Zweikraftlok Gem 4/4 801-802 (RhB) und Diesellok HGm 4/4 61-62 (FO/MGB)

  • Hallo zusammen,


    leider kann ich über diese Loks nicht viel finden... weiß jemand, ob die (bis auf die Stromabnehmer, elektrische Ausrüstung und den Zahnradantrieb) weitgehenst baugleich sind oder sich doch stark unterscheiden? :?:


    Gruß Matthias

  • Hallo Matthias,


    die Frage ist, worauf Du hinaus willst. Es gibt eine Beschreibung im Verlag Eisenbahn-Buch "Die Gleichstromlinien der Rhätischen Bahn" für die Gem 801 und 802. Für die HGm müsste ich nachsehen. Sicherlich ist da auch was zu finden. Zunächst mal:
    Am Anfang waren die Lokkästen wohl ziemlich ähnlich, wenn nicht sogar gleich. Wie das aber so ist, wird im Laufe der Zeit umgebaut. Mittlerweile hat die RhB-Maschine längere Führerstände. Außerdem haben beide Maschinen mittlerweile Schweinwerfer bekommen, statt der alten (runden) Signallampen. Die Drehgestelle sind bei den Gem zumindest am Anfang kompatibel zu jenen der TW II (4x-ABe) gewesen, wenn die Beschreibung stimmt. Zumindest zwischenzeitlich war das nicht so direkt gegeben, da hatte man den Puffer auf Distanzringen montiert. Die HGm hat gänzlich andere Drehgestelle.


    Letztlich ist es eben auch eine Frage, welchen Zeitraum man betrachtet.


    Viele Grüße


    Gerhard.

  • Hallo Gerhard,


    ich habe eine kleine Korrektur, vorausgesetzt ich habe deinen Beitrag nicht falsch verstanden:


    Die zusätzlichen Distanzstücke an den Puffern hat man aus folgendem Grund montiert:


    Durch die verlängerten Führerstände bestand die Gefahr, dass die Loks in engen Kurven mit dem benachbarten Fahrzeug kollidieren könnten.


    Die Drehgestelle hingegen müssten immer noch mit den Tw2 tauschbar sein - ich kann nur nicht sagen, ob mit beiden Drehgestelltypen.

  • Durch die verlängerten Führerstände bestand die Gefahr, dass die Loks in engen Kurven mit dem benachbarten Fahrzeug kollidieren könnten.


    Die Drehgestelle hingegen müssten immer noch mit den Tw2 tauschbar sein - ich kann nur nicht sagen, ob mit beiden Drehgestelltypen.

    Hallo Nils,


    das stimmt nach meinem Wissen, so wie Du es schreibst. Da bei den Loks und TWII aber die Kupplungen an den Drehgestellen montiert sind, muss man vor dem Tausch der Drehgestelle erst die Kupplungen AM Drehgestell anders festmachen. Ob das nun mit längeren Schrauben gelöst ist, was noch eher einfach wäre, oder ob man da längere Stehbolzen eingesetzt hat: man hat auf jeden Fall mehr aufwand. Klar, Wenn Du Dich auf den Standpunkt stellst, dass es sich bei den Distzanzringen nicht um einen Umbau des Drehgestells handelt, dann sind sie wohl noch kompatibel. Soviel mir bekannt.


    Viele Grüße


    Gerhard.

  • Gestern entdeckte ein Kollege von mir eine Gem 4/4 in Landquart, vermutlich die 801 Steinbock.

    Was ist der Grund für den Aufenthalt fernab ihres eigentlichen Einsatzgebietes?


    Grüäss und än schöönä Sunntig

    Tomi

  • Hallo Tomi

    Die Hauptwerkstätte der beiden Dieselloks ist eigentlich Poschiavo.

    Die Loks sind nun aber auch im Raum Chur Landquart anzutreffen und werden dementsprechend auch in Landquart gewartet.


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    Am 26.04 2020 war die 801 in Landquart

    Gruss

    Willy

    "Das isch ünscheri Bahn,die hem mir gebue"
    Dialektaussage eines alten Prättigauers im Zusammenhang mit dem Bau der Landquart-Davos Bahn

  • Hallo Tomi

    Wird die Lok beim Doppelspur Ausbau Landquart-Malans benötigt.

    Nein, die Lok ist zur Zeit in Arosa eingeteilt für die Sanierung des Aroser-Tunnel.


    Wie weit geht der Ausbau eigentlich?

    Der Ausbau geht von Landquart nach Malans und etwa noch 500 Meter über Malans hinaus Richtung Blockstelle alte "Säge"


    Gruss vom Original

    Willy

    "Das isch ünscheri Bahn,die hem mir gebue"
    Dialektaussage eines alten Prättigauers im Zusammenhang mit dem Bau der Landquart-Davos Bahn