Weichen und Kreuzungen - Bemo Standard Gleis - die Radsätze zum auflaufen neigen.
    Gibt es für das Bemo Gleis einen Richtwert?
    Wie ist das Radsatzinnenmaß bei der Tillig Lehre?
    Bernhard

    RhB 1970 - 1985, HOm , Bemo Standardgleis - PC Windows 10, Steuerung Eigenbau mit Visual Basic 6, Zentrale/Booster BiDiB GBM Master, Lichtsteuerung BiDiB MoBaList, Weichenantrieb BiDiB Servosteuerung ServoSt, Gleisfreimeldung BiDiB GBM 16TS.

  • Hallo Marco


    Saubere Umbauarbeit. Die Ge 6/6 II ist ein leidiges Thema und ich habe mir da auch schon die Zähne dran ausgebissen. Anfangs gingen die Kabel noch oben drüber, als dann jedoch die 3-1 Beleuchtung hinzukam waren es 6 Kabel, da ging dann nichts mehr oben rum. Ich habe es dann ähnlich wie du gemacht, sprich die Kabel unten durch genommen. Folgende Punkte habe ich dabei beachtet:


    - Kabel nicht straff legen, sondern Bewegungsfreiheit geben. Hast du weitestgehend gemacht so wie ich das beurteilen kann.
    - Die Platine nicht nur zersägt sondern den (später nicht mehr verschraubten Teil) eingekürzt. So wie bei dir auch sichtbar.
    - Die eine Seite wird verschraubt an vier Punkten, die andere Seite nur an zwei Punkten, ja nicht verkleben, ansonsten wird die Lok wiederum Steif und unbeweglich. (Hast du da die gekürzte Platine lose?
    - Bei der 701 musste ich die Schrauben der Platine noch abfeilen, sie blockierten die Bewegungsfreiheit.
    - An den Querstreben habe ich anfänglich "herumgebastelt" als ich die Kabel noch oben rum nahm. Da nahm ich die Streben raus, liess jedoch die Dachbefestigungen sein, so musste nichts verleimt werden. Seit ich die Kabel unten durch nehme, musste ich die Streben nicht mehr zersägen und rausnehmen.


    Im zusammengebauten Zustand lässt sich die Lok so weit biegen, dass sogar die Kardans aushängen können. Im laufenden Betrieb ist dies jedoch nicht der Fall und auch nicht erwünscht, jedoch reicht die Bewegungsfreiheit von rund 5-10mm aus, damit die Lok all ihre alten Probleme verlor. Die Bewegung erfolgt ebenfalls mühelos und ist im Anlagenbetrieb gut sichtbar.


    Leider habe ich vom Innenleben keine Bilder, da jedoch die 704 bald auch bei mir zuhause liegt und danach umgebaut wird kann ich dir dann gerne Bilder einstellen. Sobald ich das nächste Mal in der Anlage bin mache ich dir schnell ein Bild in wie weit sich meine Loks "biegen" lassen.


    Ich bin zwar immer noch der Meinung die Lok müsste ab Werk tadellos funktionieren und es ist eine Frechheit sowas an den Kunden abzuliefern, jedoch mit dem Eigenaufwand / Umbau lässt sich die Lok wenigstens Anlagentauglich machen. Als vergleich sind noch drei grüne (3-Pol) Loks auf der Anlage. Im langzeit Einsatz zeigt sich dann schnell, dass die 5-Pol am Schluss trotz allem besser und schöner läuft.

  • Hallo zusammen,


    ich kann mich Toms Lösung nur anschliessen und favorisiere aktuell auch die Vitrinenlösung für die Ge 6/6 II. Für mich persönlich würde ich mir wohl ein altes Dreipol-Fahrwerk suchen und dieses mit zwei Faulhaber-Motoren von sb-Modellbau umrüsten. So bliebe die alte "Knicklok" erhalten und durch die neuen Motoren wäre sie dann hoffentlich auch etwas leiser.
    Aber zurück zum aktuellen Fünfpolmodell: Durch trennen der Platine ist die Lok minimal knickbar und das auch ohne Kraftaufwand. Allerdings geht es so eng in dieser Lok zu, dass das Aufsetzen des Gehäuses jegliche Beweglichkeit unmöglich macht. Die neu zu verlegenden Kabel machen die Situation unter dem Dach nicht besser. Ich habe die Platine noch etwas mehr gekürzt und die Kabel direkt an die Digitalschnittstelle gelötet, damit ich mit den Querstreben im Dach nicht kollidiere. Das hilft aber auch so gut wie gar nicht. Die Querstrebe komplett zu entfernen würde den meisten Bewegungsspielraum schaffen, nur wird das Gehäuse dadurch instabil. Man müßte das Dach auf das Gehäuse kleben, um die gewünschte Stabilität zurückzubekommen. Diese Maßnahme wollte ich bei der Lok nicht anwenden und habe statt dessen die Querstrebe etwas abgeschliffen. Jetzt läßt sich die Lok ganz leicht bewegen. Sehr viel ist das nicht, aber immerhin. Viel Aufwand für eine neu erstandene Lok...



    Marco

  • Hallo Marco,


    vielen Dank für das aktuelle Update.
    Du meinst also, wenn der Steg zur Lokmitte entfernt wäre, dann funktioniert es gut?
    Wäre es meine Lok, hätte ich kein Problem damit, den Steg komplett zu entfernen und das Dach an den Seitenteilen zu fixieren. Möchte das der "Auftraggeber" nicht? Dann hätten wir ja alle den "Beweis"


    Gruß Rainer

  • Hallo Rainer,
    das mit dem Steg würde sicherlich etwas mehr helfen, aber ich wollte nicht so tief in die Stabilität der Lok eingreifen. Diese kleine Massnahme würde leider auch das sonstige Fahrverhalten nicht verbessern. Das Getriebe ist extrem laut, obwohl da drin alles in Ordnung ist. Die Schnecke ist sehr wackelig gelagert. Das ist kein Vergleich zu einem TW III oder Ge 4/4 III, die zu dem Besten gehören, was BEMO an Fahreigenschaften bisher gebaut hat.
    Marco