| Gleiswendel bauen |
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| Stand: 06.12.2004 |
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| Um auf relativ kleiner Fläche grosse Höhendifferenzen zu überwinden, baut man einen Gleiswendel. |
| Mit einem Durchmesser von 1 Meter kann man bei einer 3% Steigung über 9 cm pro Wendung erreichen. |
| 3% von 1 Meter * Pi (3.14) = 9.4 cm |
| Dazu muss man jedoch noch die Holzdicke berücksichtigen sowie die meist notwendigen Verbindungsplättchen. |
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| Ich habe meinen Gleiswendel recht grosszügig gebaut. Der Durchmesser ist etwa 110 cm (Gleismitte-Gleismitte) sowie in einem oval gebaut (2 Geraden à 1 Meter). Dadurch erhöht sich die Fahrstrecke pro Wendel erheblich (5,4 Meter) so dass ich mit einer Steigung von etwa 2.5% gut zurecht komme. Zwischen den Trassen stellt sich eine Höhendifferenz von über 15 cm ein, was mir erlaubt, auch mit ausgefahrenem Pantografen durchzufahren. |
| Ebenfalls lässt es sich so die Gleise einfach einbauen. |
| Sind die einzelnen Ebenen niedrig, sollte man mit dem Verlegen der Gleise vorzu beginnen. |
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| Holz: Sperrholz (Pappel, Birke etc) 8mm, besser noch 10 mm. |
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 | Das Material neben dem Holz: Je nach gewünschter Stabilität 6-8 mm dicke Gewindestangen, sehr wichtig, passende Unterlagsscheiben (sonst frisst sich die Mutter in das weiche Holz), sowie entsprechende Muttern. |
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 | Hat man keinen Platz, kann man allenfalls auf die Verbindungsplatten verzichten und versuchen, die Trassen stirnseitig nur mit Hilfe von Lamellos (Flachdübel, Bild links) herzustellen.
Dazu muss jede Trasse stirnseitig mit einer Nut versehen werden. Am besten mit einer Lamello Fräse.
Es muss beim Bau vorsichtig gearbeitet werden, da eine solche Verbindung nicht besonders Verbindungssteif ist. |
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 | Ursprünglich wollte ich aus rein optischen Gründen auch nur solche Lamellos zum Verbinden verwenden, was sich aber in kürzester Zeit als Schwachstelle erwiesen hat. Damit ich die Lamellos nicht vergeblich gekauft hatte, baute ich sie dennoch ein. Zusätzlich kommt die Verbindungsplatte unten auf die beiden Trassenbretter. |
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 | Alles wird mit Schraubzwingen zusammengepresst.
Mit schnell abbindendem Holzleim können diese nach etwa 30 Minuten wieder entfernt werden. |
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 | Ab in die SAFTPRESSE !
Vor dem Bohren werden alle Ebenen aufeinander gelegt und gut gespannt, so dass die Löcher gebohrt werden können.
Es empfiehlt sich, mindestens alle 90° eine Verstrebung einzuplanen, bei dünnerem Sperrholz (< 8mm) ev. mehr. |
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 | Alles schön bündig ? Dann kann gebohrt werden ! |
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 | Das 'Einfädeln' der Gewindestangen ist eine recht mühsame Arbeit.
Hier ist erst die Zentrierung zu sehen. Jeder Gewindestange muss pro Ebene folgende Kombination: Unterlagscheibe - Mutter - Mutter - Unterlagscheibe verpasst werden.
Um allzulange Schraubereien zu verhindern ein kleiner Tipp, der mir am Wochenende eingefallen ist (und sich bestens bewährt hat): Mit dem Akkuschrauber die Gewindestange einspannen und Gas geben, so können die Muttern durch festhalten in die gewünschte Position gedreht werden. Die anderen Muttern müssen freiliegend sein. Am besten bei dieser Arbeit ein paar helfende Hände vom oberen Stock herbeirufen :-) |
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 | Sind alle Gewindestangen gut bestückt und versorgt, kann nun mit dem Einstellen der Höhe begonnen werden. Logischerweise von unten nach oben durch arbeiten.
Stimmt alles, kann das Verlegen von Korkstreifen und Gleisen beginnen (falls nicht bereits pro Ebene vorher erfolgt).
Es ist darauf zu achten, dass die Schienenende möglichst nicht auf die Verbindungsstelle zwischen einzelnen Trassen zu liegen kommt.
Und nun viel Spass beim Runden drehen !!!! |
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