Albula und Zügenlinie (1963)

  • Löten ist sicher gut und stabil, aber wie sagte früher ein vor langer Zeit verstorbener Spur 0 Bahner:

    Das kann man auch kleben.


    Ich selber kann zwar auch mit der Flamme einigermaßen löten (habe vor vielen Jahren mal einen 0m-Bausatz des Uce zusammengelötet), aber es ist nicht so mein Ding. Ich bin mehr der Klebertyp und verwende seit Jahrzehnten das Pattex Sekundenkleber Gel voller Zufriedenheit, auch im Holzmodellbau.


    Letzten Herbst habe ich dann den Fischer Sekundenkleber mit UV Belichtung vorgeführt bekommen, mir dann mal eine Packung besorgt und ich bin begeistert.

    Der bleibt - obwohl ein ACC Kleber - länger offen, so dass man Korrekturen vornehmen kann.

    Wenn dann alles passt, 5 Sekunden mit der mitgelieferten UV Lampe belichten und die Teile sitzen.

    Und im Gegensatz zu den normalen ACC Klebern dampft der nicht weisslich aus, sondern wird beim Aushärten transparent, so dass man auch Scheiben damit einkleben kann.

    Dazu kommt, dass er eine gewisse Restflexibilität behält und nicht so spröde wie normaler ACC ist.

    Andererseit kann man ihn auch als normalen ACC verwenden, nur dauert das Aushärten dann länger mit den üblichen Nebeneffekten wie Spröde und Ausdunstungen.

    Ich kann nur empfehlen, den Kleber mal zu testen so wie ich es getan habe.

  • Hallo zusammen

    Tom und Hubert: Vielen dank für eure Tipps !! Ich denke, den einen eurer Vorschläge werde ich genau so umsetzen.

    Roman, ich habe kein eigenes Sandstrahlgerät. Die wirklich guten mit verschiedenen Kammern und Druckregulierung sind doch recht teuer. Die besten Geräte stehen in zahntechnisches Labors. Da schaue ich einfach für ein Labor in meiner Nähe und frage für's sandstrahlen an gegen eine Runde Znüni-Gipfeli geht das gut auf für beide Seiten. (ich war früher auch Zahntechniker) Das Sandstrahlen im Labor übernehme ich schon selber.


    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Jos

    Sehr cool, 8) Krantechniker gefällt mir sehr gut...

    Heute Morgen habe ich entschieden, den Kran zu kleben und fix fertig zusammenzubauen und dann spritzen zu lassen. Ich habe zuwenig Erfahrung im spritzen und möchte mir den Kran nicht verderben und so ist der der Spritz-Termin Ende Mai abgemacht.

    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Ein toller Kran wird das, viele Einzelteile aber ein durchdachter Aufbau mt einemgrossartigen Resultat!

    Es wird ein gewichtiges Bauwerk, bin gespannt wie das nach dem spritzen aussieht!


    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet

  • Hallo zusammen

    Der Thusner Portalkran hat einen Haken.....

    Zum Glück nicht im Sinn eines Hindernisses sondern einen richtigen Haken. Die Grundlage dazu war ein Zufall:

    Tatsächlich stiess ich bei meiner Recherche auf ein Foto, bei dem der Kran in Arbeit ist und der ganze Haken sichtbar. Auf den mir bekannten Fotos war der Haken so hoch unter der Laufkatze eingezogen, das man nichts sehen konnte...


    So stiess ich auf dieses Foto, - cool ist -, dass es genau das Bild war, welches die ganze Thusner Recherche mit der Rollschemelgrube ausgelöst hatte, wegen den Schienenprofil-Eindrücken auf den Schwellen im Vordergrund. So hat dieses Bild erneut tolle Impuls geliefert: Der Haken von Thusis:

    35770529hp.jpg


    Nach einigem an Geduld und pröbeln nun der Haken im Modell: Die Achse ist durchgebohrt und misst 2mm. Oben hält eine Reststück des auf dem Kran verbauten Lochblechs die richtigen Abstände der 0.3mm Kabel. An diesem Lochblech werden dann die vier Kabel in der gewünschten Länge verlötet und unter die Laufkatze (nach dem spritzen) geklebt:

    35770569pd.jpg


    Die sehr schön gemachte Kette stammt übrigens vom Schiffsmodellbau.


    Spritztermin Kran: In der Woche vor Auffahrt. Am Freitag kann ich ihn abholen...:thumbsup:


    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Schön gemacht, wirst du den Haken so im abgesenkten Zustand einbauen?

    Da wird dann wenigstens ein Gleisstück ein wenig gesperrt?


    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet

  • Hallo Michiel

    Ja der Haken wird tief abgesenkt, aber neben den Geleisen. Sonst würde ich entweder das Panzerrampengleis oder das Normalspurgleis der Rollschemelanlage blockieren. Also werde ich die Laufkatze soweit von den Geleisen weg zur Kranmitte ziehen, dass die Szene ein Aufladen oder Abladen darstellt, wo das Ladegut neben den Gleisen ist.

    Material dafür ist reichlich vorhanden auf dem Thusner Umschlagplatz: Wuhrsteine, Andeerer Granitplatten, Riesenrohre für die Kraftwerke, Kabelrollen, Holz..... um nur mal die regelmässigen Transporte zu nennen. Wahrscheinlich stelle ich den Wuhrsteintransport oder die Beladung eines Rollschemel durch ein Riesenrohr für den Kraftwerkbau nach.

