Filisur-St.Moritz 2.0

  • Hey Michiel

    Mit Deiner Baukunst für St. Moritz werde ich nie mitziehen können, ABER: Ich habe immerhin das genau gleiche Hemd wie Du :thumbsup:.

    Dein Bauen ist einfach eine Genuss vom Allerfeinsten. Vielen Dank dafür.

    Ich hätte noch Teile von FS anstelle von Gitarrensaiten, falls Du noch Teile für die Mastenbestückung brauchen kannst.


    Zuoberst im Bild die Schalter mit Hebel für die Schaltposten. Bei Bedarf send ich Dir die Teile in gewünschter Menge gerne zu.

    37415871si.jpg


    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Zusammen,


    Und es geht weiter: nachdem alle Masten vorbereitet und mit allen Zubehör versehen sind ist es Zeit sich mit dem verlegen der einzelnen Fahrdrähte zu beschäftigen.

    Dazu habe ich zuerst wieder den ganzen Bahnhof um 180 grad gedreht, so kann ich besser an die hintere Drähte heran und es ist eine bequeme Ablage für Zangen, Lötstation und weiteres.

    Zuerst habe ich die einzelnen durchgehende Fahrdrahtstücke verlegt, Rechnung tragend mit zwei Trennstellen. Das herausfinden wie man das damals überspannt hatte war einen sehr mühsames unterfangen: stundenlang habe ich die mir zur verfügung stehenden Bilder studiert und anhand davon ein Fahrdrahtplan erstellt. Es sind einige heikle Stellen dabei, aber insgesamt wird es so wie beim Vorbild überspannt.


    So sah es am Anfang aus, fertig zum überspannen.....



    Hier die ersten Strange, noch ohne Tragseil, die kommen später dazu



    Denselben Hilfsklotz wie damals bei Alp Grüm verwendung fand, leistet auch hier Stabile Dienste.

    Gut aufpassen das die Weichenlaternen nicht beschädigt werden...



    Hier sind wir schon ein stück weiter, da ist auch schon ein wenig Tragseil zu sehen



    Anfänglich hatte ich für Tragseile und Hänger 0,2mm gedacht, das erstellte sich aber schnell als zu wenig Stabil: immerhin müssen dieTeile auch abgekuppelt werden können und da liessen die Hängeseile sich nicht wieder schön gestreckt zurückfädeln.

    Also wird sowohl für Fahrdraht als Tragseil und Hänger einheitlich 0,3mm Bronzedraht verwendet.


    Ein anderes Detail ist die Überspannung der Bäselerweiche: hier wird mit sogenannte Reiter der verdoppelte Fahrdraht auseinander gedrückt, somit kann der Stromabnehmer den verlauf der Fahrdraht besser folgen:



    Einige Gleise sind hier schon Fahrtechnisch bereit:



    Es ist wirklich eine sehr langwierige Arbeit: hunderte von Lötstellen und sehr vorsichtig mit alles was auf der Anlage herumliegt.

    Es sind total 15 Nachspannungen vorhanden welche über die ganze Länge der Bahnhofsanlage verlaufen. Dazu hat man zwei unabhänglich verteilte Zonen, das Gleichstrom-Bernina-Teil und die Wechselstrom-Stammnetzanlage.

    Die letzten Jahren seit dem Einsatz der Allegra Triebzüge war einen Drahtverbindung zwischen beiden Teil da. Muss nochmal überlegen ob sich das im Modell auch noch umsetzen lässt, ohne überladen zu wirken.


    Wird fortgesetzt,


    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet

  • Hallo Michiel,


    einfach gigantisch! Das sieht beeindruckend aus:respekt::respekt::respekt:

    Ich kann mir die Arbeit schon vorstellen, bei so einem großen Bahnhof ist das eine Mamutaufgabe.

    Danke für die schöne Dokumentation, ich kann da für mich so viel herausholen.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass durch noch mehr feinen Draht die Gesamtwirkung überladen wird.

    Man mus schon sehr genau schauen um den Fahrdraht zu erkennen, da hat die Kamera schon schwierigkeiten dies festzuhalten.


    Nochmal mein Kompliment zu dieser fantastischen Arbeit, da kannst du eine riesen Freude haben!

    Gruass, Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Absoluter Wahnsinn diese Arbeiten!

    Ganz grosse Klasse und schaut herrlich aus

    :respekt::respekt::respekt::respekt:

    Da freue ich mich schon auf jedes weitere Bild das hoffentlich bald kommen wird.

