Albula und Zügenlinie (1963)

  • Hallo Thomas,


    einfach toll Deine Recherchen !!!!

    Mein Vater war Fahrer auf dem Centurion, solche Manöver waren für alle immer eine Herausforderung.

    Ich kenne das selber aus meiner Dienstzeit mit dem Leopard 2.


    Ich stelle mir nach Deiner Bilder Doku gerade vor wie eine ganze Kompanie mit 10 Panzer nach Thusis kommen.


    Grüsse

    Juha

  • Hallo Thomas,

    Als Neuling hier im Forum arbeite ich mich Stück für Stück durch deinen Thread. Tolle Geschichten und für mich mega informativ.

    Daher sage ich hier auch einmal ganz dick: Dankeschön!

    Steffen

  • Hallo zusammen

    Was passiert, wenn man sich mit Rollschemelbetrieb auseinander setzt…. jawohl, - es entstehen Rätsel um Rätsel, aber diesmal ist das Rätsel zum Glück nicht für mich, sondern für euch :

    Wie lange schätzt ihr den kürzesten Modell-Zug der RhB mit fünf Wagen und einer Lok in cm ?

    Auflösung heute Abend ca. um 21 Uhr.


    Liebe Gruess

    Thomas


    @Steffen: Herzlichen Dank für Dein Dankeschön !

  • Hallo zusammen...

    der Zug misst 28cm :thumbsup::

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    Zu Rollschemelbetrieb gehören natürlich Schutz- und Flachwagen.

    Ich hatte das Glück, zu meinen zwei ehemaligen Holztransportwagen noch zwei Paare sehr sehr günstig zu bekommen. Den Wagen wurden die Rungen abgenommen. In den Jahren 1966 und 67 bekamen die Schutzwagen jeweils zwei Betonplatten, um ein besseres Achsengewicht zu erreichen.

    In den Anfängen der 60er fuhren sie noch gänzlich oben ohne.


    Die Bemowagen müssen auseinander genommen werden, weil die Bremsschläuche zu hoch oben montiert sind (sie stehen über der Plattform) und so konnten sie durch normale Bemoschläuche tiefer ersetzt werden:

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    Im Bild oben links bereits das Rohmaterial für zwei der drei Flachwagen, die ebenfalls als Schutzwagen im Rollschemelbetrieb eingesetzt wurden.

    Sie dienten aber auch bei überlangen Ladungen (z.B. Baumstämme auf Rpw), welche über den Wagen hinausreichten als Schutzwagen für die nächsten Wagen.


    liebe Gruess

    Thoma


    PS: Der Rangierfilm ist in Abeit....

  • Hallo zusammen

    Der Rangierfilm zum Panzertransport in Thusis ist noch in Arbeit.... meine Kamera hat ein Aufnahmefehler....


    Desshalb habe ich mich entschieden, das Thusner EG nun fertig zu stellen. Da die meisten Bilder zum Bahnhofbau in meinem Tread weg sind, hier eine kleine Übersicht vom Aufbau und zum Schluss:


    Was die Kaminbauer und Dachdecker bei herrlichem Wetter in der letzten Woche getan haben:


    Der Beginn anno domini:

    Aus einem Karton mit einem Cutter lauter Löcher geschnitten.....

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    ... und diese mit Holzrahmen versehen.

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    Die Fenster wurden eingesetzt und das Gebäude bekam ein Flachdach. Darauf wurde die Dachlandschaft aus Karton aufgebaut.....

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    ...und alle Gauben richtig gesetzt, konnte das Dach nun....

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    ....aus Karton gedeckt werden.

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    Der Karton wurde mit Rillenplatten belegt. Dies als Abstandhalter für die Ziegelreihen...

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    ...und so präsentiert sich seit heute Thusis:

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    Die kleine Gauben bekamen ihr Dach aus einem Balsaklotz geschliffen...

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    ..und nun im fertigen Zustand:
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    Ein Vergleich zum Original: Da ich keine Pläne hatte, entstand das gesamte Gebäude aus zahlreichen Fotos, um den Charakter möglichst wieder zu geben.

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    Der Vorteil vom wirklichen Ziegel decken liegt unter anderem auch an den stirnseitigen Abschlüssen: Die Ziegel können gut in die Rille der Rillenplatte gesetzt werden, was einen realistischen Dach-Abschluss vermittelt. (Die Blende von oben rechts her kommen fehlt noch in seiner Fortsetzung)

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    Die Thusner Kamine sind ein Kapitel für sich... besonders das Ritzen von solchen Dingern war nicht bahnbrechend lustig. Aber das Resultat überzeug mich, auch hier sind die Kamin-Abschlüsse mit dem Blechumlauf durch die Ziegeldeckart viel einfacher zu realisieren, als bei ganzen Dachplatten. So wurden natürlich zuerst die Kamine mit dem Blech gebaut und dann die Ziegel daran gedeckt.

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    In seiner vollen Länge. Die eine Seite des Thusner EG's ist dachmässig praktisch fertig. Der First kommt erst zusammen mit der Gegenseite.

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    Mein Lieblingsfoto. Das Gebäude strahlt für mich diese Ehrwürdigkeit aus, die mich am alten Thusis schon immer faszinierte. Für die Technikfreaks unter euch: Die wehende Gardine mit PC Lüfter-Antrieb....;)

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    Die Fortsetzung folgt. Sobald die zweite Dachhälfte fertig ist werden die Fensterläden eingehängt. Dann folgt das Schönste: Der Bau des Perrons.


