Die Gotthard Nordrampe

  • Hallo Giorgio,


    ich habe gerade Deinen Plan studiert und komme mit der Gleiszeichnung nicht klar. Von W 24 Richtung Norden ist die rechte Schiene blau und die linke rot eingezeichnet, ich nehme an DCC Fahrstrom. Nach der Weiche 24 ist es umgekehrt. und nach Weiche 21 wieder umgekehrt. Ich bin leider in

    Digital noch nicht so bewandert und möchte noch lernen, denn

    "Ich stelle wenn es um Spannungsabfall geht am Ende der Leitungen noch einen Papierkorb auf" :K


    Spaß beiseite, ich finde das Thema sehr interessant.


    Schöne Grüße

    Didi

  • Hallo Marco, Didi

    ich weiß nicht, ob der Fehler im Zeichnen liegt, aber laut Schaltplan sollst Du die Versorgungsspannung an K1-1 und K1-2 anschließen. Nicht an K1-3. Auf Deinem Bild scheint K1-2 und K1-3 verbunden, auch wenn Du Masse an K1-1 geschrieben hast!? Der Bestückungsplan geht von einem anderen Anschluss aus!?

    ... ist der Originalanschlussplan des Herstellers - und wenn K1-1 benutzt wird kann der Decoder gleich entsorgt werden. Der Begriff "Masse" kommt aus dem Originalanschlussplan, den Du hier findest. Im Kapitel 2 "Anschluss des Decoders" ist auch der Hinweis zum Masseanschluss zu finden.


    Von W 24 Richtung Norden ist die rechte Schiene blau und die linke rot eingezeichnet, ich nehme an DCC Fahrstrom. Nach der Weiche 24 ist es umgekehrt. und nach Weiche 21 wieder umgekehrt.

    ... lass Dich von meinen Gleisfarben nicht täuschen - das hatte mit der Rückmeldung zu tun, ist aber in diesem Fall irrelevant.

    Gruss
    Giorgio


    i5 QuadCore 4GB RAM / WIN10 Pro 64Bit / TC9.0B2 Gold / 2L-DCC / SpurN
    2x IB2 / 2x IB1 als IB-Control / DR5000 / LocoNet+s88N / Qdecoder / LDT / WA5 / WDECN-TN / MP1

  • Hallo Giorgio,


    Nach deinem Anschlußplan und dem Schaltplan des Decoders ist der Digitalstrom mit Optokopplern sauber getrennt:




    Daß beide Stromkreise abfallen, kann also mit dem Decoder nichts zu tun haben.


    Ähnliche Probleme kenne ich nur von Ausstellungen (Schulaula o. ä.) mit schwachen 240V-Netzen.

    Hast Du in die Richtung schon mal gedacht? Fällt in allen Stromkreisen die Spannung ab?

  • Hallo Walter

    Nach deinem Anschlußplan und dem Schaltplan des Decoders ist der Digitalstrom mit Optokopplern sauber getrennt:

    Daß beide Stromkreise abfallen, kann also mit dem Decoder nichts zu tun haben.


    Ähnliche Probleme kenne ich nur von Ausstellungen (Schulaula o. ä.) mit schwachen 240V-Netzen.

    Hast Du in die Richtung schon mal gedacht? Fällt in allen Stromkreisen die Spannung ab?

    ... hab ich noch nicht gemessen - was mir schon in den Sinn gekommen ist, ob allenfalls ein stabilisiertes Netzteil etwas bringen würde ...

    Gruss
    Giorgio


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  • Hoi Giorgio

    Das klingt für mich nach einem kurzzeitigen massiven Lastanstieg denn du da hasst.


    Ich kenne mich mit Weichendecodern zu wenig aus, aber.


    Wäre es möglich dass die Pollariesierung der Weichen, teilweise zu früh oder zu spät schalted?


    Dies Würde zu kurzschlüssen führen wass die Spannung in den keller treibt und auch ebenfalls die Primärspannung am Trafo.


    Wenn du die Ankage über eine Steckdose 230V und dann auf einer 230V Steckerleiste aufteillst würde dies auch der Spannungseinbruch auf der Zentrale erklären.