    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo zusammen

    Ich hatte Thomis Rat befolgt und alles was irgendwie ich mir noch zutraute weiter anzulöten (ohne dass andere Lötverbindungen an den Knotenpunkten sich wieder lösten).


    Wie es im originalen Maschinenbau Tradition ist, wurde auch im Modell als letzte Arbeit die Typenplakette mit den Herstellerangaben angebracht, bezw. angelötet. Seither ist der Lötkolben abgeschaltet: Die weissen Knotenbleche sind einfach aus Papier geschnitten und mit Zweikomponetenkleber aufgeklebt.

    35790458qf.jpg

    So ergaben sich zum Schluss nur noch ganz wenig Klebestellen und der Kran ist nun sehr stabil und steht seit gestern auf eigenen Beinen:):):).

    Kaum war das geschehen, kam Besuch... der entäuschte Kranführer:

    Sein Kranhäuschen und die Fenster werden ganz am Schluss eingebaut und dann auf die Plattform gehoben.

    Er kletterte bereits die Leiter hoch und stand ein bisschen verloren auf dem "Vorplatz" zu seinem Häuschen:

    35790456hj.jpg




    Gut sehen auf dieser Kranseite der Elektromotor mit den Antriebswellen und Umlenkungen bis hin zu den beiden Rädern am Boden. Auch der einseitige Windverband zur Stabilität des Krans ist bei dieser Krangrösse (40 Tonnen) zwingend:

    35790457bn.jpg


    So stieg er also die Leiter wieder hinab, aber doch ganz zufrieden was er gesehen hatte und in der Vorfreude, bald den Kran und Haken zu bedienen... "er gsiat scho kaiba gross us vo do duna..." * dacht er noch und schlenderte nach Hause:

    35790459dj.jpg



    Heute in einer Woche wird der Kran bereits in Igis sein. Der Schwertransport organisiert, die Farbe ist gemischt.... dann ist der erste von den drei Thusner Portalkranen fertig. Mehr über die andern beiden Kräne in Kürze.


    liebe Gruess

    Thomas


    *er sieht schon sehr gross aus von da unten

  • Die weissen Knotenbleche sind einfach aus Papier geschnitten und mit Zweikomponetenkleber aufgeklebt.


    Thomas, ist es nicht schade, bei Deinem tollen Bauwerk für solche Stellen 'nur' Papier zu verwenden? Hast Du nicht angst, dass sich diese Papierstellen in der Zukunft einmal abfallen oder unterschiedlich atlern als die Messingteile? Ich muss zugeben, dass ich bis heute auch die Hände von Papier- / Karton- Lasercut Modellen gelassen habe... ;)

  • Hallo Thomas,


    glückwunsch zum fertigen Kran - Sehr impossant das ganze!

    Ich finde den Materialmix Messing/Papier gelungen und zweckmäßig. Unter der Farbe sieht man ja nich welches Material es ist und auch aus Papier lassen sich tolle Modelle bauen...


    Viele Grüße

    Jona

  • Hallo zusammen, hallo Roman

    Deine Überlegung wegen dem verwenden von Papier bei einem Messingbauwerk ist mehr als berechtigt. Wirklich eine schöne Lösung finde ich das auch nicht, aber die Entscheidung zu Papier geschah zum einem aus Unsicherheit bei den Knotenpunkten nochmals löten zu müssen ohne dass sich sich frühere Lötverbindung unkontrolliert lösen... da habe ich zu wenig Erfahrung.

    Und zum Andren waren es doch 52 Knotenbleche, die kleinsten ca. 2mm x 3mm und die alle aus Messingblech herausschneiden :wacko:..... da war ich natürlich mit Cutter und Papier einfacher dran.

    Um dem Verziehen von Papier vorzubeugen, bestrich ich beim Anleimen mit Zweikomponenten-Kleber nicht die Stelle am Kran, sondern die ganze Rückseite des Papiers. Nach dem Aushärten der "Papierbleche" war das Papier total hart bis in die Ecken und kann nun so problemlos gespritzt werden.

    liebe Gruess

    Thomas

  • Hallo Thomas,


    einen Materialmix finde ich gar nicht schlimm. Ich frage mich jedoch, ob das geschweißte Bleche an Deinem Kran waren oder ob da nicht noch Nieten imitiert werden müssten?

    Wenn ja, dann empfiehlt sich auch dünnes Polystyrol, in das man mit einer Stecknadel auf der Rückseite die Nieten eindrücken kann.

    Zum Thema Papier kenne ich für gelaserte Pappe den Trick, diesen mit Sekundenkleber zu tränken. Der Zieht ein und die Pappe wird deutlich fester.


    Grüße,

    Marco

  • Hallo Thomas,


    aus der Erfahrung der Starkstrommasten und den Fahrleitungsmasten kann ich folgendes sagen:


    Knotenbleche aus Messing erleichtern die Lötarbeiten! Sie nehmen Wärme auf, das dünne Blech überträgt aber so wenig Wärme, daß sich das benachbarte Profil nicht so schnell löst. Knotenpunkte von Profilen ohne die Bleche sind wesentlich anfälliger sich aufzulösen.


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