    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Hoffentlich habt ihr noch lange schönes Wetter, damit es flott bei Dir weiter geht und Du uns bald wieder mit so hervorragendenden Bildern verwöhnst :thumbup:.

    Das Gebäude hat wirklich Charme, und du hast ihn passend wiedergegeben.

    Das Dach ist Dir super gelungen. Der gemauerte Kamin mit dem Blech ist für mich eins der Highlights.

    Und selbst der PC-lüfter läuft immer noch ;) ... Pass gut auf das der nicht heissläuft und Dein Dach entzündet ... Pappe brennt leicht, wäre schade drum ;):P


    Viele Grüße und viel Erfolg weiter

    Volker

  • Hallo Thomas,


    so schön, ich liebe Deine Bilder.....einfach fantaschtisch. Es ist unglaublich, bei fast jedem Bild frag ich mich ob Modell oder echt.....:respekt:


    Ein wunderschönes Detail, finde ich, sind die Schneesicherungen, super filigran und vor allem die Sicherungen auf dem Blechdach bei den länglichen Gauben, der Hammer, die waren mir schon im letzten Beitrag mit dem Verschub des "goldenen Rollschemels" aufgefallen:thumbsup:


    Gerade beim Vorbildlichen Modellbau, wenn man im Modell so arbeitet wie die Handwerker, ergeben sich so schöne Details wie die Dachkanten und die Überlappung der Dachplatten fast ganz von alleine......:respekt:


    Liebe Grüße,


    Peter

    Gruaß, Peter




    Intellibox IR, IntelliLight, Light@Night, Selbstbau gleis Code 70, Rückmeldung: LocoNet, QDecoder, MBTronik WA5, Win-Digipet, Dc Car Stahldraht,

  • Hallo Thomas


    ...haut mich um! :):):)

    Beste Grüsse - Carlo


    Anlage H0m "Rhaetian Flyer" - Proto-Freelance RhB, FO "Vom Oberalp über Albula und Bernina nach Tirano".
    Testanlage und Aufstellbahnhof fertig und betriebsbereit, noch kein Gelände; z.Z. Fahrbetrieb und Planung Etappe 3.

  • Hallo Thomas,


    Super Modellbau, einfach aber präzise, alles Handgemacht, wirklich sehr schön.


    Und da alles ohne Originalzeichnungen gebaut wurde, bringt das noch eine Extradimension: das scharfe Auge für Verhältnisse und Abmessungen, so wie das hier von dir gezeigt wird, ist Eindrücklich!


    Da verliert man sich in allerhand Details wobei vor allem das Ganze zusammen dazu beitragt den Vorbildlichen Eindruck zu übermitteln!


    :respekt:


    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet

  • Hallo Thomas.

    gefällt mir :) !


    Den Kellner vom Bahnhofsbuffet kenne ich (Foto 10)!!

    Der hat über 20 Jahre im Hotel Oberalp du Lac gearbeitet, bis die große Lawine das Hotel 1951 zerstört hat.

    Ich habe nur mitgebkommen das er dann nach Graubünden übergesiedelt ist. Es freut mich sehr zu sehen das er jetzt in Thusis im Bahnhofsbuffet als Oberkellner arbeitet.


    Mit freundlichen Grüßen


    Christian

    Schweizer Schmalspurbahnen in 1:87- Anlagen und Dioramen: "Saluti da San Vittore", "GLACIER EXPRESS 1981", "HOTEL OBERALPSEE um 1930"

  • Hallo Thomas,


    dem kann ich mich nur anschließend. Einfach umwerfender Modellbau und schön das du noch mal die Phasen hast Revue passieren lassen. Es ist schon erstaunlich was du aus dem Material Karton herausholst. Die Filigranität macht das Gebäude zu einem ganz besonderen. Bitte lass uns weiter an deinem Modellbau teilhaben.

  • Hallo zusammen

    Herzlichen herzlichen Dank für eure tollen Komplimente !

    Es ist schon wie Jona sagt, ein Geduldsspiel manchmal, aber auch wie Michiel schreibt, dass man sich nicht in Details verliert. Das reizt mich immer besonders, diese Details, weil sie mich gefühlsmässig viel näher an das Original bringen.


    Eine wertvolle Erfahrung ist für mich der Bau ohne Pläne, es passierte genau das was Michiel geschrieben hat, man bekommt ein gut geschultes Auge für die Verhältnisse - und auf einer Moba gibt es so viele Situationen, die eben nur mit dem richtigen Gefühl für die Verhältnisse gebaut werden können. Vorallem alles, was die Natur betrifft. Dort bauen wir ja fast zu 100 % aufgrund von Fotos oder eigenen Eindrücken. So hat mir Thusis viel geholfen, später die Natur zu gestalten.


    Christian, der Keller vom Oberalp du Lac war von Anfang an sympatisch und alle wollten ihn für das Thusner Bahnhofs-Buffet gewinnen. Ich bin glücklich, das er angenommen hat ! Er wird schon bald die Aussentische bekommen.... in diesem Sinne werde ich gern weiter berichten Daniel.


    liebe Gruess

    Thomas