    Gratuliere :thumbsup:


    Gruss: Pascal

  • Hallo Michiel


    Das ist tief beeindruckend und sieht wahnsinnig gut aus! Kannst du die Stromabnehmer wirklich oben lassen und die fahren überall durch ohne dass der Fahrdraht beschädigt oder zu stark angehoben wird? Hast du die Lötstellen so gut gemacht, dass es nirgends hängen bleibt? Das hab ich bei mir in Carolina nicht hingekriegt und fahre jetzt halt mit fixiertem Stromabnehmer, der bis ein paar Millimeter unterhalb des Fahrdrahts reicht.

    Was machst du eigentlich, wenn eine Lok mitten auf dem Gleisfeld entgleist?


    Gruss Renato

  • Hallo Michiel,


    toll das man nicht nur Irre guten Modellbau bei dir sieht, sondern auch noch was lernen kann. Diese Überspannung der Kreuzungsweiche kannte ich noch nicht.

    Der 0,3mm Draht ist so fein das man ihn fast nicht sieht, eigentlich könnte er noch Dicker sein, damit man die tolle Fahrleitung bewundern kann ;-)


    VG Andreas

  • Hallo Zusammen,


    Und weiter geht's, Walter hatte schon ein Vorbild-foto der Reiterverbindungen beim Bäselerweiche eingestellt, für diejenigen die sich nicht so auskennen in St.Moritz, habe ich noch einige Bilder ausgesucht.

    Einen grösseren Übersicht der Einfahrtsseite, auch hier gut sichtbar die Überspannung der Bäselerweiche:



    Das hier ist der schwierigste Teil der gesamten Überspannung: nicht nur der doppelte Gleisverbindung, sondern es war eine grosse Herausforderung herauszufinden wo die linken 6 Drähte Abgespannen werden müssen, erst nach viel Stunden Bilder studieren habe ich es herausgefunden. Leider kann man nicht mehr vor Ort schauen und wie immer zu wenig deutliche Bilder: wer denkt auch daran wirklich alle Fahrleitungsdetails im Bild festzuhalten.....



    Dieser Abspannung ist eigentlich teil der Abspannung zweier Westlichen Abstellgleise, die werden über das Bahnsteigdach geführt, wegen eben diesen Bahnsteig ist der Abspannung noch weiter geführt worden bis an der Bäselerweiche.

    Die Bilder stammen aus 2008 und 2011.



    So, die ersten Drahtstränge sind verlegt worden, wie gesagt habe ich letztendlich die Wahl getroffen, einheitlich 0,3mm Draht zu verwenden.

    Nicht nur ist das stabiler, sondern auch besser sichtbar, man muss doch mal eingreifen zum entkuppeln zb.

    ( Bei Entgleisungen müsste das Rollmaterial vorsichtig herausgehobelt werden, passiert nicht oft)

    Hier ist St Moritz noch gedreht wegen den besseren erreichbarkeit der hinteren Gleise.



    Die grosse Abspann"Brücke"wird nach und nach mit Drähte bestückt, die Holzklötze sind exakt auf die verwendete Drahthöhe getrimmt



    Ein stück Papier ist sehr hilfreich beim Löten denn sonst sieht man es schlecht wegen all den Gleisprofile:



    Testfahrt mit Te2/2, ein handliches Fahrzeug mit Scherenstromabnehmer, der ist schon etwas kritisch, deswegen:



    So, der Bahnhof ist zurückgedreht worden, das heisst auch: die Fahrleitungen sind getrennt und wieder zusammengestellt worden: erster Test gelungen!



    Das nächste mal ein kleines Video mit Fahrverhalten der Stromabnehmer, das Hochladen nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch,


    Wird fortgesetzt


    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet

  • Hallo Michiel


    Einfach Traumhaft was du hier an den Tag legst, freue mich bereits das Video anzuschauen. Was mich noch interessieren würde sind Detailfotos der Fahrleitungstrennstelle bei den Modulübergängen, wie du das Trennen / Zusammensetzen gelöst hast.

  • Hallo Michiel,


    super Umsetzung und danke auch für das einstellen der Orginal Fotos, da erkennt man erst mal deine Leistung und Akribie.

    Freu mich schon auf die bewegten Bilder


    Gruß Manne

  • Hallo Michiel

    Die filigrane Fahrleitung setzt deinem in jeder Hinsicht hervorragenden Modell des Bahnhofs St. Moritz die Krone auf. Mein grösster Respekt vor dieser Leistung!

    Liebe Grüsse und schöne Festtage

    Bernie

  • Hallo Michiel,


    oh, dass ist einfach, wie schon geschrieben, Weltklasse!:respekt::respekt::respekt:

    Der Tipp mit den weißen Blatt ist genial, auch für uns zum Betrachten der Bilder.


    Also, die Überspannung der Bäseler ist dir super gelungen. So eine spezielle Konstruktion macht alles nochmal viel spannender!


