Filisur - Stuls, eine Nummer Grösser?.....

  • Nachdem ich jetzt fast eines Jahr in dieser Rubrik nur gelesen und gestaunt habe, wird es Zeit um auch mal etwas von meine Pläne in Sachen Modellbau zu zeigen. Ein bisschen schüchtern bin ich wohl, wenn ich sehe was hier alles an alle wunderschöne Modellbahnen passiert.....
    Wie schon beim Vorstellen erwähnt, baue ich in letzter Zeit "privat" in Spur 0m, aber ich bleibe auch (jedenfalls im Clubverband) Spur H0m treu. Hier werde ich mich auf meine 0m Aktivitäten beschränken: übrigens sind dabei (arbeitsbedingt) grossere Zwischenpausen in die Berichte wahrscheinlich.
    Die grösste Frage bleibt für mich immer noch wie realisierbar meine Pläne sich letztendlich erweisen. Werde ich tatsächlich Alles fertig haben bevor ich zum Altersheim gehe oder bleiben es doch Träume und ist das Ganze nur eine (zwar schöne) Utopie?.............


    Als ich vor einige Jahre angefangen habe mit sammeln, habe ich mich gleich thematisch festgelegt auf den Zeitraum 1985 - 2000, weil da rote und grüne Züge möglich sind.
    Langsam entstanden Pläne um "vorerst nur" das alte Filisur bevor den grossen Umbau zu bauen, wobei die Züge beidseitig mit Gleiswendeln zum Schattenbahnhof fahren konnten. Aber dann drang es ein, das die Mindestabmessung 2,5 bei 2,5 meter beträgt... Ausserdem begann ich zu befürchten das, bedingt durch die Kombination von Gefälle und Radiën, die Züge zwar im Schattenbahnhof eintreffen könnten, aber niemals wieder hochfahren wurden. Seitdem haben die Pläne sich immer wieder weiter entwikkelt. Das derzeitige Ergebnis seht man hier:



    Als Sahnehäubchen war es jetzt auch möglich ein zweites Bahnhof (zwar verkürzt) ein zu planen: das ist (etwas zufällig) Stuls geworden, weil ich zur dieser Zeit die Bausätze kaufen könnte in Bauma.


    Ursprünglich hätte ich die Absicht um gleich mit Filisur an zu fangen. Nachdem ich aber die holzerne Unterbau für die Segmente gebaut hatte, wurde mir klar das so etwas nicht am schlausten war: 0m ist nicht einfach zweimal H0m. Das wurde bestätigt im Buch von Rolf Ertmer (von halbnull zu null), das ich, nicht ganz zufällig, angefangen hatte zu lesen.....
    Ich habe daher einen Schritt rückwärts gemacht und bin mit Streckensegmente (rechtsunten im Bild) begonnen, quasi als eine Art Übung. Diese sind jetzt fast fertig, sogar mit Oberleitung. Der nächste Schritt war der Anfang mit den Bau von Stuls. Diese Bahnhof entsteht jetzt. Die beide "Unterbahnhöfe" existieren vorerst nur noch auf Papier: nach Stuls soll angefangen werden mit Filisur. Das dauert aber noch etwas.


    Das Ganze ist aber jedenfalls nicht völlig utopisch mehr............




    Eure Tipps, Anregungen und Kommentare sind willkommen! Grüsse, Frans

  • Hallo



    Hast Du eventuell schon Bilder von Deinem Gebauten ?
    Würde sicher viele interessieren , natürlich mich auch , baue selbst in HOm .


    Gruss
    Pieter

  • Hallo Frans,


    Ich weiss aber nicht wieweit du jetzt vom Altersheim entfernt bist :D , aber das ganze Vorhaben wie geschildert erscheint mir ziemlich ambitiös.
    Richtig, spur 0 ist nicht gleich 2xH0: man möchte auch mehr ins Detail gehen, Züge beim Fahren beobachten, und nicht weniger wichtig: die Hochbauten sollen auch noch in der gleich hohe Detailierungsgrad realisiert werden.
    Ich denke am besten du beschränkst dich auf Stuls mit Streckenteile und ein Fiddleyard / Abstellbahnhof. In diesem Raum die du uns da zeigst ist das schon eine richtige herausforderung.
    Haben wir deine Streckenteile schon mal bewundern dürfen, oder habe ich das überlesen ?? ;(


    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage / Shinohara code70/Peco/Selbstbau Gleis / DCC /Xpressnet