    Jetzt kann der zu kleine Querschnitt auf der Anlage reichen, dass die Zentrale die eingestellten Kurzschlussströme nicht erreicht bzw. die Zeit wärend dem Stellvorgang zu kurz ist.


    Gruess Yves

  • Hallo Giorgio


    Für alle Stromversorgungen und jeden Booster verwende ich unabhängige, geregelte Netzteile, das hat sich gut bewährt.

    Beste Grüsse - Carlo


    Anlage H0m "Rhaetian Flyer" - Proto-Freelance RhB, FO "Vom Oberalp über Albula und Bernina nach Tirano".
    Testanlage und Aufstellbahnhof fertig und betriebsbereit, noch kein Gelände; z.Z. Fahrbetrieb und Planung Etappe 3.

  • Hallo Giorgio,


    die Idee mit dem Kurzschluss während des Weichenschalten ist nicht schlecht. Sonst sind „weiche“ Trafos natürlich nicht die schönste Versorgung. Hast Du die Decoder selbst gelötet? Macht das nur ein Decoder oder ist das Phänomen bei allen Decodern zu beobachten? Wenn es nur einer Wäre, käme vielleicht auch ein defekter Optokoppler in Frage? Werden denn irgendwelche Bauteile auf den Decodern warm?

    Grüße

    Marco

  • Hallo Carlo, Marco, Yves und Walter

    Für alle Stromversorgungen und jeden Booster verwende ich unabhängige, geregelte Netzteile, das hat sich gut bewährt.

    ... hast Du einen Hersteller und eine Artikelnummer dazu?


    die Idee mit dem Kurzschluss während des Weichenschalten ist nicht schlecht. Sonst sind „weiche“ Trafos natürlich nicht die schönste Versorgung. Hast Du die Decoder selbst gelötet? Macht das nur ein Decoder oder ist das Phänomen bei allen Decodern zu beobachten? Wenn es nur einer Wäre, käme vielleicht auch ein defekter Optokoppler in Frage? Werden denn irgendwelche Bauteile auf den Decodern warm?

    ... die Decoder sind Fertigprodukte, und wie geschrieben kann es scheinbar bei allen Decodern auftreten (hatte zuerst nur einen im Auge). Ob sich die Temperatur ändert muss ich mal "erspüren".


    Wäre es möglich dass die Pollariesierung der Weichen, teilweise zu früh oder zu spät schalted?

    ... kann ich (noch) nicht sagen.

    waltervoelklein : Ist Dir da was bekannt?


    Gruss

    Giorgio

    Gruss
    Giorgio


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  • Polarisierung:

    ... kann ich (noch) nicht sagen.

    waltervoelklein : Ist Dir da was bekannt?


    Gruss

    Giorgio

    Hmmmmm.....

    An die Möglichkeit hatte ich bisher nicht gedacht.


    Wenn die Herzstücke von den Zungen getrennt sind, kann nichts passieren.


    Sind die Zungen mit dem Herzstück elektrisch verbunden, könnte dies das Problem sein.


    Die Schaltung in den WA5 mit zwei Relais (eins für jede Endlage) läßt es zu, das Herzstück

    während des Bewegungsablaufs abzukoppeln. Das geht beim MP1 nicht. Der MP5 mit zwei Umschaltkontakten

    sollte das können.

  • Hallo zusammen

    Wenn die Herzstücke von den Zungen getrennt sind, kann nichts passieren.

    Sind die Zungen mit dem Herzstück elektrisch verbunden, könnte dies das Problem sein.

    Nein, sind sie nicht. Ich werde mal die Polarisation bei allen Weichen trennen (dazu muss ich die Kehrschleife zuerst wieder aufstellen, damit ich gescheit an die Decoder/Weichenantriebe herankomme) und dann nochmals messen.


    Ich werde berichten - danke erstmal für die Tipps!

    Gruss
    Giorgio


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  • Hallo zusammen


    Es ist wirklich so, dass beim MP1 der Motor und die Polarisation nicht synchron laufen - jedenfalls bei einigen davon (oft aber nur in eine Richtung).