    Freu mich auch schon auf dein Video,

    Gruass, Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Hallo Zusammen,


    Seit dem letzten Bericht hat sich einiges getan: nachdem die hinteren Gleise mit Fahrdraht überspannt und die Verbindungen

    zwischen die einzelnen Segmenten so gut wie möglich vorbereitet wurden, war der grosse Moment da: die Bahnhofs module wurden getrennt und das ganze wieder in normale Position zurückgedreht, mal schauen ob das wirklich geht:.


    Nach dem drehen sieht die entkuppelte Fahrdrahtanlage so aus, die Fahrdrähte wurden in einzelnen Gruppen temporär mit Zahnseide zur Seite gebogen:


    IMG_2643.jpeg


    Die gute Nachricht ist das alle Verbindungen innerhalb kurze Zeit wieder hergestellt werden konnten: das ganze Umdrehen dauert nur etwa eine halbe Stunde. Eine feine Zange und eine ruhige Hand ist natürlich vorausgesetzt.

    Die schlechte Nachricht ist das das Tragseil sich jetzt nicht mehr schön einfädeln liess.

    Merke das ich mich entschlossen hatte, den Tragseil nur einzustecken, so das es sehr nachgiebig blieb beim unachtsames berühren. Darum auch in 0,3mm.

    Jetzt aber nicht schön. Nachdem ich weitere Gleise mit Fahrdraht überspannen begann, hatte ich mir gedacht das Tragseil ebenfalls zu verspannen mit einem etwas leichteres Federchen. Dabei konnte ich dann doch den 0,2mm Draht als Tragseil verwenden, denn jetzt war wegen die extra Abspannung die vermeinte Eigen-Stabilität nicht mehr so wichtig. Der Bruchstärke beider Querschnitte ist laut Herstellerangabe etwa gleich.

    Während ich die einzelnen Drahtstränge verarbeitete, wurde ich immer mehr Begeistert: das sah jetzt viel besser aus: warum? vor allem weil die Lötstellen nun viel kleiner sind.

    Kurzerhand wurde entschlossen auch die zuerst verlegte Fahrdraht-Teile zu ersetzen und mit dünnerem Tragseil zu versehen.

    Das ging relativ schnell weil selbstverständlich die Verspannung festgelegt und alle Mastanschlussstellen schon vorbereitet waren.

    Etwa wie 2 Schritte voraus und dann 1 rückwärts...

    Aber, jetzt sieht es so aus, meiner Meinung nach ein grosser Unterschied:


    IMG_2677.jpeg


    Zurück in normaler Stellung, es sind auch Lampenattrappen an den Fahrdraht aufgehängt worden:


    IMG_2856.jpeg


    Die Lampenattrappen am "Fahrdraht" kann man hier beim Vorbild sehen: die Verspannung ist so ausgelegt das die Abspannung erst 2 Tragwerke weiter stattfindet


    IMG_1444.jpg


    Ich bin nicht unzufrieden:


    IMG_2839.jpeg


    Hier sieht man das 2 Federn Verwendung finden;

    Wegen die Federn: das sind sogenannte NickelTitanium Coil Springs, die werden in der Kieferorthopädie verwendet.

    Das NickelTitanium oder kurz NiTi ist ein Memory Wire: die Federn immer zurück in der Ursprüngliche form. Dabei bleibt die Zugkraft immer gleich, ob die maximal oder nur etwa 10% belastet werden.

    Für der Fahrdraht wurden 150gr (regular) Teile verwendet, das Tragseil habe ich mit 100gr (lite) verspannt, könnte aber auch nur 50gr (XLite) sein. Die Federn sind äusserlich nicht viel grösser als ein Sommerfeldt Isolator.

    Das ganze ist somit erstaunlich Strapazierfähig!


    IMG_2859.jpeg


    Eine Frage war wie der Fahrdraht-Trennstelle gekuppelt wird an die einzelnen Segmente:

    So sehen die Verbinder aus: das Tragseil bleibt nur auf die FederVorspannung hängen, der Fahrdraht wird mit einer Öse angehängt.

    Alle Verbindungen wurden mit einer Farbkodierung versehen, was deren Anschluss vereinfacht, immerhin liegen da beim Ankuppeln 15 Verbindungen herum....


    IMG_2649.jpeg


    Jetzt endlich das schon längst versprochenes Video:



    So, weiter geht's, bis zum nächsten Update,


    Grüsse, Michiel


    Hosu: tatsächlich sind die meisten Abstellgleise mit einen grösseren Schwellenabstand versehen. Damals veruchte ich damit der Stahlschwellen"look" zu imitieren. Heutzutage würde ich da HRF Stahlschwellenstückchen einbauen, aber der Effekt ist schon ok.

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet

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