  • Hallo Pieter, Michiel,


    In "Vorstellungen" habe ich unter "Und wieder ein Holländer (jetzt in 0m.......)" schon einen Link zur Bilder von meine Streckenteile hergestellt. Die Bilder sind während verschiedene Stufen im Bau gemacht, daher gibt es Bilder die noch ohne Oberleitung sind, aber auch Bilder mit Oberleitung. In sachen Detaillierung gibt es deshalb auch Unterschiede. Ich hoffe in der Zukunft etwas strukturierter über den Bau zu erzahlen und so auch hier Kommentare zu bekommen, um weiterhin Verbesserungen anbringen zu können. Das ist für mich das wichtigste.
    Michiel hat recht wenn er sagt das es ziemlich ambitiös scheint. Anderseits hat es sicher seine Charme es jedenfalls zu probieren. Die Idee von einen Fiddleyard habe ich -für die Zwischenzeit- auch schon im gedanken: fahren soll man!....
    Ich stelle einige von die genannte Bilder von die Streckensegmente hier ein:








    Grüsse, Frans

  • Hallo Frans



    Danke für das nochmalige Zeigen Deiner eindrücklichen Bilder !!!


    Lasse Dich nicht von Deinem Vorhaben abbringen !!! Denn man soll Ziele haben , sicherlich gilt oft , weniger ist mehr , habe diese Erfahrung auch machen müssen ,
    bis ich es glaubte .
    Freue mich auf weitere Bilder von Deinen Baufortschritten .
    Ich hätte vielleicht noch den Platz , aber nicht das notwendige Geld , denn ich habe Familie und diese hat auch Hobbies :sleeping:



    GRuss
    Pieter


  • Geht mir auch so! Wenn ich die plastische Inneneinrichtung der Lok so deutlich erkenenn kann und die Kopfpolster des EW I sehe...hui grill1

  • Nachdem Ich mich (hinterher zum Glück) entschlossen hatte nicht gleich ein komplettes Filisur zu bauen habe ich angefangen mit einige einfache Bauten für die geplante Segmente, so zum üben in diese Modellgrosse.


    Das Tunnelportal (und die Stutzmauer) erhielt Sperrholz als Unterschicht. Der Bau selbst war ohne Probleme und gewissermasse einfacher als in H0m, gerade wegen die Grosse. Das resultat:



    Anfang der Rohbau



    Gegipst



    Mit Farbe



    Einbau im Segment


    Eine Wegunterführung ergab aber grössere Probleme: hier hatte ich massives Fichtenholz als Unterschicht gewählt weil davon noch eine Menge da war. Nachhinein war dieser Werkstoff einen grossen Fehler, wie die Meisten vermutlich schon ahnten. Am Anfang war Alles aber noch ziemlich problemlos:



    Vorbereiten der Unterführung



    Gipsen.


    Und dann fangen die Probleme an, schon beim ritzen: das Gips löste sich vom Holz und zerriss. Auf das Bild (rechter Mittelpfeiler) sind die erste Spalten schon zu sehen.



    Zwar konnte ich das beheben mit Holzleim, aber immer wieder kam es zu neue Risse und das Gips löste sich. Mittlerweile ist etwa die Hälfte wieder geklebt und immer noch lösen sich Teile, wie ich letzte Woche wider sehen könnte:



    Also wieder weiter mit Holzleim!.....


    Ich glaube ich hatte das Ding nie einbauen müssen. Jedenfalls war das eine gute Schule für Stuls. Die Wegüberführung dort und die Stützmauern werden nur noch mit Sperrholz gebaut.


    Fortsetzung folgt........, Grüsse Frans

  • Zitat

    Ich denke am besten du beschränkst dich auf Stuls mit Streckenteile und ein Fiddleyard / Abstellbahnhof.


    Ich möchte zwei "Fiddle Yards" nach Englischem Muster, also als Schiebebühne, bauen. Jeden "Yard" wird dann 3 oder 4 Gleise bekommen. Bevor ich damit anfange: es gibt hier sicher Leute mit Erfahrungen damit oder mit Kentnisse von Links usw.? Mit der Suchfunktion kann ich keine Vorbilder finden, obwohl mehrere Leute darüber Gedanken gemacht haben. Ich habe spezielle Interesse an Systeme um die Schiebebühne zu verschieben und verriegeln. Kann Jemand mir weiterhilfen??


    Dank im Voraus, Frans

  • Hallo Frans,


    ich habe eine Schiebebühne sowohl bei meiner alten N-Anlage als auch bei meinen RhB-Modulen im Einsatz.
    Ein paar Bilder und Beschreibungen findest Du in meinem Thread.