    Feststellen kann man es gut, wenn eine Lok mit Licht auf dem Gleis steht und die Weichen geschaltet werden - wenn das Licht kurz flackert ist ein Microkurzschluss aufgetreten - nach dem Entfernen der Polarisationszuleitung war kein Flackern mehr vorhanden; also Problem eingekreist.


    So werde ich das Herzstück doch auftrennen müssen gemäss der Anleitung von Felix - wenn man die WA5 gewohnt ist denkt man an diese Ursache als Letztes.


    Danke an allen Ratgebern - ich werde nach dem Umbau wieder berichten.

    Gruss
    Giorgio


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  • Hallo Giorgio,


    kann auch gar nicht syncron laufen. Damit der Antrieb zuverlässig schaltet, drückt die Nockenwelle erst den Umschalter, dann den Endabschalter.

    Nur so ist gewährleistet, dass der Umschalter 100% ausgelöst wird.

  • Hallo Carlo

    Ich verwende Schaltnetzteile, wie z.B. hier, oder ich bestelle hier.

    ... danke für die Links.


    Mittlerweile geht der Weichenumbau vorwärts, alle Herzstücke sind getrennt und die Kabel für die Polarisation angelötet - die ersten vier (von 15) Weichen haben auch schon die Drahtbrücke zwischen Backenschiene und Weichenzunge bekommen. Morgen werden dann noch die restlichen Weichen folgen; die Microkurzschlüsse (und die daraus resultierenden Spannungseinbrüche) jedenfalls bin ich los geworden.

    Gruss
    Giorgio


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  • Hallo Giorgio,


    schön, dass dieses Problem behoben ist und wohl auch an der Ursache. Es zeigt, das Herzstücke immer polarisiert werden sollten. Trotzdem ist es irgendwie nicht wirklich schön, dass Deine Zentrale nicht abschaltet, wenn ein Kurzschluß auf der Anlage passiert. Nichts Anderes war das hier und die Züge sind nur langsam geworden. Du fährst in N und da ist ja einiges etwas feiner dimensioniert. Nehmen wir mal an, Du hast 4Ah-Booster und fährst mit 12V. Das sind dann ca. 50W, die da fliessen. Dass das Wärme erzeugt kann jeder nachvollziehen, der eine alte Glühlampe anfasst. Die sauberere Variante wäre, wenn Deine Zentrale das nicht tolerieren würde und hier Deine Fahrzeuge mit einem Abschalten schützen würde. Klar ist es angenehmer, wenn der Betrieb irgendwie weiter geht, aber irgendwann wird bei so etwas mal ein Fahrzeug das zeitliche segnen. Es ist zumindest eine Überlegung wert...


    Ich wünsche Dir auf jeden Fall weiterhin viel Fahrfreude und schön, dass der Fehler gefunden ist!


    Grüße, Marco

  • Hallo Marco

    Trotzdem ist es irgendwie nicht wirklich schön, dass Deine Zentrale nicht abschaltet, wenn ein Kurzschluß auf der Anlage passiert

    ... wenn ein Kurzschluss auftritt, der länger als ein paar Millisekunden dauert, schaltet die Zentrale sehr wohl ab - der aktuelle Kurzschluss war aber sehr kurz, was am Flackern der Loklichter zu sehen war.


    Wieso (und ob überhaupt) die Spannung so eingebrochen ist - Trägheit/Toleranz der Messgeräte? Ich denke, um das Ganze wirklich genau zu analysieren müsste ein Oszillokop bemüht werden.

    Gruss
    Giorgio


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  • Hallo Giorgio,


    Gut das dieses scheinbar Unlogisches Problem jetzt geklärt und gelöst ist! Eine Lehrreiche Geschichte sozusagen!


    Genau das was Marco jetzt antippt, frage ich mir auch manchmal, denn auch bei mir schaltet die (Lenz) Zentrale nicht immer ab bei Kurzschluss, auch nach längere Dauer: da hat's schon mal furchtbar geduftet bei der Herzstückspitze....


    Grüsse, Michiel

    Filisur 2.0 - St.Moritz und weiter nach Alp Grüm / H0m-Doppelstock-Segmentanlage /Selbstbauweichen/ Peco-Gleis / DCC /Xpressnet