Grüm Kurve

  • Hallo zusammen


    In der Grümkurve ist eine Art Damm (siehe Bild hinteres Ende des zweiten Triebwagens) zu sehen, welcher zum Geleise hin verläuft. Weiss jemand von euch, ob und welche Funktion der Damm hat(te)?



    Quelle: spoorgroepzwitserland.nl


    Gruss


    Andreas

  • Hallo Andreas,
    viele "Hügel" und Bahndämme aus alten Zeiten sind ja bis heute vorhanden. An der Wildwestbrücke und auch zwischen Lago Bianco und Alp Grüm sind solche Stellen zu bewundern. Ich bin nicht ganz sicher, aber in der Anfangszeit hatte Alp Grüm ja eine Drehscheibe. Ich könnte mir vorstellen, das dieser Damm noch aus der Zeit stammt. Man möge mich korrigieren, wenn ich gänzlich falsch liege.
    Grüße, Marco

  • Hallo zusammen,
    hier gibt es ein paar Bilder aus der Anfangszeit der Bahn. Es sieht so aus, als wenn ich mit meiner Vermutung falsch liege. Vielleicht war es auch nur die normale Berglandschaft und die Kurve ist entsprechend aufgefüllt worden...
    Marco

  • Hallo Marco



    Die Drehscheibe lag im Bereich der 2006 aufgehobenen Bogenweiche. Es scheint aber, dass der besagte Damm künstlich angelegt worden ist..



    Als ich als ganz kleiner Knirps das erste Mal auf Alp Grüm gewesen bin, war die Drehscheibe noch da. Das muss um 1975 herum gewesen sein. Damals hatte Alp Grüm ja auch noch 4 Geleise im EG-Bereich.



    Gruss



    Andreas

  • Hallo zusammen,


    es könnte sich um einen künstlichen Hügel ( Deponie von Baumaterial ) als Windabweiser gegen Schneeverwehungen handeln.
    Deshalb ist unter anderem auch die Weiche der heutigen Doppelspur dort unten und gut geschützt gegen Flugschnee.


    Gruass Emilio

  • @ Daniel


    Das ist sozusagen eine langezogene Weiche. Die hat man vor ein paar Jahren eingebaut.


    Gründe gab es einige, die alte Einfahrweiche seite Cavaglia lag an einer schlechten Stelle, am Winter war sie Schneebedekt und nicht Windgeschütz dadurch hatte man immer Flugschnee auf der Weiche. Ebenfalls rutschte die Weiche pro Jahr rund 5cm talwärts, wodurch man dies jeweils korigieren musste.
    Aus all diesen Gründen hat man sich für die neue Weiche entschieden, leider ist es vom Platz her nicht möglich eine Kreuzungsmöglichkeit zu bieten, aber man hat den Vorteil, dass die neue Weche nun an einem Windgeschützten Ort liegt und sich nicht mehr absenkt. Immerhin die nutzbare Länge des Bahnhofes wurde um rund eine Wagenlänge mehr.

  • Hallo Michel,


    danke für Deine Antwort. Deine Erklärung stellt natürlich des Rätsels Lösung dar. Auf eine langgezogene Weiche bin ich nicht gekommen. Zum Danke möchte ich Dir und auch allen anderen Forumsteilnehmern, ein Foto des einfahrenden Berninatriebwagen ABe 4/4 - 51 UNESCO senden:




    In diesem Sinne wünsche ich allen Forumsteilnehmern ein gesundes und erfolgreiches 2014.


    Daniel S.

  • Hallo!


    Langgezogene Weiche - den Begriff finde ich in diesem Zusammenhang irreführend.


    Als langgezogene Weiche bezeichnet man Weichen, die nach den Zungen einen verlängerten Vierschienengleisabschnitt bis zum Herzstück haben.


    Die Weiche nach der Kurve Alp Grüm hat dies nicht und ist somit eine normale Weichen.
    In der Kurve Alp Grüm liegen lediglich zwei Gleise so nahe beieinander, dass immer nur ein Gleis benutzt werden kann.
    Es ist also der Bereich zwischen dem Herzstück und dem Grenzzeichen verlängert worden.



    Hier ist der Bereich kurz nach der Weiche besser zu erkennen:


  • Hallo Ihr beiden,


    ich sehe da gibt es noch Unstimmigkeiten. Ich möchte nicht der Grund für einen Streit werden. Ich fand nur die Gleislage recht seltsam nd wollte deshalb Fragen. Eine derartig enge Gleislage lässt deren Notwendigkeit im Unklaren. Entweder Zweigleisig mit Nutzwert oder Eingleisig eben ohne. Der Grund der Lage der Weiche speziell in Alp Grüm wird in dem engen Radius der 180° Kurve liegen und dem zur Verfügung stehenden Bahnhofsterrain. Deshalb liegt die Weiche soweit vor dem Bahnhofsfeld im geschützten Bereich, außerhalb der Kurve.


    Daniel S.

  • @ Daniel


    Recht haben eigentlich beide, im Betrieb gilt es als Weiche, und zwar wenn man in den Fahrdienstvorschriften nachschaut befinden sich die beiden nicht befahrbaren Gleise in der Aufstellungszone der Signale. Sprich im FDV wird davon gesprochen, das man in dem Fall das Sicherheitszeichen erst dann Setzen darf wenn die Strecke Profilfrei befahrbar ist, was in dem Fall oben am Standort der alten Weiche ist. Wenn nun die Weiche ablenkung steht, das ausfahrsignal rot ist und du als Lokführer das Sicherheitszeichen überfährst hast du die Weiche theoretisch schon befahren weil du das rote Signla überfahren hast. Bzw. halt eben den Aufstellungsbereich des Sicherheitszeichens, daher von baulicher Sicht gebe ich natürlich Walter absolut recht. Aber im Betrieblichen sinn spricht man von einer Weiche weil sie als solches als Streckengleis nicht beidseitig befahrbar ist. Aber egal imposant ist sie trotzdem ;)


    @ Walter hast du eine solche auch schon gebaut in 1:87?

  • Hallo Michel,


    richtig, für den Lokführer beginnt/endet die Weiche natürlich mit dem Grenzzeichen.


    Und nein, den Auftrag hatte ich bisher (noch) nicht. Bin aber zuversichtlich für die Zukunft!