    Modul aus dem Unterengadin


    Auf eine Verriegelung habe ich aber bis heute bei beiden Anlagen verzichtet ... klappt auch so ;)


    Tolle Module hast Du da gebaut :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    Viele Grüße
    Volker

  • Hallo Thomas, Volker und 12 mm (P.N.),


    Danke für Eure erfinderische Ideen! Der Charme von Spur 0, nämlich die Grösse, ist aber gleichzeitig die Beschränkung: das Abzweigen von 4 Gleise mittels Weichen braucht (mit Gegenboge) immerhin mindestens 1,5 meter. Kommt 2,5 meter Gleis dazu (5-6 personenwagen) und dann noch 40 cm Abstellgleise für die Lokomotive. Daher muss ich auf Weichen verzichten und kommt eigentlich nur eine Lösung wie die von Volker im Frage.


    Ich bin mir aber noch nicht sicher wie man eine funktionssichere Schiebebühne von 0,5 bei 2,5 meter baut. Eine interessante Idee habe ich mittlerweile im Internet gefunden: Führungselemente für Schubladen, nicht vertikal sondern horizontal montiert. Ich werde mal sehen was ich damit machen kann.


    Grüsse, Frans

  • Hallo Frans,
    ja 0m ist einfach schön.... du hast ein imposantes Landschaftsstück gebaut, gefällt mir sehr gut und trifft den Charme der RhB sehr gut! Und auch die Idee Filisur in 0m zu verwirklichen, hat es in sich, wenn da nicht die Ausmaße wären... halbwegs realsitisch mit etwas Ein-und Ausfahrten wirst Du wohl 12 Meter Länge mindestens einplanen müsse, oder?
    Mir gefallen auch Deine Bäume sehr gut, nur: ich würde die verschiedenen Baumfarben ein klein wenig angleichen (aber nicht alle genau gleich!) und dann untereinander mischen, dann schaut es noch vorbildgetreuer aus!
    Weiter so, wir sind alle gespannt auf Deine Baufortsetzung!
    Viele Grüsse
    Bertrand

  • Hallo Bertrand,


    Danke für die Komplimente einer eingefleischter 0m-mer. (Ich hoffe mein Deutsch ist richtig so :S ?)


    Tatsächlich bin ich in der (ganz) glücklicher Lage, das ich 11,80 meter Länge habe: zwei Zimmer neben einander. Allerdings muss die Ausfahrt Richtung Tiefencastel etwas in einer Kurve gebaut werden: da ist doch etwas Platzmangel.....


    Bezüglich die Bäume hast Du recht: teilweise sind diese gebaut mit Silhouette Tannen Benadelung und dieses Material wirkt unter gewisse Lichteinfälle doch etwas zu stark blau. Neben die Fichte ist das dann sehr auffällig. Auch habe ich noch keinen guten Trick um die unteren Äste seite ein kleines bisschen brauner zu machen um so die weinger lebendige /fast tote Benadelung zu imitieren.


    Grüsse! Frans

  • Hier sind noch einige Bilder während der Bau meinen ersten Segmenten. Die Streckesegmenten sollen in Zukunft die Verbindung zwischen Filisur und Stuls bilden. Der Anfang mit eine einfache Strecke war ein gute Gedanke: Gleisverlegung, Radien, Unterbau und Alles dazu sind doch ganz anders als in H0m. Die erste Segmente sind "klassisch' gebaut worden: Holz, Gitter und (viel) Gips.



    Holz und Gitter



    Holz, Gitter und Gips



    Anfang mit Landschaft: die Dame liegt nur zum Massvergleich da............



    Meilenstein: das erste eingeschotterte Gleis!..........


    Die folgende zwei Segmente kamen dann in eine Kurve dazu. Da der Unterbau der erste Segmente viel schwerer war als ich zunächt gedacht hätte, wollte ich mal probieren mit Styrodur zu arbeiten. Die erste Versuche fehlten aber völlig: das dritte Segment mit dem Bach wurde daher wieder klassisch gebaut (und ist jetzt wieder viel zu schwer). Beim vierte Segment habe ich es nochmals versucht. Die Vorderseite mit Styrodur und die Hinterseite (teilweise) erstmals mit Heki Folien.



    Rohbau 3 und 4.........



    Ich gerat da etwas ins schwarzsehen für das Endresultat........



    Aber letztendlich, nach etwas Farbe, könnten Modellbahnfreunden nicht einfach mehr entdecken was Folie war und was Gips war. Die Übergänge waren anscheinend genügend getarnt. Und mit Landschaft drauf ist jetzt kein Unterschied mehr zu sehen. Und das Gewicht ist tatsächlich (etwas) weniger. (Auch schön zu bauen: die wasserrinne im Weg.)


