Vorstellung Stivaraetica

  • Hallo Bernhard

    Diese Erklärungen gelten natürlich nur für jene ME Kollegen, die das noch nicht gewusst haben.

    Toll wie du das beschreibst. Für mich als interessierten Laien, der Fachausdrücke wie "Kämpfer" nicht kennt, wäre es interessant, noch mehr zu diesem Thema zu erfahren. Ich denke, was man im Modell nachbauen will, sollte man im Vorbild kennen.


    Schon jetzt vielen Dank für weitere Beiträge zu diesem Thema.
    Dani

  • Wow! Kompliment! Hast Du das alles selbst geritzt? Wenn ja, magst Du eine kurze Beschreibung wie Du das gemacht hast und mit welchen Materialien hier veröffentlichen? Ich würde mich sehr freuen! Deine Brücken sehen traumhaft aus!
    Grüße,
    Marco

    Hallo Marco
    Bei allen Brücken sind die Seitenteile aus 5mm Sperrholz. In den Pfeilermitten ein Holzsteg eingeleimt. Dann schäume ich die ganze Brücke aus und schneide den Schaum nach dem Erhärten den Sperrholzrundungen entlang ab.
    So ist die Brücke in der Rohfassung fertig.
    Alles mit einem 2mm Gipsüberzug versehen und planschleifen.
    Jetzt das bekannte ritzen..... ich beginne immer mit dem Kämpferstein und dann den Brückenbogen, danach die restliche Brücke.
    Jetzt füll ich gebrauchsfertigen Dispersions-Spachtel in eine Spritze ab und betüpfle damit jeden Stein, um den Charakter des gebrochenen Steins zu erhalten.
    Ab dem Kämpfer braucht man die Stein im Bogen nicht zu betüpfeln, weil dort die Steine im Original plangemeiselt wurden, damit sie satt auf dem Holzbogen der Lehrgerüste aufliegen.
    Die Granitplatten auf der Krone sind in Wahrheit lange 2mm dicke Balsaholzstreifen, die ich mit dem Cutter auf die richtigen Masse einritze und aufklebe. Die "Steine" welche diese Platten tragen sind ebenfalls Balsaholzstücke.
    Da verschiedene Materialien an solch einer Brücke die Farbgebung unerschiedlich aufnehmen würden, spraye ich die gesamte Brücke mit COLODUR Aqua Sprühgrund von COOP auf wasserbasis.
    Eine solche Brücke kann nun mit Wasserfarben bemalt werden und vorallem mit einem Schwamm auch wieder abgewischt werden, wenn die Farbgebung nicht zufriedenstellen ist.


    Der Schluss bildet dann das Geländer. Entweder mit Rohrhand oder Winkelhand. Die meisten RhB Brücken haben einen Winkelhandlauf. Bei mir sind alle Brücken in Steigungen und desshalb ist das Geländer auch in dieser Steigung gelötet, dass heisst, die Stützen stehen senkrecht aber das Geländer steigt parallel zur Brücke.
    Das Geländer leime ich mit Sekundenkleber auf die Balsaholz-Granitplatten.


    Beispiel Landwasser:






    liebe grüsse


    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Willkommen im Forum.
    Ich bin schwer beeindruckt von deinen Brückenbauwerken und freue mich auf deine künftigen Beiträge hier im Forum.
    Besonders gefällt mir auch die alte Zugskomposition auf dem Landwasser Viadukt. Sehr fein!


    Viele Grüße aus München,
    Ralf

  • Hallo Thomas


    Kompliment! Hier ist eindeutig ein Profi am Werk. Die plangeschliffenen Steine im Bogen habe ich bis heute noch nicht bemerkt, aber deine Begründung ist plausibel. Ich bin gespannt auf weitere Fotos deiner Arbeiten!


    En Gruess
    Reto

  • Hallo zusammen
    Zuerst mal herzlichen Dank für all die Komplimente ;) . Und das aufnehmen in euer - eh, unser Forum.
    Ab jetzt laufen meine Infos im Thread: Anlagen "Albula und Zügenlinie".


    Ich freu mich da zu sein.
    Thomas

  • Hallo Thomas,


    Das hast du ja Super gemacht: sehr saubere "ritzerei" mit schönem finish, zudem ist wie ich sehe auch noch eine leichte steigung im LW Viadukt drin, da muss man viel geduld aufbringen um so einen Bauwerk zu vervollständigen: Komplimente!



    Grüsse, Michiel.

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet