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29.8.2010 Neues Motiv "Ruine Campi"
16.04.2010 Weitere Bilder von Preda, neue Motivseite "Preda"
3.4.2010 News vom Bau (Thusis, Filisur, Muot)
8.11.2009 Weiterbau Thusis/Surava
1.7.2009 Pläne Bahnhof Thusis, Weiterbau
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Feine Oberleitung Spur N
 
Einleitung
 
Wer Oberleitungen darstellen will, ist mit den marktüblichen Produkten meist etwas schlecht bedient, was zumindest die Fahrleitung betrifft.
Ich habe mich auf einen Kompromiss zwischen Massstäblichkeit und Betriebssicherheit geeinigt: Herkömmliche Oberleitungen sind meist 0.4 (eher) 0.5 mm dick, was im Original etwa 8 cm (!!) wäre. Klar ganz ans Vorbild können wir uns nicht halten, mit einem 0.1 mm Draht wäre das Ganze zu unstabil und fast nicht mehr verarbeitbar. Auf Dioramen wäre so etwas noch knapp vertretbar, jedoch auf einer Anlage mit regem Betrieb....
 
Ich habe mich dazu auf Federstahldraht mit einer Stärke von 0.2 (an gewissen Stellen 0.25) mm Stärke entschieden, was verschiedene Vorteile bringt: Federstahldraht
 
- hat hohe Eigenelastizität
- ist dadurch sehr wiederstandsfähig
- ist nicht anfällig auf Berührungen, dass es sich verformt
- lässt sich zudem mit wenig Salzwasser echt rosten
 
aber nicht so gut lötbar wie Kupfer (aber es geht auch nicht schlecht).
 
Diese Variante von Oberleitungen ist NICHT für den effektiven Betrieb geeignet !
 
Was man braucht
 
- Oberleitungsmasten (Sommerfeldt etc.)
- Federstahldraht 0.2 mm / 0.25 mm als Meterware
- Lötzinn mit Kolofonium
- Wäscheklammer
- feiner, aber starker Seitenschneider
feine Zange (ev. mit Rillen)
- Sekundenkleber
- und auch wieder etwas Geduld....
 
Arbeitsablauf
Die Oberleitungsmasten sind wie gewünscht gesetzt und montiert. Der Fahrleitungsdraht wird an einem Ende fixiert - so fest, dass er gut gespannt werden kann.Ich bevorzuge ein Tunnel. Alle meine Tunnels haben mittig oberhalb des Gleises einen Nagel, an dem ich die Oberleitung praktisch unsichtbar einhängen kann.Für den zweiten Oberleitungsdraht (den mit Querstreben verbundenen) bohre ich in die Tunnels ein kleines Loch und der Draht kann von der Rückseite mit einer art Knoten gesichert werden. Isolatoren an den sichtbaren Stellen nicht vergessen :-)Der Federstahldraht soll bereits in der gewünschten Position verlegt werden und mit Wäscheklammern an den Masten fixiert werden.Die erste zu lötende Stelle wird vorerst nur verzinnt (beim Federstahldraht einfach etwas länger....) und bei sicherer Verzinnung des Federstahldrahtes angelötet - auf entsprechende Spannung der Fahrleitung achten !
Sind beide Fahrdrähte montiert und am oberen immer die entsprechenden Isolatoren eingefädelt worden, kann es mit der Montage der Querstrebe vorangehen.Dazu nimmt man ebenfalls ein Federstahldrahtstück und knickt es so, dass eine Art Bostitch entsteht. Die Länge entspricht etwa 1 cm. Zum Knicken bewährt sich eine Zange mit Rillen, dass der Draht nicht verrutscht. Die Umgebogenen Enden können so kurz abgeschnitten werden, dass nur noch kleine Bogen zum Einhängen in die untere und obere Fahrleitung übrig bleibt. Mit Sekundenkleber wird das ganze letztendlich fixiert.
Frisch montiert sehen die Oberleitungen dann so aus.
Nach der endgültigen Montage kann mit Airbrush oder Pinsel die Oberleitungsmasten und Lötpunkte entsprechend gealtert werden.Das Bild zeigt eine Oberleitungspassage, was für Spur N sicherlich ein zufrieden stellendes Ergebnis ist !
 
Weitere Informationen
 
Federstahldraht kann bei Modulor als Meterware bestellt werden. In der Schweiz kann bei der Firma Jäger in Bern ebenfalls und sehr günstig bestellt werden.
 
Die hier erstellten Oberleitungen sind nicht für den elektrischen Einsatz gedacht. Die Pantographen müssen entsprechend gesichert werden, so dass sie KEINEN Kontakt zur Fahrleitung haben. Es wäre zu filigran resp. der Fahrdraht müsste sehr stark gezogen werden.
    
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