    Mit diese Erfahrungen habe ich es jetzt gewagt mit Stuls an zu fangen. Problem bleibt immer noch das gewicht, bedingt durch grössere Plattenstärken. Ich bin da gespannt wie schwer der neue BoBo II von Bemo wird.............


    Grüsse, Frans

  • Hallo Franz,
    wenn ich Dein eingeschottertes Gleis sehe, dann meine, ich dass Du noch eine bessere Optik erhalten kannst, wenn Du die übliche Schotterbreite der RhB berücksichtigst. Diese ist natürlich nicht überall genau gleich breit, aber mir scheint es bei Dir (wie auch bei vielen anderen Anlagen) etwas arg schmal geraten... Die Spurweite beträgt 1 m, üblicherweise schließt dann bei der Rhb rechts und links der Schiene ein mindestens ca. 1,2 m breites Schotterbett an, so dass die Gesamtschotterbreite 3,4 - 3,6 m oder ca. 7,5 bis 8 cm in 0m (3,6 bis 4 cm in H0m) beträgt. Hinzu kommt dann noch das sichtbare Plenum aus feinem Kies, das auch mindestens (!) 60 cm oder 1,1 cm in 0m auf jeder Seite betragen sollte... Aus diesen Maßen ergibt sich dann auch logisch der übliche Mastabstand der Oberleitungsmasten von ca. 2,5 m ab Gleismitte oder ca. 5,5 cm in 0m, d.h. die Masten stehen im oder am Rand des feinen Kieses außerhalb des Gleisschotters. Die RhB ist nach ganz einheitlichen Normalien gebaut worden, so dass diese Grundmaße nahezu überall Verwendung fanden.
    Diese Maße beziehen sich aber auf die alten, bis in die neunziger Jahre verwendeten Gleiskörper und die ursprüngliche Oberleitung. Es ist vermutlich so, dass die neugeschotterten Strecken mit verstärkten Schienenprofilen eher ein noch breiteres Schotterbett aufweisen und die Masten noch etwas weiter entfernt stehen, wobei jedoch der zur Verfügung stehende Raum gerade bei den Bergstrecken nicht größer geworden ist. Aber vielleicht weiß ja hier ein aktueller Vorbildspezialist mehr...
    Erst die ungefähre Einhaltung dieser Maße bringt in meinen Augen ein realistisches Aussehen des Gleis- und Bettungskörpers und damit eine vorbildgetreue Grundlage für unsere Züge. Und dann sollte man auch einen vorbildgerecht maßstabsgerecht verkleinerten Steinschotter verwenden und wirklich feinen Sand für das Gleisplenum. Und wer ganz genau hinschaut wird auch immer feststellen, dass der Gleisschotter auf dem Plenum aufliegt und nicht der feine Sand zwischen die Schotterkörner gestreut ist... beim Nachbau daher immer zuerst die feinen Kiesrandstreifen anlegen und dann das eigentliche Gleis einschottern!
    Ich weiß, das mag dem einen oder anderen als unnötige Spinnerei vorkommen, aber wenns wirklich vorbildgetreu aussehen soll, dann geht es halt nur so...
    Viele Grüße
    Bertrand

  • Ernst ,


    Die Folien sehen tatsächlich gar nicht slecht aus und mit Gips (unsere Holländische Alabastine) sind Übergänge gut zu tarnen. Anbei ein Bild:



    Rätsel: Wo endet die Folie und wo fangt Gips an?


    @ Bertrand,
    Du bist ein kritischer Beobachter! Aber ich erfahre das keineswegs als Spinnerei, im Gegenteil. Mit solche Bemerkungen kann man sich nur verbessern. Das Bild worauf Du Dich beziehst ist wegen eines Teleobjektive etwas verzerrt. Anbei ein besseres Bild:



    Links ist gut 1 cm Sand, dann gut 6,5 cm Schotter und rechts 2 cm Sand. Diese Masse sind "auf Gefühl" entstanden. Das Schotterbett also soll in Zukunft etwas breiter werden. Was mich übrigens momentan stört, ist die niedrige Bettung: wenn ich das jetzt so ansehe wünschte ich das die Gleise doch etwa 2-3 mm höher lagen. Zugleich wurde dann die Distanz zwischen Gleisoberkant und Oberleitung etwas niedriger. Speziell diese Masse sind (noch) zu abweichend. Vielleicht das ich diese Arbeit in ferner Zukunft noch vornehme...........


    Grüsse, Frans