Erfahrungen mit SWAP Platten

  • Hallo zäme,


    per Zufall sah ich im Bau und Hobby (abt Holzzuschnitt) diese SWAP Platten. Es handelt sich um ein Recyclingprodukt aus Altpapier und Karton, ist 3 mal leichter als Spanplatte, sei für Trennwände und Tischplatten etc geeignet.
    Die Platten sind relativ günstig (z.B. 8mm / 13.90 M2)
    Hat einer von Euch schon solche Platten verbastelt ?


    Ich dacht mir, die für Geländespanten zu nehmen ....

  • Hallo Heinz,


    bei uns im Bau und Hobby in Langenthal haben sie aus diesem Material einen Stuhl mit Rückenlehne gebaut.
    dieser Stuhl hat meinem Gewicht standgehalten ( ca. 100 kg ).


    gruss Andreas

  • Hallo Heinz


    Das kommt mir wie gerufen 8o . Ich stehe nämlich kurz vor dem Bau meiner ersten Wendel. Und ich bin mir noch nicht so sicher, wie ich sie bauen soll (Radius, Steigung, usw.) Wenn ich jetzt 8 mm SWAP nehme, zahle ich nur einen Viertel, wenn's passt ist gut, wenn nicht, habe ich nicht viel verloren. Und zudem kann ich euch berichten, ob's was taugt...


    Gruss Renato

  • Gute Idee, Danke für die Bereitschaft das auszuprobieren.


    Also das Zeug scheint ja echt faszinierend zu sein. In einem Firmenvideo der SWAP sieht man einige Anwendungsbereiche und auch Lasern scheint kein Problem zu sein.
    Vielleicht könnte man dort fixfertig zugeschnittene SWAP-Wendel bekommen.


    Einen Tip für den Wendelbau findest Du hier

  • Hallo,


    ich kenne das Material nicht, würde aber darauf achten, dass sich alle verwendeten Materialen im Rahmenbau bei Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen gleich verhalten. Vielleicht gibt es ja einen "Holzwurm" hier im Forum der dieses Material diesbezüglich beurteilen kann. (Wenn der Anlagenraum annähernd konstantes Klima hat ist dies natürlich zu vernachlässigen.)


    Viele Grüße
    Volker

  • Hallo zusammen


    Wie versprochen hier mein Bericht über den Bau der Swap-Gleiswendel:


    Ziel: Gleiswendel mit ca. 58 cm Höhendifferenz für zwei parallele Spuren (1x H0m Peco, 1x HO Roco). Radius Roco: 481 mm, Radius Peco ca. 410 mm. Realisierung mit der Trapezmethode (Brettchen zwischen 2 Karosseriescheiben geklemmt mit 2 Muttern fixiert, ohne Leim). Die Wendel muss nicht super professionell aussehen und ich muss auch nicht draufstehen können ;) , denn sie wird wahrscheinlich noch mehrmals abgeändert.


    Material:
    Swap braun natur 8 mm 10 x Format 1675 x 142 mm CHF 25.90
    Gewindestangen 4 x M8, 1 m CHF 9.-
    Sechskantmuttern M8 100 x CHF 14.50
    Karosseriescheiben 100 x CHF 23.50
    Tischplatte MOF 12 mm 1 x Format 980 x 980 mm CHF 19.90
    Tischbeine 50 cm mit Regulierschraube 4 x CHF 26.30


    alles aus dem Bau&Hobby


    Das Material ist ähnlich wie Wellkarton aufgebaut, aber so, dass es erstaunlich stabil und sehr leicht ist.

    Als erstes zeichne ich mit einer Papierschablone die Trennlinien auf das Swap-Brett. Dann messe ich von beiden Rändern 6 cm nach innen und mache dort ein Kreuz für die Bohrung. Bevor die einzelnen Trapeze geschnitten werden, steche ich mit einer Aale in die Markierungen ein möglichst senkrechtes loch. Jetzt bohre ich die Löcher mit der Bohrmaschine (Holz 8 mm). Man muss etwas aufpassen, denn durch die interne Struktur der Swap-Bretter verrutscht der Bohrer gelegentlich.

    Sind die Löcher gebohrt, kann man die Bretter mit einem Bastelmesser auseinander schneiden:

    ...bis alle Trapeze zugeschnitten sind

    Jetzt habe ich die Tischplate auf die 4 Beine geschraubt, die 4 metrigen Gewindestangen halbiert und die 8 Stangen mit den Muttern am Grundbrett fest verschraubt. Jetzt kann die Wendel relativ schnell aufgebaut werden

    ... bis die gewünschte Höhe erreicht ist


    Fazit:
    Das Zuschneiden der Brettchen ist nicht sehr genau, weil das Material aber relativ weich ist, kann es auch besser zusammengestossen werden. Durch Fixieren mit den grossen Unterlagscheiben erhält man eine erstaunlich stabile Konstruktion. Natürlich lange nicht so, wie mit dem empfohlenen Hartholz, dafür aber sehr viel billiger und auch viel leichter. Allerdings sind die Übergänge zwischen den Brettchen auch nicht so genau, dass man einen Pantografen darunter fahren lassen könnte ohne Metallschiene. Die Kanten sind z.T. versetzt. Ich werde versuchen diesen Versatz mit Zahnstocherbefestigung durch die Wellkartonkonstruktion zu minimieren.
    Als nächstes werde ich noch eine Korkschicht anbringen und die Gleise mit Nägeln fixieren.
    Langzeiterfahrungen folgen...


    Gruss Renato

  • Guten Abend allerseits


    Die Gleise sind nun verlegt. Ich habe sie auf 3mm Kork mit Peco-Gleisnägel befestigt. Das geht sehr einfach, fast ohne Hilfsmittel. Mit vorteil verlegt und befestigt man jedoch das Gleis solange die nächst obere Ebene noch nicht besteht. Da man die Nägel nur reinstossen und nicht hämmern muss, geht's aber auch Nachträglich recht gut.
    Ich wollte testen, ob eine Oberleitung möglichst einfach und kostengünstig realisiert werden kann. Meine Lösung: An einen Messingdraht (1 m Länge aus dem Bau&Hobby für CHF 1.-) habe ich kleinste Messingnägel angelötet und das ganze von unten in die Swap-Wendelplatte gesteckt. Das klappt hervorragend - auch nachträglich. Auch ein Test mit Fahrstrom in der Oberleitung hat funktioniert. Wichtig ist aber, dass man den Draht vorher sauber reinigt.
    Hier ein paar Fotos dazu:



    Gruss Renato