Westönner Kleinbahn (WKB) in Om

  • Da ja die Ausrüstung des ersten FAMA - Wagens mit dem Aluflachprofil gut geklappt hat, habe ich den Rest auch auf entsprechende Länge zugesägt.


    Nur habe ich jetzt keine Lust, alle 22 Stücke mit jeweils 4 Bohrungen von Hand zu versehen, zumal ich ja auch immer noch das Gewinde schneiden muss.


    Ich habe glücklicherweise in unserer Fahrzeug-, Medizingeräte und Funkwerkstatt die Möglichkeit, eine Bohr-/Fräsmaschine zu nutzen. Ist schon ein etwas größeres Teil, dass sehr langsam läuft und eigentlich sogar zum Gewindebohren genutzt werden kann. Und da neben dem Koordinatentisch mit vernünftigem Schraubstock auch noch ein Bohrfutter vorhanden ist, dass ab 0 mm spannen kann, ideale Voraussetzungen.


    Um mir die Arbeit zu erleichtern, habe ich mir heute eine kleine Schablone aus Holz gebastelt:




    Die werde ich in den Schraubstock einspannen, das Musterstück bis an den Anschlag einschieben und dann mit dem Koordinatentisch die erste Bohrung justieren. Dann kann ich alle 22 Stück bohren, bevor ich zur nächsten Bohrung übergehe.

  • Ich hatte diese Woche - nachdem ich die Lehre noch einmal aufgrund eines Schadens reparieren musste - alle Bohrungen in die Haltebleche gebohrt. Leider sind die nicht so exakt geworden wie erwartet, so dass ich teilweise improvisieren muss.


    In den letzten Tagen habe ich dann den zweiten noch nicht umgerüsteten Personenwagen, einen Roco Schienenreinigungswagen und die beiden Alpin Line Schiebewandwagen umgerüstet.


    Den Personenwagen hatte ich analog zu dem Musterwagen umgebaut, einfach problemlos.
    Das gleiche galt eigentlich auch für den Schienenreinigungswagen, bis ich den auf's Gleis stellte. Dabei fiel mir dann auf, dass die Drehgestellbefestigung asymetrisch zu den Wagenenden sitzt. Passte die Kupplung am Drehgestell auf der Bühnenseite ohne Probleme, so stand sie auf der Seite mit dem Wagenkasten extrem weit über. Also blieb mir nichts anderes übrig, als die Kupplung nochmals zu demontieren und neu anzubringen:



    Bei dem linken Drehgestell ist die Kupplung wie beim Personenwagen montiert, beim rechten musste ich den Halter am Drehgestell ganz abschneiden und dieses noch ein wenig ausarbeiten, um die Kupplung einigermaßen nach an deh Drehpunkt zu bekommen.


    Diese Erkenntnis habe ich dann natürlich bei den Alpin Line Schiebewandwagen berücksichtigt. Auch der Hinweis, den ich in einem anderen Forum gelesen hatte, dass des wenig Platz zwischen Drehgestelloberseite und Wagenboden gibt, wurde erkannt und entsprechend die Halterung angepasst.


    Der relative Abstand ergibt sich daraus, dass das Drehgestell - das übrigens anders als bei FAMA/UTZ/ROCO eine andere Konstruktion mit kürzerem Abstand und ohne Stoßdämpfer ist - hat rund um das Loch für den Befestigungsbolzen eine Vertiegung, so dass der Wagen tiefer liegt.


    Daher habe ich alle Schrauben auf der Obseite bündig abgesägt, um sowenig wie möglich Material oberhalb des Drehgestells zu haben:



    Zum Schluß jetzt ein Foto, wie der Schiebewandwagen mit dem Personenwagen gekuppelt ist. Bitte die Farben nicht anzumeckern, ich musste das Bild extrem aufhellen und schärfen, um die Kupplung sichtbar zu machen:


  • Hallo Hubert,


    Ich folge mit Interesse Deine Umbauberichte und ich habe mittlerweile doch zwei Fragen dazu:


    Die einfachste Frage ist ob der San Juan Evolution Coupler noch irgendwo zu bekommen ist und falls ja, wo?


    Schwieriger Frage ist ob es notwendig ist um die Kadee Kupplungen an die Drehgestelle zu montieren? Wenn man sich die Wagen von z.B. Ferro Suisse, Model Rail oder Lematec anschaut ist das dort nicht den Fall. So habe ich einen bis WR 3822 umgebaute Fama Wagen, wo die Kadee Kupplungen auch direkt am Wagenboden montiert sind, wie auf das Bild zu sehen ist:



    Ich muss aber zugeben das ich noch nicht probiert habe mit welche Minimalradien so eine Kupplung noch funktioniert. Selber gehe ich nicht unter 110 cm; welche Minimalradien hat die Westönner Kleinbahn?


    Beste Grüsse, Frans

  • Hallo Frans,


    der Grund warum ich die Kupplung an die Drehgestelle montiere ist ganz einfach, weil das am schnellsten geht :)
    Wenn ich die an den Wagenkasten bauen würde, müsste ich erstmal einen entsprechenden Kupplungsträger anbringen, und die Kadee-Kupplung direkt am Wagenkasten sitzt mir etwas zu nah. Also müsste ich dann jedesmal zusätzlich das Kupplungsmaul mit verbauen, aber da habe ich derzeit nur noch 3 Stück von am Lager, und auf die STL-Zeichnung zum Drucken warte ich immer noch.


    Der Mindestradius sollte bei der WKB 1 Meter nicht unterschreiten. Dieser Radius ist seinerzeit im FREMO/FKSB festgelegt worden, da es auf der Harzquerbahn eine Stelle mit 45 Meter Radius gibt. An Brusio mit demselben Radius hat damals keiner gedacht :D


    Und was die San Juan Coupler angeht, die lasse ich mir derzeit immer aus den Staaten kommen. Wobei ich mal schauen muss, ob sich das angesichts der explodierenen Portokosten demnächst noch lohnt, oder ob ich dann vielleicht doch in England kaufe. Hier in Deutschland habe ich noch keinen Händler gefunden, aber eigentlich müssten die Walthers-Dealer die auch beschaffen können.


    Ich bestelle immer bei Coronado Scale Models in Phoenix, Arizona .
    Bei San Juan Car Co. in Durango habe ich auch schon direkt bestellt und genauso guten Service gehabt:
    http://www.sanjuancarco.com/evolution-coupler-black-2-pair/


    In England http://www.ngtrains.com/Pages/San_Juan/couplers.htm